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Rassistische Angriffe in Deutschland häufen sich

Posted by muslimwelt - März 21, 2008

Einem Bericht zufolge nimmt Deutschland in der Rangliste der Länder, in denen sich im Jahre 2007 die rassistischen Angriffe vermehrt haben, den ersten Platz ein.

 

Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt der Verein „Gesicht Zeigen“, der zum Zwecke der Bekämpfung von Rechtsextremismus gegründet worden ist. Laut dem vom Vorstandvorsitzenden des Vereins, Uwe-Karsten Heye, veröffentlichten Bericht zufolge ist Deutschland an der Spitze der Länder, in dem 2007 vermehrt rassistische Angriffe zu beobachten waren. 

 

2007 seien 20 000 Fälle von rassistischen Angriffen protokolliert worden, bei denen 600 Personen verletzt worden sind. Die Zahl habe seit der Wiedervereinigung Deutschlands eine Rekordhöhe erreicht, erklärte Heye weiter und warnte Deutschland vor vermehrter rechtsextremistischer Gewalt. Heye fügte hinzu, dass seit 1990 130 Asylbewerber, Migranten und Obdachlose durch die Angriffe getötet worden seien und kritisierte auch das Ausbleiben der finanziellen Unterstützungen, die den Opfern von rassistischen Angriffen bislang zugute kamen. In Deutschland sei besonders in den Ostländern eine steigende Zahl von rassistischen Angriffen zu beobachten. In Brandenburg seien 2007 elf rassistische Angriffe auf ausländische Geschäfte verübt worden, so Heye weiter. „Die finanzielle Existenz der Ausländer auszulöschen und sie solange zu quälen, bis sie fliehen müssen, sind nur einige der Strategien der Neonazis. Der materielle Schaden ist dabei sehr groß. Wenn die Zuständigen nicht ernsthaft etwas gegen die rechtsextremistischen Angriffe tun, werden sich die anonymen Angriffe leider häufen“, warnte Heye.  

 

In Deutschland sind hauptsächlich Türken Opfer von rassistischen Angriffen, gefolgt von Nord-Afrikanern, Russen, Juden und anderen ethnischen Minderheiten. 

 

Unterdessen ist in Deutschland erneut ein Brand in einem von Türken bewohnten Haus gemeldet worden. Es wurde berichtet, dass ein Haus in der Kleinstadt Ronnenberg in der Nähe von Hannover brannte. Es gab bei dem Brand, der zunächst in den Kellerräumen ausgebrochen sei, keine Toten und Verletzten. Zunächst sei unklar, ob von Brandstiftung ausgegangen werden könne. Einige Hausbewohner berichteten jedoch, dass Fußspuren am Kellerfenster waren.  

 

Ein weiterer Brandanschlag ist in Aschaffenburg auf einen syrisch-christlichen Kulturverein verübt worden. Unbekannte Täter drangen in das noch in Bau befindliche Vereinsgebäude ein und beschmierten die Wände mit Hackenkreuzen, SS-Symbolen und fremdenfeindlichen Schriften wie „Türken Raus“ und „Sieg Heil den Führer“. Durch den Brand ist das Gebäude vollständig zerstört worden. Auslöser des Brands ist weiterhin noch unbekannt. Die rassistischen Schriften an den Wänden bestätigen jedoch den Verdacht auf einen rechtsradikal motivierten Brandanschlag. 

 

Der Vereinsvorsitzende Gebro Utay äußerte sich dazu: „Wir haben die Einwohner in diesem Viertel in Kenntnis gesetzt, dass wir eine Kirche bauen wollen. Doch einige waren überhaupt nicht damit einverstanden und propagierten damit, dass wir eine Moschee bauen würden. Wir erklärten ihnen, dass wir Christen und dass ein Großteil unserer Mitglieder deutsche Staatsbürger sind. Doch sie wollten uns gar nicht verstehen.“

 

Quel.. ab

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