Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Österreichs heuchlerische Innenpolitik

Posted by muslimwelt - Januar 25, 2008

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Es war wieder einmal so weit. Pünktlich zu Jahresbeginn wird das Feuer unter den Füßen der Muslime wieder einmal so richtig angeheizt. Wir berichteten in der letzten Analyse über eine deutlich schärfer werdende Islamhetze unter deutschen Politikern, sowie der Medien. Doch dieses Mal kommen die Hasstiraden vom Nachbarn Deutschlands. Am Sonntag, dem 13.01.2008, nahmen die Wahlkampfparolen der österreichischen Freiheitspartei (FPÖ) eine dem Islam verächtete Gestalt an. Hier ist der wichtigste Auszug der Hasspredigt, die von der grazer FPÖ-Politikerin Dr. Susanne Winter gehalten wurde, wiedergegeben:

Ist denn alles das, was heutzutage eine Religion genannt wird auch wirklich eine Religion? Schauen wir uns doch nur den Propheten Mohammed an. Er ist wohl eher als Feldherr zu bezeichnen. 66 Kriege 27 hat er selbst davon angeführt. Den Koran hat er im Rahmen von epileptischen Anfällen geschrieben. Und etwas, dass mich als Frau besonders empört und das ich immer wieder aufzeige und sage: Er als 50 Jähriger hat ein sechsjähriges Mädchen geheiratet. Im heutigen System ist dieser Mohammed ein Kinderschänder.

Einen Tag darauf setzte die drittklassige Politikerin noch einen drauf und wollte uns wissen lassen, dass die Kinderschändung bei muslimischen Männern weit verbreitet sei. Weiterhin fand sie heraus, dass das Land von einer „Einwanderungstsunami“ bedroht sei.

Eins nach dem anderen. Wir wollen zuerst einmal festhalten, dass keines dieser Verleumdungen gegen unseren Propheten, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, auch nur ansatzweise der Wahrheit entsprechen. Vielmehr spiegelt es das wieder, wofür die österreichische Politikerin steht und kämpft. Kinderschändungen und Vergewaltigungen gehören mehr oder weniger zum Alltag europäischer und westlicher Staaten. Eine weitere Beschäftigung, welche die beiden oben genannten schon in naher Zukunft von den oberen Ränken verdrängen wird, ist das Ermorden von Säuglingen. Dies beweisen uns zahlreiche Berichte der vergangenen Wochen. Auch der Vorwurf des “Feldherres”, der den Islam als eine gewaltbereite und hasserfüllte Religion darstellen soll, lässt sich merkwürdigerweise in der Außenpolitik Europas viel besser beobachten als in der islamischen Welt. Militärausgaben in Milliardenhöhen und Bombadierungen von Dörfern mit Hilfe von „Aufklärungsflugzeugen“ zeugen nicht gerade von pazifistischem Gedankengut unter den europäischen Staatsführern.

Im Großen und Ganzen enthält diese Rede nichts neues. Uns Muslimen sollte diese Art von Propaganda durch den Spiegel, Henryk M. Broder, der Papstrede und den dänischen Mohammedkarikaturen längst bekannt sein. Als ebenbürtige Propagandamaschinerie ist das Gespenst der “politischen Korrektheit” seit einiger Zeit hinzugetreten. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass hierbei ein neues Phänomen in der schon seit Jahren betriebenen Hetze gegen den Islam und den Muslimen zu erkennen ist. Bisher ließen die Politiker die Hetze den Medien, allen voran den Boulevardzeitschriften, überlassen, um sich dadurch selbst von jeglichen Rassismus- und Islamophobievorwürfen fern zu halten. Doch seit einiger Zeit haben die Aktivitäten der Politiker in Sachen Anstacheln und Aufhetzen gegen Muslime enorm zu genommen. Entscheidende Faktoren für diese Entwicklung dürften die bevorstehenden Wahlen in den jeweiligen Ländern sein und der Versuch, einen Übergang für eine noch heftigere Islamhetze einzuleiten. Vorraussetzung für das Letztere ist die Hilfe aus der Politik.

Einen Schritt weiter ging dann schließlich die Frau Doktorin von der FPÖ. Mit lautstarker Stimme und entschlossenem Auftreten versuchte Frau Winter mit ihrer schlecht recherchierten Rede über den besten und edelsten Menschen Auskunft zu geben. Dass Kinderschändungen und ähnliche Unmenschlichkeiten aus genau dieser Gesellschaft, aus der Frau Winter stammt, ihren Ursprung haben, lässt die Rede der Frau Doktorin noch schlechter aussehen, als die Rednerin selbst.

Kommen wir doch nun zur eigentlichen Schande. Billige hasserfüllte Reden sind nichts Neues. Viel beschämender ist die Tatsache, dass eine solche rassistische und antiislamische Partei wie die FPÖ einen zum Teil starken Rückhalt in der Bevölkerung Österreichs genießt. Sie gehört zur drittstärksten Partei und regierte sogar im Jahr 2000 in einer Koalition mit der ÖVP das Land. Und genau hier wird die Heuchelei der österreichischen Innenpolitik deutlich. Kurz nach der Rede der FPÖ-Politikerin distanzierten sich die meisten führenden Politiker des Landes von der Rede der Frau Winter. Jedoch sollte sich der Gutmensch einmal die Frage stellen, weshalb man mit genau dieser Partei eine Koalition einging und sie immer noch toleriert. Denn die Linie der FPÖ hat sich nicht von heute auf morgen auf die rechte Schiene bewegt.

All dies hat uns wieder einmal die unendliche Richtigkeit der Meinungsfreiheit vor Augen geführt. Erstaunlich ist auch der Definitionswandel bestimmer Begriffe, die sich nur noch im Zusammenhang mit Islamhetze erklären lassen. Bestes Beispiel hierfür ist der Begriff der Meinungsfreiheit, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn gegen Muslime gehetzt wird. Das ganze Theater sollte also nur als Mittel dienen, die Muslime von der Überlegenheit der westlichen Zivilisation und ihrer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zu überzeugen. Ein weiterer Kapitel im Kampf gegen den Islam, nämlich der Übergang der Islamhetze auf die Politik, dürfte damit überstanden sein. (Muslimrecht)

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3 Antworten to “Österreichs heuchlerische Innenpolitik”

  1. xxxx said

    Das alles gab es schon seit es die Erde und die Religionen gibt. Die Menschen wollen ihren Herrn nicht dienen und versuchen es mit ihren mündern zu ändern, fälschen und runter zu kriegen um ihre gelüste, freiheit, schändlichkeiten und dem teufel zu folgen. Doch erreichen werden sie es niemals im gegenteil Menschen mit verstand werden dadurch wach gerüttelt und suchen zuflucht bei ihrem Herrn vor diesen menschen.
    Die religion der Islam wird seinen weg gehen und so Allah will viele menschen in seine barmherzigkeit aufnehmen. amin

  2. Nicole said

    Guten tag
    Ich finge ja interesant was alles in einer Religion erlaubt ist. Ich zweifle nich an dem glauben ich zweifle daran das es wirklich in ordnung ist als älterer Mann eine jüngere Frau zu heiraten.. ich sage nichts gegen die freiwillige Basis. Wenn die Frau will bitte sehr!

    Ich will damit sagen das Religion zwar gut und schön aber nicht das einzige ist was im Leben zählt!

    Und um anschuldigungen vorzubeigen: Ich bin zwar weder muslime noch eine andere dieser Religionen.. aber ich habe auch so einiges gegen die Bibel.. und ich bin eng mit einigen Muslimen und anderen „Ausländern“ befreundet.
    Das ist meine meinung und darüber wissen meine Freunde bescheid.

    Um damit kalrzustellen das ich keineswegs etwas gegen „ausländer“ habe.

    Und iumk allgemeinen: Wir Österreicher sind auch nicht wirklich stolz auf das was die gnädige (=dähmliche‘) Fra Winter da von sich gegeben hat aber Hergott nochmal das ist ihre Meinung!

    Freie Meinungsäußerung!!
    Für alle, für jeden.. selbst wenn es noch so paradox ist!

    Himmel Hergott nochmal

  3. ulrich B. said

    Hmm… Ich habe von der FPö schon nix gehalten, als der Jörg Haider da noch der grosse Zampano war.

    Das mit der Kinderschändung durch Mohammed, denke ich, ist eine Verunglimpfung der historischen Persönlichkeit.
    Davon mal abesehen : früher wurde eh oft Jünger geheiratet als heute, und es gab ( in wohlgemerkt alen Religionen / gesellschaften) Hochzeiten zwischen Personen , die im Alter sehr stark differierten.
    Kinderschändung, Kindermord,Vergewaltigung, jedoch gab und gibt es in jeder Gesellschaft, denn es gibt in jeder Gesellschaft gestörte menschen. Es gitb bis dato keine perfekte , fehlerfreie Gesellschaft, und daher gibt es auch solche (Un)menschen.
    Je offener jedoch eine Gesellschaft mit diesem Thema umgeht ( in Bezug auf Aufklärung etc.) desto schneller und effizienter kann gegen diese Personenkreise vorgegangen werden.

    Political correctness jedoch ist nicht der Versuch, antislamische propaganda aus der Politik herauszuhalten, sondern einen Weg des Verständnisses und der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz zu beschreiten, wo jede Religion/Nationalität/Geschlechtszugehörigkeit/Hautfarbe respektiert wird.

    Das das ein schwieriger Weg voller Stolperfallen ist macht es nicht leichter ihn zu gehen.

    Aber wer tolerant, respektvoll und mit Würde seinen Gegenüber behandelt, ist zumindest auf dem richtigen WEg

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