Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Wissen besitzt im Islam eine hohe Bedeutung

Posted by muslimwelt - Februar 16, 2008

Bismi Allahi Arahmani Arahim

Der Mensch wird am Tag der Auferstehung für seine Taten, d.h. Aussagen wie Handlungen, zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Gläubige ist verpflichtet, die religiösen Handlungen zu verrichten und sich und andere vor Sünden zu schützen bzw. diese zu vermeiden!

Dieses grundlegene Prinzip, für sich selbst wie auch für Mitmenschen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, beschreibt den wertvollen Charakter, mit dem ein Muslim beschrieben werden kann und den er zu erreichen bestrebt ist.

Menschen machen Fehler, auch Gläubige, und teilweise sehr schwerwiegende.
Das Ziel einer einwandfreien Lebensführung erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Engagement und Leistung.
Vielseitige Widerstände, die das Leben immer wieder bereithält, erschweren den Weg, dieses zu erreichen.

Notwendige Grundlage, um im islamischen Sinne richtig zu handeln, ist daher das Wissen über die Regeln und Urteile damit fängt die Arbeit an!

Aus eurer Mitte soll eine Gemeinschaft (von Wissenden) entstehen, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet…
(‚Ali ^Imran, 104)

Der Quraninterpret Abu Hayyan Al-Andalusi (verst. 754 d.H.) schreibt in seinem Werk
„An-Nahru-l-Mad“ hinsichtlich dieses Verses:

Mit der Gemeinschaft sind jene angesprochen, die fähig sind, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten, nämlich diejenigen, die Wissen über das Rechte und das Verwerfliche besitzen.

Wie soll der Unwissende hier angesprochen sein oder dies auch nur in Angriff nehmen können?
Womöglich gebietet er das Verwerfliche und verbietet das Rechte.

Ibn Rislan schreibt in seinem bekannten Werk „Matnu-z-Zubad“:

…und bei jedem der unwissend handelt sind die Handlungen unvollständig und zurückzuweisen.

Wissen ist daher eine Voraussetzung für richtige und sichere Ausführung von Handlungen und Aussagen!

Der Gesandte, der Frieden und Segen Allahs seien mit ihm, sah einem Beduinen beim Gebet zu.

Nachdem jener das Gebet verrichtet hatte, wandte er sich dem Gesandten zu und grüßte ihn;
dieser erwiderte den Gruß und fügte hinzu:
Bete, denn du hast nicht gebetet!

Der Beduine befolgte die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein zweites Mal:
Bete, denn du hast nicht gebetet!

Der Beduine befolgte wiederum die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein drittes Mal:
Bete, denn du hast nicht gebetet!

Der Beduine sagte: Ich schwöre bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat, dass ich es nur auf diese Weise vermag.

Daraufhin wandte sich der Gesandte zu seinen Gefährten und sprach:

Leitet euren Bruder recht! (d.h.: Lehrt ihn, richtig zu beten!)

(überliefert von Al-Bukhari in seinem Sahih)

Dieser Vorfall ist ein Hinweis dafür, dass Handlungen nach ihren Vorschriften vollzogen werden müssen und diese zu erlernen sind.

Aus dem Lernen resultiert die Fähigkeit zwischen dem Richtigen und dem Falschen, dem Guten und dem Schlechten usw. unterscheiden zu können.

Der hohe Stellenwert des Wissens wird auch durch folgende Aussage des Gesandten deutlich:

Oh, Abu Dharr, wenn Du einen Vers aus dem Qur’an lernst, ist die Belohnung für Dich größer, als wenn Du 100 Gebetseinheiten (Ruk^a) von den freiwilligen Gebeten verrichtest;
und wenn Du ein Kapitel (Bab) des islamischen Wissens lernst, so ist es besser für Dich, als 1000 Gebetseinheiten (Ruk^a) von den freiwilligen Gebeten.

(von Ibn Majah überliefert)

Zainu-l-^Abidin erhielt den Beinamen As-Sajjad, der sich häufig Niederwerfende, da er am Tag 1000 Gebetseinheiten freiwillig, in Demut und korrekter Ausführung zu beten pflegte.

…und wer macht dies heutzutage?

Beispielsweise das Kapitel über die Teilwaschung (Al-Wudu‘) und ihre Bestandteile lässt sich in 30-45 Minuten erlernen –
siehst Du, wie leicht der Weg ist, Gutes für sich vorauszuschicken!

Ali Ibn Abi Talib, der vierte Khalif und meistwissende unter den Gefährten des Gesandten, hatte einen besonderen Schüler, Kamil Ibn Ziad, den er mit zu einer Grabstätte nahm.
Er holte dort tief Luft, um ihm viele Ratschläge zu geben, darunter folgenden:

Das religiöse Wissen ist besser als das Geld!
Das Wissen bewacht dich, wohingegen du das Geld bewachst!


Das religiöse Wissen besitzt also einen höheren Stellenwert als das weltliche Wissen!

Aufgrund verschiedener Umstände ist bei vielen Gläubigen der Alltag eher durch weltliche Dinge geprägt.

Fange damit an, einen Teil des Aufwandes, den Du in jene weltliche Angelegenheiten steckst, durch das Erlernen des religiösen Wissens zu ersetzen.

Entwickle daraus dann eine Handlungsweise, die Dich einem islamischen Alltag näher bringt, und mache es Dir zur Gewohnheit, das Wohlgefallen von Allah erlangen zu wollen.

Dies stärkt und festigt Deinen Iman.

Danach fallen Dir die Pflichten und freiwilligen Taten leichter.

Und dieses stärkt dann wiederum Deinen Iman, Insha’Allah!

Wir bitten Allah ta^ala unseren Iman zu vervollkommnen und uns die Kraft zu geben,
das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Amin!
(al-islam.de)

Eine Antwort to “Wissen besitzt im Islam eine hohe Bedeutung”

  1. talib said

    selamun aleykum
    bruder, dieser artikel gefällt mir sehr gut. den er richtet das augenmerk auf das wesentliche. wärend viele muslime, neidisch auf den westen blicken, und sich demütigen lassen, das wir angeblich keine autos bauen können, verlieren wir viele brüder und schwestern, die dadurch in die irre gehen. ich muss oft hören, von meinen muslimischen glaubensbrüdern, muslime seien dumm. wahrlich, wie weit sind sie in die irre gegangen. was will euch ein auto nutzen, wen ihr damit in die hölle fahren werdet?

    möge allah unser aller wissen mehren, auf das wir rechtgeleutet werden, das richtige vom falschen zu unterscheiden.

    möge allah dich reichlich belohnen für deine arbeit hier.

    allahu akbaaaaaaaaarrrr!!!!

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