Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Strafanzeige wegen des Verdachts der Verhetzung

Posted by muslimwelt - März 27, 2008

islamhetzerin.pngBereits am Tag nach dem Parteitag der FPÖ, bei dem die unsäglichen Aussagen Frau Dr. Winters fielen, wurde die Staatsanwaltschaft von sich aus wegen des Verdachts der Verhetzung aktiv. Die Islamische Glaubensgemeinschaft und die Religionsgemeinde Steiermark/Kärnten stellten nach eingehender Prüfung Strafanzeige gegen Frau Dr. Winter nach § 188 und $ 283. Dies ist nicht die einzige Anzeige. Neben Muslimen, sei es als Privatperson oder Verein, beschloss die Evangelische Kirche A.B. in Wien bereits am Montag, dem 14. Jänner eine Anzeige zu tätigen.


Der neue evangelisch-lutherische Bischof Dr. Michael Bünker betonte, dass die Aussagen Frau Winters an eine unselige Deportationslogik erinnere. In der Presseaussendung der Evangelischen Kirche A.B. in Wien heißt es:

„Auch eingedenk des letzten Landtagswahlkampfes der Wiener FPÖ („Daham statt Islam“) sieht sich die Evangelische Kirche A.B. in Wien aus ihrem protestantischen Glauben verpflichtet, Solidarität mit der islamischen Religionsgemeinschaft in Österreich zu zeigen. Immer mehr und vollkommen undifferenziert, vor allem aber unbelastet von jeglichem tieferen Wissen über den Islam, wurde der Islam zum Hassobjekt einzelner Politiker und von Teilen der Bevölkerung.


gesetz-logo.jpg Die evangelisch-lutherische Diözese Wien sieht sich schon deshalb aufgerufen, ein Zeichen zu setzen, da ein großer Anteil der muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Österreichs in Wien lebt und arbeitet. Selbsternannte „Volkstribune“ in Wien — seien es Männer oder Frauen — sollen wissen, dass Wiener Protestantinnen und Protestanten dieser unverantwortlichen Klimaverschärfung gegen den Islam nicht länger tatenlos zusehen werden.


Nach Ansicht des Superintendenten der Evangelischen Diözese A.B. Wien, Mag. Hansjörg Lein, ist in einigen Aussagen von Frau Winkler nicht nur die Grenze des moralisch und ethisch Vertretbaren, sondern auch die des gesetzlich Zulässigen überschritten worden. „Wenn der unerträgliche Vergleich mit der Naturkatastrophe eines Tsunami schon herhalten muss, dann sollten wir uns nicht vor einem muslimischen Einwanderungs-Tsunami fürchten, sondern vor einem Tsunami der Unwissenheit und der Intoleranz, der jeden zwischenmenschlichen Respekt und jede Chance auf eine friedliche gemeinsame Zukunft unter sich begräbt“, so Lein.“

Quelle: derislam.at

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