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Feindbild Islam als Wahlpropaganda in Italien

Posted by muslimwelt - April 17, 2008

Die Antidiskriminierungsstelle der Landesbeobachtungsstelle für Einwanderung in Südtirol erklärte erneut ihre Sorge über den islamfeindlichen Wahlkampf in Italien. Sie nehme besorgt zur Kenntnis, „wie in Südtirol die Angstmacherei gegen den Islam und deren Gläubigen nicht abreißt“.

Der Islam bilde keine Gefahr für das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen, sondern viel eher die Unkenntnis und das Misstrauen, die durch rechtspopulistische Parteien gesät werde. „Radikal anti-islamische Stellungnahmen wie jene, die von wichtigen Teilen der Südtiroler Mehrheits- und Regierungspartei mitgetragen werden, haben nichts mit einer couragierten Anzeige illiberaler Weltanschauungen zu tun“, so die Antidiskriminierungsstelle in ihrer aktuellen Stellungnahme.

Die rechtspopulistische Partei Lega Nord versucht erneut, durch rassistische und islamfeindliche Propaganda bei der Bevölkerung zu punkten. Dabei schürt die Partei Angst gegen Ausländer und insbesondere gegen Muslime. So vergleicht ein Wahlplakat die Situation der Ureinwohner Amerikas mit jener der italienischen Bevölkerung. Der italienische Text auf dem Plakat heißt frei übersetzt: Sie ließen alle sofort ins Land – jetzt leben sie selbst in Reservaten. Lasst uns daran denken!

Beliebtes Feindbild ist nach wie vor jedoch der Islam. Ein weiteres Wahlplakat der Lega Nord zeigt das World Trade Center in New York mit einem Konterfei Osama Bin Ladens. „Die Idee, die ganz offensichtlich übermittelt werden möchte, ist die eines gefährlichen Islams, der durch den Bau von Moscheen auch in Südtirol unweigerlich zu Terrorattentaten führen würde“, erklärte die Antidiskriminierungsstelle zu dem Wahlplakat. Die Erinnerung an den 11. September werde dazu benutzt, sich gegen den Bau von Moscheen stark zu machen und ganz bewusst die Angst vor dem Islam zu schüren.

Quel.: sa

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