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Atheismus: Wie kann es Moral geben ohne Religion?

Posted by muslimwelt - März 18, 2008

Bismi Allahi Arahmani Arahim

In Gesellschaften, die keine Religion kennen, werden die Menschen anfällig für jegliche Art von Unmoral. Ein religiöser Mensch wird sich zum Beispiel niemals bestechen lassen, dem Glücksspiel verfallen, Neid empfinden oder lügen, weil er weiß, dass er für solche Dinge im Jenseits zur Verantwortung gezogen werden wird. Ein unreligiöser Mensch wird jedoch dazu tendieren. genau diese Dinge zu tun. Es reicht nicht aus, wenn der Mensch sagt: “Ich bin zwar Atheist, aber bestechen lasse ich mich trotzdem nicht”, oder “Ich bin zwar Atheist aber ich spiele trotzdem nicht,” denn ein Mensch, der Allah nicht fürchtet und der nicht glaubt, dass er einst im Jenseits Rechenschaft über sich ablegen muss, wird solch verwerfliche Dinge tun, wenn die Situation oder die Umstände sich ändern. Jemand der sagt: “Zwar bin ich Atheist aber trotzdem treibe ich keine Unzucht”, könnte gleichwohl Unzucht treiben wenn sich Ort und Gelegenheit dazu ergeben. Oder, jemand der behauptet unbestechlich zu sein und der keine Gottesfurcht empfindet, könnte sagen: “Mein Sohn ist sehr krank und könnte sterben, ich bin dazu gezwungen, mich bestechen zu lassen.” Antireligiöse Zustände legitimieren sogar Diebstahl unter bestimmten Bedingungen. Menschen ohne Religion werden es nicht als verwerflich betrachten, ein Handtuch oder ein dekoratives Accessoire aus einem Hotel oder einer dem Gemeinwesen dienenden öffentlichen Einrichtung mitzunehmen, nach ihrem Selbstverständnis handelt es sich hier nicht um Diebstahl. Ein religiöser Mensch hingegen wird sich nicht derart unmoralisch verhalten, denn er fürchtet Allah, und er vergisst niemals, dass Allah alle seine Absichten und Gedanken kennt. Er wird aufrichtig handeln und keine Sünde begehen.


Ein Mensch der den Weg der Religion verlassen hat, mag sagen, “Ich bin zwar Atheist, aber ich kann vergeben. Ich habe keine Rachegefühle oder Hass,” aber eines Tages könnte er durch irgendein Ereignis seine Selbstbeherrschung verlieren, und er könnte sich völlig unerwartet verhalten. Er könnte versuchen, jemanden umzubringen oder zu verletzen, denn seine Moralauffassung wird sich je nach Umgebung und Situation in der er lebt, ändern.
Ein Mensch aber, der an Allah und an das Jenseits glaubt, wird niemals von der richtigen Moral abweichen, gleichgültig, wie Situation und Umgebung auch sein mögen. Eines solchen Menschen Moral ist nicht beliebig, sondern unverrückbar. Allah bezieht sich auf die überlegene Moral religiöser Menschen in folgendem Vers:

Jene, die ihr Versprechen gegenüber Allah halten und ihre Verpflichtungen nicht brechen. Und die verbinden, was Allah zu verbinden geboten hat, und die ihren Herrn fürchten und Furcht vor einer schlimmen Abrechnung haben. Und die im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn standhaft bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was Er ihnen beschert, im Verborgenen und öffentlich spenden, und die das Böse mit Gutem abwehren, für diese ist Belohnung nach dem Diesseits bestimmt. (Sure 13:20-22 – ar-Ra’d) (Harunyahya)

Siehe auch:

Das Blutige Bündnis:(Atheismus) Darwinismus und Kommunismus

Die tatsächliche Gefahr: Der unkontrollierbare Atheismus

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4 Antworten to “Atheismus: Wie kann es Moral geben ohne Religion?”

  1. Marion said

    Hallo Muslimwelt,

    du sagst, die Moralauffassung eines Atheisten könne sich je nach Umgebung und Situation, in der er lebt, ändern. Da stimme ich dir zu. Ich habe in meinem bisherigen Leben als Atheistin allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich der größte Teil meiner moralischen Regeln nicht geändert hat. Was mir meine Eltern an moralischen Regeln vermittelt haben, sitzt offenbar sehr tief, so dass ich, wenn ich dagegen handeln würde, sofort Schuldgefühle bekommen würde. Bei denjenigen moralischen Regeln, von denen mich andere Menschen (durch Texte, die sie geschrieben haben, oder Gespräche) oder bestimmte Erfahrungen überzeugt haben, ist es so, dass ich, wenn ich mich einmal für sie entschieden habe, auch dabei bleibe.

    Beste Grüße,
    Marion

  2. muslimwelt said

    Hallo Marion,
    es könnte für dich sehr interessant sein…

    Beweise für die Existenz Gottes von Dr. Zakir Naik

    MFG
    Muslimwelt

  3. MerMax said

    Hallo Muslimwelt.

    Ich finde dein Vorwurf Atheisten haetten keine Moral oder sie wuerden sich nicht an ihre Moral halten einfach bloedsinnig.
    Ich kenne mich nicht so mit dem Islam aus deswegen will ich nicht ueber ihn schimpfen, aber ich denke doch dass man in jeder Religion einige Moralansaezte findet die aeusserst verwerflich sind, ist es nun gut an diesen verbissen festzuhalten?

    Nehmen wir mal im Christentum die Aechtung der homosexuellen und mehr oder weniger „Unterdrueckung“ der Frauen, ist solch eine Moral den gut und ist es gut an ihr festzuhalten, oder sollte man sich vielleicht ein neues Bild machen koennen?

    Du wirfst den Ahteisten vor nur zu ihrem eigenen Vorteil zu handeln, in all deinen „Ich bin zwar Atheist, aber…“ hoert man schon dass du kein sehr schoenes Bild von ihnen hast, aber dass stimmt ueberhaupt nicht.
    Ich gehe jz wiedereinmal vom Christentum aus um Atheisten zu verteidigen: die Vorsaetzte Freiheit, Gleichheit usw wurde anfangs von der Kirche verurteil und es waren Ideen von Religionskritikern und/oder Atheisten, denn in allen grossen Fragen ihrer Zeit hat die Kirche versagt.

    Zu guter letzt will ich dir noch etwas sagen:
    Es ist wissenschaftlich erwiesen(ich weiss das kling jz vl bloed) dass jeder Mensch bereits von Geburt an zwischen Gut und Boese unterscheiden kann und eine Moral besitzt, dazu braucht es keine Religion.
    Und ich denke Glaeubige koennen genauso leicht ihre Glaubensansaezte vergessen wie Ahteisten, wie sonst erklaert man sich Verbrechen die von Muslimen begangen wurden? Dies ist meiner Meinung keine Frage des Glaubens oder der Ethnie, das boese steckt nun mal in uns Menschen und kommt von Zeit zu Zeit hervor.

  4. Jan said

    Ich bin Atheist, ich lasse mich nicht bestechen.
    Ich bin Atheist, ich spiele nicht.
    Ich Atheist, ich treibe ich keine Unzucht.
    Ich bin Atheist, ich kann vergeben.

    Hier braucht man kein „zwar“, „aber“ und „trotzdem“, denn das sind Worte, die ein Gläubiger dem Atheisten in den Mund legt.

    Ist es moralisch, etwas nur deshalb zu tun oder nicht zu tun, weil im Jenseits eine Belohnung oder eine Strafe wartet? Ist das nicht blanker Opportunismus? Eine gute Tat sollte begannen werden, weil sie gut ist, und nicht deshalb, weil man hinterher belohnt wird. Ich halte diese Sicht für besonders unmoralisch!

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