Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Kommentar gegen Spiegel-Online- Hetze

Posted by muslimwelt - April 9, 2008

„Zwei Deutschtürken betreiben eines der größten deutschsprachigen Internet-Portale für Muslime. Doch wer ein wenig länger in dem Muslim-Markt surft, begreift schnell, warum der niedersächsische Verfassungsschutz, der die Aktivitäten von Yavuz Özoguz seit Jahren beobachtet, in seinem letzten Bericht den “Internet-Auftritt in seiner Gesamtheit als ein Integrationshemmnis ansieht“. [Spiegel-Online]

Wenn etwas fehlt, dann ist es die mangelnde Berichterstattung unserer Presse.
Das müsste unter Strafe gestellt werden. Ebenso die bewusste Verdummung der Bürger. Doch in diesem Bereich leistet die Politik ja noch Hilfestellung
Mimmko

„was mir noch auffiel:

Dafür, dass das Wort “Hetze” bereits in der Überschrift auftaucht, braucht der Spiegel erstaunlich lange, um in dem Artikel etwas zu formulieren, was tatsächlich als Hetze interpretiert werden kann.

Nachdem man sich zunächst darüber lustig macht, dass der Fürst von Lichtenstein lieber Kopftücher als Piercings an Frauen sieht und dass es eine “islamische Version” von Jingle-Bells gibt (wer hetzt denn hier?), werden endlich auf der zweiten Seite des Artikels die alten Kamellen Khomeini-Fatwa und Raddatz ausgegraben.

Zum TAZ-Boykott-Aufruf:
Wenn der Spiegel-Redakteur nicht das Glück hatte, tief in seinem Herzen an Gott glauben zu können, dann sollte er sich einmal überlegen, was ihm denn heilig ist.
Vielleicht seine Eltern oder seine Kinder? Seine Geburt oder der Gedanke an den Tod? Oder ein Blick in den Sternenhimmel?
Ich hoffe für ihn, dass es etwas in seinem Leben gibt, was ihm heilig ist, etwas, “wo der Spaß aufhört”, etwas, dass man nicht bereit ist, mit intellektuell getarnter, süffisanter Besserwissermanier mal eben so von anderen durch den Dreck ziehen zu lassen.

Was immer dies auch sei, wenn es schon nicht Gott ist, dann möge er sich vorstellen, wie er sich vorkäme, wenn jemand mit der Macht einer auflagenstarken Zeitung im Rücken, dieses ihm heilige im Zusammenhang mit dem Wort “Arsch” (TAZ) erwähnt, wobei es hier nicht einmal darum geht, eine Meinung zu äußern, die es im Sinne der Pressefreiheit zu akzeptieren gälte, sondern lediglich um in einem Moment möglichst viele Angehörige der Minderheit der Muslime zu kompromitieren, lächerlich zu machen und zu verunglimpfen.

Wie kann der Spiegel die Hetze nun denjenigen unterstellen, die von der tatsächlichen Hetze betroffen sind?

Über Raddatz und die Rushdie-Fatwa ist zeitnah doch ausreichend berichtet worden.
Wer die Positionen von Raddatz betrachtet, weiß wer der Hetzer ist.

Der Fatwa bezüglich Rushdie stehe ich distanziert gegenüber.
Aber: Khomeini gab einen (seiner Meinung nach) Feind des Islam zum “Abschuss” frei, einige Jahre zuvor tötete der französische Geheimdienst tatsächlich und eigenhändig mit Billigung des Präsidenten einen für einen Feind Frankreichs gehaltenen Umwelt-Aktivisten in Neuseeland.
Das liegt durchaus auf der selben Linie.

http://www.stern.de/politik/historie/:Rainbow-Warrior-Reise-R%FCckkehr/542899.html

Ohne, dass es zu diesem Vorfall einmal eindeutige Stellungnahmen oder Entschuldigungen (was wäre daran auch zu entschuldigen?) der französischen Regierung gegeben hätte, wie auch, dass Frankreich bis heute keine Untersuchungen zu den langfristigen Wirkungen seiner Atom-Tests im Pazifik zulässt – werden demnächst die französischen Sportler bei den olympischen Spielen in Peking den Slogan “Frankreich für eine bessere Welt” auf den Trainingsanzügen tragen. Heuchelei ohne Ende. Babacar aus dem Forum von Muslimmarkt

Quelle: Muslimmarkt

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