Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

DIE AQIDAH

Posted by muslimwelt - Januar 23, 2008

quran22.jpgNach dem Hadith, welcher von Awf Ibn-i Malik (Radiyallahu Anh) überliefert wurde, hat Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) Folgendes gesagt:

„Ich schwöre bei Allah, in dessen Hand meine Seele ist, dass meine Umma sich wahrlich in 73 Gruppen spalten wird. Eine ist im Dschennet, die anderen aber im Feuer.“

Darauf wurde gefragt: „Ya Rasulallah! Wer sind die, die im Dschennet sind? “ und Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) gab als Antwort: „(Ehlu Sunna we’l) Dschemaat
(Ibn-i Mace, Fiten: 17, No:3992 2/1322 Ebu Davud, Sunna: 1 No: 4596 2/608 Ahmed ibni Hanbel, Müsned No: 8404 3/229)

Autor:
Ahmed Mahmud ÜNLÜ
(Cübbeli Ahmed Hoca)

Übersetzer:
Ahlu Sunnah Schura
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Führe uns den geraden Weg.
Den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast,
nicht (den Weg) derer,
die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht
(den Weg) der Irregehenden.
(Sure Fatiha 6-7)

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Und dies ist mein gerader Weg. So folgt ihm; und folgt nicht dem (anderen) Weg, damit sie euch nicht weitab von Seinem Weg führen. Das ist es, was Er euch gebietet, auf das ihr gottesfürchtig sein möget.
(Sure En’am:153)
Der Autor sagt:
Der Glaube, welcher in diesem Buch erklärt wird, für den wir im fünfmaligem Gebet in jeder Ruku bitten, welcher uns befohlen ist, der Siratul Mustakim, ist der schnurgerade Weg der Ehlu Sunna we’l Dschemaat und ihrer Ansichten.

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Vorwort

Ohne Zweifel ist das Wichtigste für den Menschen, wenn er geboren wird, als erstes den Iman in die Hände zu bekommen. Der Friede im Diesseits und im Jenseits ist abhängig davon, mit diesem Iman[1] zu leben und zu sterben.

Auch wenn es beim fehlerhaften Praktizieren der Taten Vergebung gibt, so gibt es aber für die Fehler und Abweichungen in der Itikat[2] keine Vergebung. Es ist gewiss, dass Allah demjenigen vergibt, wem er will, wenn er eine Sünde begeht, aber dass demjenigen, der mit dem Schirk [3]stirbt, nicht vergeben wird, dass er das Dschennet[4] niemals sehen wird und niemals vom Dschehennem[5] befreit wird, ist gewiss.

Wenn das so ist, muss jeder, der die ewige Freiheit sucht, sich erst mit seinem eigenen Iman befassen und sich einen aneignen, welcher felsenfest ist und der ihm vor Allah sauber stehen lassen wird.

Nun aber gibt es auch noch das, dass nicht jedem, der sagt: „Ich glaube“, sein Glaube bei Allah akzeptiert ist.

Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) hat mehrere Male erwähnt, dass seine Umma sich in 73 Gruppen spalten wird und 72 in der Irre sein werden und nur eine einzige, welche die Ehli Sunna we’l Dschemaat ist, die Errettung erlangen werden.

Da seht ihr, dass dieses Buch euch den Glauben dieser Firka-i Nadschiye (die errettete Gruppe) erklärt, wie sie an was glauben und an was man glauben muss um dieser Dschemaat anzugehören. Es wird euch im Einzelnen erklärt werden.

Wer die Sachen in diesem Buch nicht weiß und praktiziert, dann wird er, egal wie hoch seine Stellung, sein Verstand und Gehirn ist, sich nicht im Jenseits retten können, das ist gar unmöglich.

Wenn das so ist, dann lasst uns an dem Seil von Allah und seinem Gesandten festhalten.
Seien wir standhaft in dem Glauben, der von uns verlangt wird und lasst uns den Menschen, die von dieser Barmherzigkeit fern sind, dieses Buch so schnell wie möglich zukommen lassen. Vielleicht wird er deswegen den Segen erlangen, mit dem Glauben der Ehlu Sunna we’l Dschemaat zu sterben und von der ewigen Strafe befreit zu werden.

Das Wissen in unserem Buch dem Volk nahe zu bringen, ist eines der wichtigsten Angelegenheiten in unseren heutigen Tagen.

Denn die Menschen sind irregeleitet und wissen nicht, von was sie wie überzeugt sein sollen. So ist für diese Menschen, der größte Segen, den man ihnen tun kann, ihnen dieses Buch ihnen nahe zu bringen
Auch wenn schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben wurden, so sind sie meist zu kurz und undetailliert und andere wiederum sprachlich zu schwer und auch zu lang gehalten, weswegen manche keinen Nutzen davon haben.

Aber dieses Buch hat eine Qualität, die jeden anspricht und auch überreden kann.

Was wir uns von Allahu Teala wünschen, ist, dass Er dieses Buch, welches den Menschen zu einem schönen Tod finden lassen soll, als Grund macht, dass es uns auch zu einem schönen Tod führt.

Ohne Zweifel ist Er es, der die Gebete wahrlich erhört und Er ist der einzige, der sie erfüllt.

Ahmed Mahmud Ünlü
(Cübbeli Hoca) 1998

I T I K A T
(Glaube)

DIN: Ist ein Gesetz von Seiten Allahu Tealas und erläutert den Menschen, warum sie erschaffen wurden und ihre Ziele und wie man Allahu Teala anbetet.
Der Din führt die Menschen, indem sie das Gute wählen, zu wohltätigen Sachen.
Diese göttlichen Gesetze wurden dem Propheten in Offenbarungen von Allahu Teala gelehrt und von ihnen, den Menschen, beigebracht.

IMAN: Über Allahu Teala und seinen Propheten (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) überzeugt sein.
An „Ahkam’i Ilahiyye“[6] vollkommen zu glauben und auch zu akzeptieren. Von diesen Dingen hängt Iman ab.

ISLAM: Hat die gleichen Voraussetzungen wie Iman. Hinsichtlich diesem ist jeder Mu’min, Muslim; jeder Muslim, Mu’min. Nach dem linguistischen ist Iman, „überzeugt sein“; Islam aber, das Haupt beugen in Ergebenheit. Aber in Hinsicht der Din ist beides gleich.

Die Grundsätze des Iman

(Amentu billahi we melaiketihi we kutubihi we rusulihi welyewmil ahiri we bil kaderi hayrihi we scherrihi minallahi teala welba’su ba’del mewti hakkun Eschedu en la ilahe illallah we Eschedu enne Muhammedn abduhu we resuluhu)

(D i e B e d e u t u n g)

Ich glaube an Allahu Teala, an seine Engel, an seine Bücher, an seine Gesandten, an das Jenseits und dass alles Gute und Schlechte, welches erschaffen wurde von Seiten Allahs kommt.
Es ist wahr, dass wir nach dem Tod wieder auferweckt werden. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass Muhammed sein Gesandter und sein Knecht ist.

Wie man weiß, sind die Grundsätze des Imans sechs.

1-„Amentu Billahi“ GLAUBE AN ALLAH

Natürlich muss man erst Allah kennen, um an ihn zu glauben. Auch wenn die Christen und Juden sagen, dass sie an Allah glauben, erachtet man, wegen ihrer Irrlehre, dass Allah einen Sohn habe und eine Frau habe, ihren Glauben als nicht gültig.

An Allah zu glauben, bedeutet daran zu glauben, dass er: „Existiert“, einer ist, nicht geboren hat, nicht geboren wurde, keinen Sohn hat und keine Frau, niemand ihm gleich ist, er von allen Fehlern weit entfernt ist und alle vollkommenen Eigenschaften ihm gebühren.“ Wir werden dies später weiter erläutern.

Wenn das so ist, muss man über Allah folgenden Glauben haben: „Allahu Tealas Existenz ist eine Pflicht, seine Nichtexistenz ist unvorstellbar und seine Existenz ist aus sich selbst heraus und Er ist von niemanden abhängig. Allahu Teala ist einzig, es gibt niemanden, der an seinem Wesen und an seinen Eigenschaften Teil hat. Allahu Teala hat alle vollkommenen Eigenschaften und ist vollkommen, weit entfernt von allen fehlerhaften Eigenschaften.
Allahu Teala tut, was er will, ohne dass ihn jemand zwingen kann. Ohne Zweifel ist er es, der alles erschaffen hat und in allem, was er tut, ist eine Weisheit und er tut alles perfekt.“

2-„We Melaiketihi“ GLAUBE AN DIE ENGEL

Engel können in verschiedenen Gestalten erscheinen, können schwere Sachen mit der Erlaubnis Allahs vollbringen, sind Geschöpfe aus Licht.

Engel sind fern von einem Geschlecht, von Essen, von Trinken, vom Brechen des Wudu[7], vom Geboren sein und Gebären.
Sie machen Tag und Nacht ohne zu stoppen Allah tesbih[8]. Sie rebellieren nicht gegen Allah, sie tun, was ihnen befohlen wird.
Ein Teil von ihnen hat die Eigenschaft, dass sie vollkommen darin verfallen sind Hakk Teala zu erkennen und von allem fern sind, was sie davon abhält an Ihn zu denken.
Ein Teil von ihnen ist dabei, durch den Befehl ihres Herren, verschiedene Sachen in die Gänge zu leiten. Ein Teil von ihnen ist semawi[9] und andere sind erasi[10] Den Engeln geschlechtlicher Namen zu geben und Bilder von ihnen zu machen ist ein irregeleiteter Glaube, welcher den Menschen zum Kafir machen kann.
Die Engel haben 4 Propheten (Führer). Diese sind Gabriel (Aleyhisselam), welcher damit beauftragt ist den Propheten Offenbarungen zu überbringen und Krieg und Erdbeben zu leiten, Mikail (Aleyhisselam) ist damit beauftragt, die Versorgung zu beobachten, Israfil (Aleyhisselam) kontrolliert die Taten der Knechte, Azrail(Aleyhisselam) ist damit beauftragt die Seelen zu nehmen.
Da die Engel nichts aus sich selbst heraus tun, sondern nur mit dem Willen Allahs, heißt es, dass, wenn man gegen sie spricht oder Feindschaft gegen sie hegt, in Wirklichkeit gegen Allah spricht und Feindschaft gegen Ihn hegt und dies kann deswegen den Menschen vom Glauben abbringen.
Über die Feindschaft der Juden gegen Gabriel(Aleyhisselam) wurde uns in den Ayets 97-98 der Sure Bakara berichtet.

3-„We Kutubihi“ GLAUBE AN DIE BÜCHER

Allahu Teala hat 104 Bücher offenbart, davon vier große Bücher und 100 bestehen aus einzelnen Seiten.
In diesen Büchern stehen die Befehle Allahs und seine Verbote, seine Warnungen und frohe Botschaften und alle sind das Wort Allahs.
Die Aufgabe von unserer Seite ist es daran zu glauben, dass diese Bücher von Allah sind und mit dem Kommen des Quran-i Kerim ihre Gesetze aufgehoben wurden, das Lesen von ihnen nicht mehr wichtig und das Aufschreiben von ihnen ohne Bedeutung ist.
Das göttliche Buch, das uns befohlen wurde zu lesen, ist einzig und allein der Quran-i Hakim und seine Gesetze sind bis zum jüngsten Tag gültig.
Die vier großen Bücher hießen folgendermaßen und wurden an folgende Propheten offenbart:
Die Tewrat (Thora) an Musa (Aleyhisselam)
Die Zebur (Psalter) an Davud (Aleyhisselam)
Das Evangelium (Indschil) an Isa(Aleyhisselam)
Der Quran an Muhammed (Sallallahu Aleyhi ve Sellem)

Es ist wichtig an alle Ayets[11] des Qurans zu glauben. Eine Ayet abzulehnen und an die anderen zu glauben bedeutet, das ganze Buch abzulehnen.
Es ist sicher, dass, wenn man die Gebete, Fasten, Almosen, Waschung Ayets akzeptiert, aber das Abschneiden der Hand des Diebes, den Verbot des Zinses und andere Ayets, in denen solche Sachen befohlen sind, ablehnt, dass man Kafir ist.
Denn das Verbot des Zinses ist in der Sure Bakara Ayet 275 und der Befehl des Handabschneidens des Diebes in der Sure Maide Ayet 38 enthalten.
Die Scheriat abzulehnen, welche „Religion des Islams“ und „Weg Allahs“ heißt, macht einen ebenfalls zum Kafir.
Denn es wurde in der Sure Dschasiye Ayet 18. befohlen und es ist der größte Befehl Allahs an die Umma Muhammeds (Sallallahu Aleyhi ve Sellem).

4-„We Resulihi“ AN DIE PROPHETEN ZU GLAUBEN
An die Propheten zu glauben heißt, daran zu glauben, dass sie: „Knechte Allahs sind, die von ihm geschickt wurden um frohe Botschaft und Warnungen an seine Knechte zu bringen, Sachen offenbart haben, die ihnen in der Religion und auf der Welt nötig sind.“

DIE VORAUSSETZUNGEN, DIE BEI EINEM PROPHETEN GESUCHT WERDEN

1-Männlichkeit
2-Freiheit
3-Wahrhaftigkeit
4-Vertrauenswürdig
5-Gerechtigkeit
6-Teblig (ohne Scham, vor irgendeinem die Wahrheit zu sprechen)
7-Verstand, Intelligenz, Weitsichtigkeit und Objektivität in höchster Form

EIGENSCHAFTEN, DIE BEI EINEM PROPHETEN NICHT SEIN DÜRFEN

1.Dass die Eltern sich mit dem Zina beschmutzt haben
2.Strenge, Grobheit, Härte und andere schlechte Eigenschaften
3.Schamhaftigkeiten, welche die anderen Menschen verabscheuen
4.Im Laufen zu essen oder andere Sachen, die dem Menschen schaden
5.Niedrige Arbeiten zu tun, wie Blut abnehmen
6.Jegliche Taten und Eigenschaften, welche die Umma zum Ablehnung bringen könnte

Es ist zu wissen, dass die Propheten fern waren von jeglichem Küfür oder Lügen, von den großen Sünden oder von den kleinen Sünden, wie das Klauen von Essen, welches die Menschen verabscheuen.
Der erste der Propheten ist Adem (Aleyhisselam) und der letzte Muhammed (Sallallahu Aleyhi ve Sellem)
Zwischen diesen beiden kamen nach Überlieferungen: „124.000“ Propheten, oder „224.000“ Propheten.
Es ist aber besser, zu sagen: „Ich habe an alle Propheten, die von Allah gesandt wurden, geglaubt.“ und keine Zahl anzugeben.
Man muss an alle diese Propheten glauben, einen abzulehnen bedeutet, alle abzulehnen. Es ist auch wichtig an die Ayets zu glauben, welche diese Propheten von Allah bekommen haben.
Genauso ist das Ableugnen der Hadithe von Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem), welche sicher und fest sind, ähnlich dem Ableugnen der Ayets des Qurans und macht den Menschen zu einem Kafir.
Von den Propheten sind 313 Resul und Nebis und die restlichen sind nur Nebis.
Resul: „Eine Person, welche ein neues Buch bekommen hat oder andere Gesetze.“ Ein Nebi aber ist: „Jemand, dem es befohlen wurde, der Scheriat des Propheten zu folgen, welcher vor ihm da war.“

Die Propheten, die mit Namen genannt werden im Quran-i Kerim und über deren Prophetenschaft man sicher weiß, sind an der Zahl 25.

1-Adam (Aleyhisselam)
2-Nuh (Aleyhisselam)
3-Hud (Aleyhisselam)
4-Idris (Aleyhisselam)
5-Salih (Aleyhisselam)
6-Ibrahim (Aleyhisselam)
7-Ismail (Aleyhisselam)
8-Ishak (Aleyhisselam)
9-Yakup (Aleyhisselam)
10-Yusuf (Aleyhisselam)
11-Musa (Aleyhisselam)
12-Harun (Aleyhisselam)
13-Schuayb (Aleyhisselam)
14-Zakariyya (Aleyhisselam)
15-Yahya (Aleyhisselam)
16-Isa (Aleyhisselam)
17-Davud (Aleyhisselam)
18-Süleyman (Aleyhisselam)
19-Ilyas (Aleyhisselam)
20-Elyesa (Aleyhisselam)
21-Zülkifl (Aleyhisselam)
22-Eyyub (Aleyhisselam)
23-Yunus (Aleyhisselam)
24-Lut (Aleyhisselam)
25-Muhammed (Aleyhisselam)
Salavatullahi ala nebiyyina ve aleyhim ecmain

Fünf von den Resuls sind „Ulul-Azm“ und diese sind Nuh, Ibrahim, Musa, Isa und Muhammed Mustafa (Sallallahu Aleyhi ve Sellem)
Der größte von ihnen ist der Herr des Kosmos, unser geliebter Prophet Muhammed Mustafa.

5-„Wel Yewmil Ahiri“ GLAUBE AN DEN JÜNGSTEN TAG

Daran zu glauben, dass man wieder auferweckt wird, nachdem man gestorben ist und man vor Allahu Teala gebracht wird und Er einen zur Rechenschaft zieht, dass jeder Mensch die Gegenleistung dafür kriegen wird, was er getan hat am jüngsten Tag, also den Tag der Rechenschaft zu glauben, ist eine so wichtige Sache, wie der Glaube an Allah.
Leider gibt es heutzutage Menschen, die sich Muslime nennen aber daran zweifeln, dass sie nach dem Tod wieder zum Leben erweckt werden, obwohl das in dem „Amentu“ beinhaltet ist, welches keine Zweifel an sich lässt und so eine der Regeln des Imans ist.
Wie es ja auch, nachdem die 6.Regel genannt wurde, wiederholend durch „Wel baghsul baghdil mewt hakkun“, „Das Wiederauferstehen nach dem Tod ist hakk“, bezeugt wird.
Daraus sehen wir, dass es eine wichtige Angelegenheit ist.

6-„we bil kaderi hayrihi we scherrihi minallahi teala“
DARAN ZU GLAUBEN, DASS ALLES GUTE UND SCHLECHTE VON SEITEN ALLAHS ERSCHAFFEN WURDE UND DER GLAUBE AN VORHERBESTIMMUNG

Die Vorherbestimmung ist eines der Geheimnisse Allahs und darüber viel zu reden und herum zu interpretieren ist nicht erlaubt.
Der Muslim jedoch muss daran glauben, dass alles auf der Welt, vom Anfang bis zum Ende nichts aus Zufall passiert, alles mit dem Wunsch Allahs, mit seiner Schätzung, Seiner Einstellung, Seinem Willen und Seiner Macht geschieht.
So ist es auch, dass man daran glauben muss, dass das Gute und das Schlechte, das Erlaubte und die Sünde von Allah erschaffen wurden.
Nur ist Allah mit dem Guten seines Knechtes zufrieden und mit dem Schlechten unzufrieden.
Wo der Fall so ist, erschafft Allah das Schlechte, welches der Knecht mit seiner Willenskraft anstrebt und verlangt, um ihn zu prüfen.
Mevla Teala jedoch zwingt seine Knechte nicht die Sünde zu tun und ist deswegen nicht daran schuld, was der Mensch tut. Er erschafft die Sünde, weil sein Knecht es verlangt und seine Willenskraft dafür ausnutzt. Die Knechte jedoch müssen Verantwortung für das tragen, was sie getan haben.

Die Itikat Madhabs[12]

Frage: Wieviel Itikat Schulen gibt es?
Antwort: Zwei stück. „Ehlu Sunna,“ und „Ehlu Bidat“.

Frage: Was heißt Ehlu Sunna?
Antwort: Das sind diejenigen, die den Weg gehen, den Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) und seine Gefährten gegangen sind.
In einem Hadith, welcher von Avf ibn Malik (Radiyallahu Anh) überliefert wurde, sagt Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) Folgendes:
„Die Juden haben sich in 71 Teile geteilt. Eine davon ist im Dschennet und die anderen 70 im Feuer. Die Christen haben sich in 72 geteilt. Eine davon ist im Dschennet und die anderen im Feuer. Ich schwöre bei dem, in dessen Hand die Seele Muhammeds ist, sicherlich wird sich meine Umma in 73 teilen. Eine wird im Dschennet sein und die andere im Feuer.

Daraufhin fragten sie: „Ya Rasulallah! Welche sind es, die im Dschennet sind?“ Und er antwortete: „Die (Ehlu Sunna wel) Dschemaat(Ibni Maja, Fiten: 17, Nr.3992, 2/1322 Ebu Dawud, Sunna: 1 Nr.4596 2/608; Ahmed ibn-i Hanbel, Musned Nr.8404, 3/229)

Abdullah ibn-i Amr (Radiyallahu Anh) überliefert, dass Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) Folgendes gesagt hat:
„In naher Zeit wird sich meine Umma in 73 spalten und alle außer einer werden im Feuer sein.“
Und als man fragte: „Welche ist das?“ sagte Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem):„Diejenigen, die auf dem Weg gehen, auf dem ich und meine Gefährten gegangen sind.“ (Ali el-Mutteki, Kenzul Ummal Nr.1060, 1/211)

Frage: Wieviele Abteilungen gibt es in der Ehli Sunna?
Antwort:
Es gibt 3 Abteilungen.
1-Salafiya
2-Maturidiya
3-Aschariya

Frage: Wer sind die Salafiya?

Antwort: Das sind die Faqihs (Fiqh Gelehrten) und Muhaddith (Hadith Gelehrten), welche sich die Madhab der Ashabi Kiram(Gefährten Rasulallahs) und Tabiin (welche die Ashab gesehen haben) zur Madhab genommen haben.
Diese haben, wenn die Namen und Eigenschaften Allahs mit Ayets und Hadithen beschrieben werden, es auf eine Weise beschrieben, wie es zu Allah passt und nicht aus dem Kopf interpretiert.
Zum Beispiel: Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh) überliefert, dass Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) Folgendes gesagt hat:
„Im letzen Drittel der Nacht steigt unser großer und erhabener Herr in den ersten Himmel herab (in einer Form, die von allem fern ist) und sagt: „Wer macht zu mir Dua, damit ich sie akzeptiere! Wer erwünscht etwas von mir, damit ich ihm seinen Wunsch erfülle! Wer will Vergebung von mir, damit ich ihm vergebe!“(Buhari, Teheccud: 14 Nr: 1034 1/384 Muslim, Salatul Musafirin: 24 Nt: 758 1/521 Ebu Dawud, Sunna: 21 Nr. 4733 2/647 Tirmizi, Deavat: 79 Nr: 3498 5/526 Ibni Mace, Ikametus Salat: 182, Nr: 1366 1/435 Darimi, Salat: 168 Nr: 1/1451, 52 1/369 Muvatta, Kuran: Nr: 496 S.130 Ahmed ibni Hanbel Nr: 7626 3/90)

Die Salafiyya Madhab haben dieses: „unser Herr steigt herab“ mit der wahren Bedeutung erklärt und nicht aus dem Kopf interpretiert, indem sie sagten: „Unser Herr steigt so herab, wie wir es nicht kennen und wie es zu ihm passt.“ und haben dies so erklärt, wie es zu Allah passt.[13]
So haben sie auch andere Sachen über Allah, wie Hand, Gesicht, Fuß und solches so erklärt wie oben.

Frage: Wer ist Ebu Mansur-u Maturidi?

Antwort: Imam Ebu Mansur-u Maturidis Name ist Muhammed. Er ist im Jahre 280 nach der Hidschra in einem Dorf neben der Stadt Buhara geboren. Wegen seiner Herkunft aus diesem Dorf nannte man ihn „Maturidi“.
Er hat in der Verteidigung des Glaubens der Ehlu Sunna viele wichtige Bücher geschrieben und um die falschen Richtungen zu widerlegen und sie abzulehnen hat er Beweise gebracht aus dem Verstand und den Überlieferungen. So ist er in Maweraun Nehr einer der Hanefi Imame geworden. So ist die Itikat der meisten Hanefi Madhab Anhänger an Ebu Mansur-u Maturidi gebunden.
Er ist im Jahre 333 nach der Hidschra in Samarkand gestorben. Diesem Fakir (Armen) ist es Nasip geworden, mit unserem Meister Hadschi Mahmud Efendi Hazretleri, sein Grab zu besuchen.

Frage: Wer ist Imam Aschari?
Antwort:
Imam Ascharis Name ist Ali und der Name seines Vaters Ismail. Er ist im Jahre 260 nach der Hidschra in Basra geboren und im Jahre 324 n. H. in Bagdad gestorben.
Er selbst war der Schafi-Madhab angehörig. Alle Angehörigen der Schafi-Madhab und Maliki-Madhab folgen Imam Aschari in der Itikat. Ein Teil der Hanefi und Hanbali folgen ihm ebenfalls.

Frage: Wer sind die Ascharis?
Antwort
: Das sind diejenigen, die Ebul Hasan El-Aschari in der Itikat als Imam genommen haben.

Frage: Wie kann man die Unterschiede zwischen der Aschari und Maturidi Madhab erklären?
Antwort
: In den Fundamenten gibt es bei beiden Madhabs keinen Unterschied. Auch wenn es in manchen Fällen Meinungsverschiedenheiten gibt, so ist trotz allem das Ziel beider Madhabs gleich. Die einen dürfen die anderen nicht ablehnen.

Frage: Wer ist Ehlu Bidat?
Antwort:
Das sind die Gruppen, die nach der Asr-i Saadet aufgetaucht sind und bei welchen manche Glaubensinhalte und Taten nicht mit Scheriat übereinstimmen.
Mit einer anderen Aussage der Ehlu Sunna Gelehrten:
Diejenigen, welche den Salaf Gelehrten(welche Allah kein Aussehen oder mit irgendwas ähnlich gesehen haben), Maturidi und/oder Eschari nicht folgen, sind alle Ehlu Bidat.

Frage: Was sind die fundamentalen Unterscheidungen zwischen Ehlu Sunna und Ehlu Bidat?
Antwort:
Es wird uns möglich sein diese Unterschiede in den folgenden Punkten aufzulisten:
1- Nicht vertraut sein mit der Seele der Ayet und Hadithen und den Fundamenten des Islams.
Die Mutezile, welche sagen, dass derjenige, der Murteki Kebir ist (jemand, der große Sünden hat) weder Mu’min noch Kafir ist, sind von diesem Stamm.
Da in vielen Hadithen und Ayets erklärt und bewiesen ist, dass keine einzige Sünde einen aus der Religion wirft.

2- Indem sie von den fremden Kulturen beeinflusst wurden, die Ayets und Hadithe zu interpretieren, welche weit von der Wahrheit entfernt ist.

Die Abspaltung der Irrgeleiteten Mutezile interpretierte die Ayet:
„Manche Gesichter werden an diesem Tage leuchten und zu ihrem Herrn aufschauen.“ (Sure Qiyama, 22-23)
als, „und werden auf den Befehl ihres Herren warten“. Das ist eine Lüge höchsten Grades und falsche Interpretation, die weit entfernt von der Wahrheit ist.

3-Indem man nicht auf den wahren Stil und ohne auf die Besonderheiten der arabischen Sprache zu schauen, bei den äußeren Bedeutungen der Ayets und Hadithen hängen zu bleibt.

Dass die gleiche Abspaltung die Ayet: „Blicke können ihn nicht erreichen….“(Al-An’am, 103)als: „Die Augen können Allahu Teala nicht sehen“ interpretiert haben, kommt davon, weil sie die Besonderheiten der Arabischen Sprache nicht beachtet haben.
Denn das „Erreichen“ hat die Bedeutung, nicht zu verstehen. Hier wurde gemeint, dass die Augen Allahu Teala sein Wesen nicht ertragen können, ihn nicht erfassen können, nicht verstehen können, dass das Auge ihn nicht einnehmen kann.
Aber es wurde nirgends das Sehen ohne Form, Beispiel und Erfassen geleugnet. Das Gegenteil sogar, viele Hadithen und Ayet beweisen dies.
4- Bei der Interpretation der Ayets und Hadithen, den eigenen Verstand und die eigene Ansicht über die eigentliche Bedeutung der Ayets und Hadithen zu stellen.

Ibni Taymiyya und seine irrgeleiteten Anhänger haben die Ayet:
„Rahman hat auf dem Thron Istiwa[14] gemacht.“(Sura Taha; 5)
als: „Der Rahman hat sich auf den Thron gesetzt“ erklärt oder das in verschiedenen Hadithen vorkommende:
„Allahu Tealas Nuzul[15]“ mit dem Herabsteigen und Sitzen, wie wir es kennen, erklärt haben, kommt daher, dass sie die eigentliche Bedeutung nicht verstanden haben. (Kewseri, Mekalat, Fitnetul Mudschessima, S.397)

Denn das, was hier der eigentliche Wunsch zu erklären ist, ist, dass Allahu Teala mit einem Istiwa, welches zu ihm passt, über den Thron herrscht.
Denn das Sitzen, Aufstehen, Herabsteigen und Heraufsteigen sind Sachen, die für die später Erschaffenen bestimmt sind und wurde mit der Ayet:
„Nichts ist Ihm(Allahu Teala) gleich“ (Sure Schura: 11)
von Allahu Teala fern gehalten.

Genauso passt auch das, was manche heute machen, nicht zur Ansicht der Ehlu Sunna.
Dazu gehören z.B die Hadithe von Dedschal und Mehdi mit ihrem eigenen Verständnis zu erläutern und Leute als Mehdi oder Dedschal zu bezeichnen, die rein gar nichts mit Mehdi und Dedschal zu tun haben.

Ja! Es wurde in den Hadithen gesagt, dass einige Gelehrte kommen werden, welche Vorgänger Mehdis sein werden und die man auch als Mehdi bezeichnen kann und das einige Vorbereiter Dedschals kommen werden, die man ebenfalls auch Dedschal nennen kann.
Jedoch wird der wahre Mehdi in einer Zeit kommen, die zum Qiyamat nah ist und dass er mit dem wahren Dedschal kämpfen wird, dass Isa (Aleyhisselam) ihm helfen wird, indem er vom Himmel herabsteigt. Das sind Geschehnisse, die einen zum Kafir machen können bei der Ableugnung, da sie mit Mutawatir Hadithen unterlegt wurden. Wir haben das in unserem Risale Namens „Nuzuli Mesih“ (Nr.5) erläutert.

Für diese irrgeleiteten ist Mehdi schon gekommen und Dedschal auch schon und sind sogar schon gestorben, aber weder Isa (Aleyhisselam) ist herabgestiegen, noch ist der Weltuntergang eingetroffen.
5- Die ersten Generationen des Islams, welche den Islam mit allen Seiten an die nächsten Generationen überbracht haben, gegenüber der Ashabi Kiram (Radiyallahu Anhum) keine gute Absicht zu haben.
Ihren Taten und Verständnissen, am meisten jedoch ihren Überlieferungen, keinen Wert beimessen, ihre eigenen Interpretationen über sie zu halten.
Die Abspaltung der Schiiten, welche Hz. Ebu Bekir, Hz. Omar, Hz. Osman(Radiyallahu Ahnhum) nicht lieben und alle 10.000 Gefährten, die auf der Seite Hz.Muawiyes gekämpft haben, als Kafir bezeichnen und deswegen ihre Überlieferungen für die Din nicht akzeptieren, ist das beste Beispiel dafür.
Wiederum zeigt auch, dass sie ihren eigenen Interpretationen folgen und höher als die der Gefährten sehen, die Tatsache, dass sie Mut’a Nikah[16] und das Mest[17]auf nacktem Fuß akzeptieren.
6- Unserem Propheten (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) gegenüber seiner Kawli[18], Fiili[19] und Takriri[20] Sunna eine Haltung zu haben, als wäre sie unwichtig und nichts wert.
Heutzutage sehen wir, dass viele die wichtigen Sunnas von Rasulallah, (Sallallahu Aleyhi ve Sellem)die er befohlen hat und angewandt hat, ablehnen und noch viele andere Sunnas auf die leichte Schulter nehmen und auch ablehnen.

7- Das Ablehnen von Hadithen, die dem islamischen und quranischen Fundament entsprechend sind. Sie lehnen sie ab, erklären sie nicht als Sahih[21] sondern als Mawdu[22], weil es in ihre eigene Interpretation nicht passt und in ihre eigene Ansicht.
Das sieht man auch bei der Schiitischen Madhab, welche die Hadithe, die über die Tugend von Hz.Ebu Bekir und Hz.Omar (Radiyallahu Anhuma) erzählen, ablehnen.

8- Um ihre eigene Madhab zu rechtfertigen viele Hadithe zu erfinden und ihnen auch noch zu folgen.
Zum Beispiel haben die Schiiten viele Hadithe gefälscht, die darüber aussagen, dass Hz.Ali vor Hz.Ebu Bekir als Kalif hätte kommen sollen.
Aliyyul Kari (Rahimehullah) hat überliefert, dass die Schiiten 300.000 Hadithe über die Tugend der Ehli Beyt gefälscht haben.
9- Sich von den religiösen Ansichten der Dschumhuru Muslimin[23], die auf der Ashabi Kiram beruht, zu trennen und in dem Zustand der Minderheit die anderen Gruppen als Kafir zu beschimpfen.
So ist die Abspaltung der Wahabiten in diesen Abgrund gefallen, da sie die Schilderer der Ehlu Sunna, wie Maturidi und Aschari und deren Anhänger als Kafir bezeichnet haben.

Unsere Itikat über die Eigenschaften und dem Dhat
Allahu Tealas

Frage: Wie muss der Glaube eines Muslims an Allahu Teala sein?
Antwort:
Er muss daran glauben, dass Allahu Teala mit seinen Eigenschaften und seinem Wesen einer ist.

Frage: Was bedeutet es, dass Allahu Teala mit seinen Eigenschaften und seinem Wesen einer ist?
Antwort:
Dass es niemanden gibt, der Teil an seinen Eigenschaften und an seinem Wesen hat und dass ihm nichts und niemand ähnelt. (Fiqhul Akbar)

Frage: In wie viele Teile spalten sich die Eigenschaften Allahs?
Antwort:
Es wird auf drei geteilt: Tensihi (Selbi), Subuti und Fiili.

Frage: Was ist die Bedeutung von den Tensihi Eigenschaften?
Antwort:
Das sind die Eigenschaften, die das Gegenteil davon besagen, was man Allahu Teala nicht zuschreiben darf.

Frage: Was sind die Tensihi Eigenschaften?
Antwort:
Die Tensihi Eigenschaften sind 6;
1-Wudschud
2-Kidem
3-Beka
4-Wahdaniyet
5-Muhalefetun Lil Hawadis
6-Kiyam bi nefsihi

Frage: Was ist Wudschud?
Antwort:
Unmöglichkeit der Nichtexistenz. In manchen Itikat Büchern wird die Eigenschaft Wudschud nicht zu den Tensihi Eigenschaften gezählt, sondern zu den „Sifati Nefsiyye“ (Muwazzah ilm-i Kelam, Osmanisch S.118)

Frage: Was ist Kidem?
Antwort:
Kein Anfang der Existenz

Frage: Was ist Beka?
Antwort
: Kein Ende der Existenz

Frage: Was ist Wahdaniyet?
Antwort
: Keinen Teilhaber haben

Frage: Was ist Muhalefetun Lil Hawadis
Antwort:
In keiner Weise dem Erschaffenen ähnlich zu sein

Frage: Was ist Kiyam bi nefsihi?
Antwort:
Unabhängige Existenz von allem

Wie gesehen wurde, wurden mit diesen Eigenschaften die Sachen, die gegen die
Göttlichkeit sprechen:
1-Nicht existieren
2-Anfang der Existenz
3-Ende der Existenz
4-Teilhaber haben
5-Ähnlich der Schöpfung sein
6-Abhängige Existenz hiermit abgelehnt. Aus diesen Gründen wurden diese Selbi Eigenschaften genannt.
Auch ist es so, dass sich die Selbi Eigenschaften vermehrten, als sich die Wissenschaft des Kelams entwickelte.
So ist es, dass in unserem Buch „Akaid-i Nesefi“ folgende Eigenschaften noch zu den Selbi Eigenschaften gezählt wurden:

Allahu Teala ist fern und unabhängig von den folgenden aufgezählten Punkten:

1-Symptom (Eine Sache, die von einer Materie abhängig ist und alleine nicht existieren kann, wie Bewegungen und Farben.),
2- Körper, Gegenstand (Platz einnehmend, breite, Höhe, Größe),
3- Materie,
4- Eine Form annehmen,
5- Eingegrenzt sein,
6- Vermehren,
7- Volumen, Rauminhalt, Umfang,
8. Bestehend aus mehreren Teilen,
9- Ein Ende haben,
10- Wesen
11- Ort
12- Zeit
13- Ähnlichkeit mit seiner Schöpfung
14- Kein Wissen über etwas zu haben. (Allah weiß alles und rein gar nichts entgeht ihm.) (Nesefi: 31-36)

Frage: Was sind die Sübuti Eigenschaften?
Antwort:
Das sind die Eigenschaften, die etwas mit der Person Allahs zu tun haben und die beweisen, wie er ist. Zu diesen Eigenschaften sagt man auch: „Zatiye, Wudschudiye“

Frage: Was sind die Sübuti Eigenschaften?
Antwort:
1-
Hayat: Lebendig sein
2-
Ilim: Wissen haben,
3-
Sem’: Hören
4-
Basar: Sehen
5-
Kudret: Macht, Kraft haben
6-
Irade: Wille
7-
Kelam: Reden
8-
Tekwin: Etwas erschaffen, hervorbringen
Damit es diese Eigenschaften gibt, müssen die Gegensätze existieren, welche weiter unten aufgezählt werden. (Scherhu’-Emali: S.5)

1-Mewt: Tod sein
2-Dschehl: Unwissend sein
3-Samem: Taub
4-Ama: Blind
5-Adschz: Schwach sein
6-Kerahiyet: Kein Wille
7-Bekem: Sprachlos

Für die Maturidi gehört die Eigenschaft Tekwin ebenfalls zu den Sübuti Eigenschaften und sagen, dass die Sübuti Eigenschaften acht sind.
Wenn man den Gegensatz des Tekwin aufzählen würde, wäre es nicht richtig und hätte keinen Sinn. Denn der Gegensatz des Tekwins existiert bei Allah.

Denn so, wie man die Eigenschaft Tekwin auf Allah beziehen kann, kann man auch die Eigenschaft „nicht erschaffen, nicht hervorbringen“ auf ihn beziehen.
Wenn wir schon dabei sind, dann wollen wir auch gleich die anderen Sübuti Eigenschaften ein wenig erläutern:

1- Hayat
(Das lebendig sein von Allahu Teala)
Allahu Teala ist lebendig. Dieses Lebendig sein hat keinen Anfang und kein Ende und ist somit ewig. Es ist nicht in der Bedeutung, dass es einmal angefangen hat und irgendwann aufhören wird.

2- Ilim
(Dass er alles weiß)
Allahu Teala hat Wissen über alles auf der Erde und im Himmel, für ihn gibt es keine Geheimnisse. Er kennt die Zahl der Blätter im Kosmos, der Blumen, der Sandkörner, der Tropfen des Meeres.
Was kommen wird und passiert ist, was in das Herz der Menschen kommt, was sie mit ihrer Zunge reden und ihr Äußeres und Inneres kennt er. Er kennt alles Offene und alles Versteckte.
Er ist der einzige, der über das Verborgene Wissen hat und kein anderer hat Wissen darüber. Diejenigen, die davon Wissen haben, haben es nur dadurch, weil Er ihnen darüber Bescheid gesagt hat.
Er ist fern vom Vergessen und vom Verwirrt sein. Er weiß aus sich selbst heraus und nicht mit Gehirn oder Materie, Er ist fern von solchen Sachen.

3- Sem’
(Dass er alles hört)
Allahu Teala ist Semi (hörend). Er hört alles, egal ob laut oder leise, egal ob Ton oder nicht. Er nimmt das wahr, was die Menschen mit Ohren nicht wahrnehmen können.
Sein Hören ist nicht mit einem Ohr oder ähnlichem. Sein Hören ist von Ewigkeit her und für ewig.

4- Basar
(Dass er alles sieht)
Allahu Teala sieht alles. In einer finsteren Nacht sieht er auf einem rabenschwarzen Felsen einen schwarzen kleinen Käfer laufen und hört seine Fußschritte.
Sein Sehen ist nicht mit Augen oder ähnlichem. Diese Eigenschaft ist ebenfalls Ebedi[24] und Eseli[25].

5- Irade
(Sein Wille)
Allahu Teala erwünscht und er tut alles, was Er erwünscht. Was Er nicht erwünscht, tut er auch nicht. Alles Schlechte und Gute auf der Welt ist mit seinem Erwünschen geschehen und geschieht mit seinem Erwünschen. Nichts und niemand kann ihn zu etwas zwingen.
Er ist es, der es erwünscht, dass seine Mumin Knechte ihn anbeten und ihm dienen. Wenn er nicht erwünschen würde, würde niemand Iman haben und keiner könnte ihm dienen.
Er ist es, der den Kufur der Kafirs erwünscht und den Fasiks ihren Fisk. Wenn er nicht erwünscht hätte, hätte keiner Kafir oder Fasik sein können. Wenn er nicht erwünschen würde, könnte nicht mal ein Moskito den Flügel bewegen.
Alles, was wir tun, tun wir mit seinem Willen und was er nicht erwünscht, können wir nicht tun. Wenn es jedoch gehen würde, dass wir etwas ohne sein Erwünschen tun, dann wäre dies ein Zeichen der Schwäche und Allahu Teala ist fern von diesem. Wenn er gewollt hätte, würde er alle zu Kafirs machen oder zu Mumins.
Wenn hier nun die Frage kommt: „Warum erwünscht er nicht, dass die meisten der Menschen Mumins werden und sind, sondern erwünscht, dass die meisten Kafir sind?“
Dann antworten wir wie folgt:
„Man befragt Allah nicht über die Sachen, die er will und die er tut und man befragt auch nicht die Weisheit dahinter. Er ist es, der jeden fragt und der in seinem Handeln vollkommen frei ist.
In allem, was er tut, gibt es unzählige Weisheiten. Der Verstand des Menschen ist nicht fähig, dies zu begreifen.
Das heißt: Genauso, wie es in dem Erschaffen von den Skorpionen, Schlangen und den anderen schadhaften Tieren eine Weisheit gibt, die wir nicht verstehen, genauso gibt es in seinem Willen, dass jemand Kafir ist, ebenfalls eine Weisheit, die wir nicht verstehen und erfassen können. Wir müssen auch kein Wissen darüber haben.
Das, was wir wissen müssen, ist, dass in allem, was Allah tut, eine Weisheit ist.
Sein Wille ist Eseli und Ebedi.

6-Kudret (Dass er Macht hat alles zu tun)
Allahu Teala ist zu allem fähig. Er erschafft alles, was möglich ist und was er erwünscht. Wenn er will, kann der den Toten auferwecken. Er kann die Steine und Bäume zum Reden bringen und zum Laufen.
Es gibt nichts, zu was seine Macht nicht fähig ist. Wenn er will, kann er tausende von Himmel und Bergen erschaffen. Er kann alle Berge in Silber und Gold verwandeln. Er kann die Flüsse in die umgekehrte Richtung fließen lassen. Er kann die fließenden Flüsse in Silber und Gold verwandeln.
Er kann den Knecht, wenn er erwünscht, vom Osten in den Westen bringen, die sieben Himmel hinauf und hinabsteigen lassen. Sein Kudret ist Eseli und Ebedi.

7-Kelam (Dass Er redet ohne Buchstaben und Laute)
Allahu Teala redet und spricht, aber sein Sprechen ist nicht unserem ähnlich, er benutzt keine Zunge und solches.
Zu manchen seiner Knechte spricht er ohne Vermittler und direkt. Zum Beispiel dienen dazu das Ansprechen Musas (Aleyhisselam) auf dem Berg Tur und das Ansprechen Muhammeds (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) bei der Miradsch.
Zu manchen seiner Knechte hat er mit Gabriel als Vermittler gesprochen. Die meisten Offenbarungen von Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) waren auf diese Art und Weise.
Der Quran-i Kerim ist das Wort Allahs. Es hat kein Anfang und kein Ende. Es ist nicht erschaffen und wird nicht enden.

8-Tekwin (Dass er erschafft, was er erwünscht)
Allahu Teala erschafft, was er will. Er hat alles erschaffen. Es gibt keinen Erschaffer außer Ihm.
Er ist es, der die Bewegungen und das Stoppen der Lebendigen erschuf, ihre Rebellion und ihre Folgeleistung der Taten, ihren Iman und ihren Kufur. Er ist es, der das Khayr(Gute) und das Scherr(schlechte) erschuf. Die Bewegung der Hand, das Sprechen der Zunge, das Schließen der Augen hat Er erschaffen.

Darüber sagt Allahu Teala:
„Allah ist es, der euch und eure Taten erschuf.“(Sura Saffat;96)

Jedem seine Tat hat Allahu Teala erschaffen. Indem er uns die Irade-i Juziyya gab, hat er uns zu den Machern der Taten gemacht. Wir entscheiden, ob wir etwas tun oder nicht. Deswegen wird jeder für seine Taten die Belohnung bekommen oder die Strafe. Genauso wie Er alles erschaffen hat, ist Er es, der alle versorgt, der krank macht und heilt, der tötet und belebt.
Er hat die Wärme erschaffen, die man fühlt, wenn man seine Hand über das Feuer legt und die Kälte, die man spürt, wenn man seine Hand in Schnee eintaucht.
Wenn man jemanden in das Feuer werfen würde, dann hätte Allahu Teala, wenn Er es will, die Kraft, ihn nicht verbrennen zu lassen. Wie dies ja auch bei Ibrahim (Aleyhisselam) der Fall war.
Genauso kann er seinen Knecht mitten im Schnee nicht erfrieren lassen. Nur zeigt sich der Brauch Allahs, dass man sich verbrennen muss, wenn man das Feuer berührt. Allahu Teala jedoch erschafft dieses Brennen.
Es ist auch nicht der Schnee, der das Erfrieren erschafft. Nur Allahu Teala tut das. Er ist es auch, der das Satt sein erschuf. Wenn er es nicht erschaffen hätte, dann hätten die Menschen noch soviel essen können, sie würden dennoch nicht satt werden.
Diese seine Eigenschaften sind mit seinem Wesen existent und somit ewig und sind nicht später erschaffen worden und verändern sich auch nicht.
Derjenige, der Allahu Teala mit diesen Eigenschaften kennt, wird Arif(Jemand, der Allah kennt) genannt.
Jemand, der Allah Eigenschaften gibt, die gegen die oben erwähnten sprechen und ihn mit Fehlern bestücken, kann kein Mumin oder Muslim sein. Sein Glaube an Allah wird auch nicht akzeptiert.
Das gleiche ist auch bei den Juden und Christen. Sie behaupten an Allah zu glauben sagen aber, dass er einen Sohn hat und eine Frau und wurden deswegen zu Kafirs.

Frage: Was sind die Fiili Eigenschaften?
Antwort:
Das sind die Eigenschaften, die das Wirken Allahu Tealas im Kosmos offen und klar benennen und Seine Erschaffung und Verwaltung in verschiedene Kategorien einteilen.

Allahu Tealas: Tahlik (aus dem Nichts erschaffen), Terzik (Versorgung geben), Ihya (beleben), Imate(töten), Tenlim (Wohltaten erweisen), Te’dhib (bestrafen) und alle seine anderen Taten gehen auf Seine Subuti Eigenschaft „Tekwin“ zurück.

Frage: Was haben die Maturidi über die Subuti und Fiili Eigenschaften Allahs gesagt?
Antwort:
All diese Eigenschaften sind existent mit dem Wesen Allahs und von Ewigkeit für die Ewigkeit.

Frage: Was bedeutet es, dass die Eigenschaften von Ewigkeit für ewig sind?
Antwort:
Da das Wesen Allahu Tealas keinen Anfang hat, haben die Eigenschaften, die mit dem Wesen existieren, auch keinen Anfang.
Man kann sich nicht vorstellen, dass das ewige Wesen sich Eigenschaften aneignet, die später erschaffen wurden.
Die Salafi und Aschari sind ebenfalls der gleichen Ansicht wie die Maturidi im Bezug auf die Subuti Eigenschaften. Jedoch haben die Aschari gesagt, dass die Fiili Eigenschaften später erschaffen wurden. (Scherhul Emali S.6)

Sie sind der Ansicht, dass die Fiili Eigenschaften damit vollendbar sind, indem man zu der Eigenschaft „Ilim“, Kudret und Irade hinzufügt.
Für sie sind die Fiili Eigenschaften der Maturidi nicht direkte Eigenschaften, sondern erscheinen aus den Eigenschaften Ilim, Kudret und Irade. Sie sind nicht ewig, sondern später erschaffen.
So sind die Eigenschaften die später erschaffen wurden, nicht existent mit dem Wesen Allahs.

Frage: Was ist die Verbindung des Wesens von Allahs mit seinen Eigenschaften?
Antwort:
Allahu Tealas Eigenschaften sind nicht gleich seinem Wesen, jedoch auch nicht anders.

Frage: Wenn etwas nicht gleich ist, muss es anders sein. Wenn es anders ist, kann es nicht gleich sein. Ist diese Aussage dann nicht ein Widerspruch in sich?
Antwort:
Die ist kein Widerspruch. Es wird im Scherhul Emali erläutert, dass die Aussage der Ehlu Sunna Gelehrten „Die Eigenschaften sind nicht dem Wesen gleich.“, sie davor bewahrt hat zu behaupten, dass diese Eigenschaften nicht existent sind im Gegensatz zu den Mutazila oder den Philosophen, welche sagten, dass die Eigenschaften nicht existent sind, weil sie nämlich das Wesen Allahs sind.
Mit der Aussage: „Die Eigenschaften sind nicht anders als das Wesen Allahs.“, haben sie sich vor dem Gedanken bewahrt, dass die Eigenschaften gleich den Eigenschaften der Schöpfung sind.
Oder sie haben damit beabsichtigt, vor dem Glauben zu fliehen, dass die Eigenschaften sich vom Wesen entfernen und sich in Isa (Aleyhisselam) bzw. in was anderem materialisieren, wie es die Christen behaupten.


Die Menschen
aus der Sicht des Glaubens


Frage: In wie viele Teile teilen sich die Menschen aus der Sicht des Glaubens?
Antwort:
Aus der Sicht des Glaubens teilen sich die Menschen in 3:
1-Mumin
2-Kafir
3-Munafik

Frage: Wer ist ein Mumin?

Antwort: Das ist derjenige, der die Regeln und Gesetze der Din, welche mit festen Beweisen fundiert sind und „Zaruriyat-i Diniyya“ genannt werden, mit dem Herzen akzeptiert und annimmt.

Frage: Wer ist ein Kafir?

Antwort: Dies sagt man zu dem, der alle oder ein Gesetz bzw. Inhalt des Imans, welches fest fundiert ist, ableugnet.

Frage: Wer ist ein Munafik?

Antwort: Dies ist jemand, der die Gesetze etc. nicht mit dem Herzen akzeptiert hat, sondern nur mit der Zunge sagt, dass er dies getan hat.
Da der Schaden der Munafiks für den Islam viel größer ist als der Schaden der Kafir, werden diese stärker bestraft.

Frage: In wieviel sind die Kafir gespalten?

Antwort: Die Kafirs sind in viele Gruppen gespalten, jedoch sind die berühmten die folgenden:
Atheisten:
Die Spalte dieser Kafirs, leugnet Allah, der den Kosmos aus dem Nichts erschuf und leugnen seine Einheit und sagen, dass alles aus dem Zufall heraus entstanden sei.
Götzendiener:
Sie akzeptieren, dass es Allahu Teala gibt, glauben aber nicht an seine Einheit und sagen, dass es mehrere Erschaffer und Anbetungswürdige gibt.
Philosophen:
Das sind diejenigen, welche akzeptieren dass es Allahu Teala gibt und seine Einheit bezeugen, jedoch die Propheten bzw. ein Teil oder das Ganze ihrer Gesetze leugnen.
Die Leute der Schrift (Ehlu Kitab): Die Juden und die Christen. Diese akzeptieren Allah seine Existenz und Einheit, auch ihre Gesetze, leugnen aber einige Propheten.

Die Gründe, die einen aus der Din werfen


Frage:
Wer ist ein Murtad?

Antwort: Das ist jemand, der den Islam akzeptiert hat und danach wieder abgefallen ist.
Also jemand, der noch nicht mit dem Kufur in Berührung kam und Muslim war, oder der im Kufur war und Muslim geworden ist, danach wieder in eine andere Religion wechselt oder gar keiner Religion angehört und so in die Irre geht.

Frage: Was sind die Gründe für einen Menschen, der mit dem Islam geehrt wurde, wieder abzufallen?
Antwort:
Die Gründe für das Abfallen eines Muslims in den Kufur sind die folgenden vier Sachen:
1-mit dem Wort
2-mit der Tat
3-mit der Itikat
4-mit Zweifel

Frage: Was sind die Aussagen, also die „Elfaz-i Kufur“, welche den Muslim zum Kafir machen?
Antwort:
Diese Aussagen haben wir unter verschiedenen Punkten gesammelt:

1-Aussagen über die Gottheit Allahs;

a)Aussagen, die nicht zu Allahs Wesen, Eigenschaften und Taten passen und somit nicht der Stufe der Göttlichkeit passen und dem Glauben des Tewhid widersprechen. Zum Beispiel zu sagen, das Allahu Teala jemanden neben sich hat, einen Sohn oder eine Frau hat.
b)Die Eigenschaften Allahs zu leugnen, welche mit Ayet und Hadith fundiert sind. Zum Beispiel zu sagen, dass Allahu Teala nicht die Eigenschaft „Ilim und Hayat“ hat.
c)Aussagen, welche den Schöpfer mit der Schöpfung gleich macht. Zum Beispiel zu sagen, dass Allahu Teala dem Mond, den Sternen, der Sonne oder den Menschen ähnelt.
d)Alle Aussagen, welche die Göttlichkeit beleidigen. Zum Beispiel die Aussage eines Unterdrückers: „Ich mache das, was Allah nicht will.“

2-Aussagen über das Prophetentum

a)Aussagen, welche den letzten Propheten Muhammed(Sallallahu aleyhi we sellem) und alle anderen Propheten, die mit der Göttlichen Botschaft gesandt wurden, ablehnen. Zum Beispiel zu sagen, dass Adem (Aleyhisselam) kein Prophet ist.
b)Aussagen, welche die Propheten beleidigen und ihre Offenbarungen ableugnen.
c)Aussagen, welche die Propheten beleidigen, sie erniedrigen und sich über sie lustig machen.
d)Aussagen, welche die Art und Weise der Ibadah, wie es der Prophet gelehrt hat beim Dschihad, beim Gebet, beim Zekat etc. ableugnen. Dazu dient als Beispiel, dass man sagt, dass das Zekat keine 2,5% sind und die Gebete keine fünf sind.
e)Aussagen, welche die Ansicht von irgendeinem höher stellen als die Ansicht der Propheten.
f)Daran zu glauben, das Muhammed ein Prophet ist aber nicht der letzte.

3-Aussagen über den Quran;

a)Aussagen, welche einen Teil des Qurans leugnet oder den ganzen Quran verleugnen
b)Aussagen, dass das Wissen des Qurans über Iman, Ibadah, Gesetze, Charakter und solches fehlerhaft bzw. unvollkommen ist.
c)Aussagen, die das Helal zeigen, was der Quran verboten hat. Dazu dient als Beispiel zu sagen, dass es erlaubt sei Zins zu nehmen, Schweinefleisch zu essen, Unehelichen Geschlechtsverkehr zu haben und zu Unrecht einen Mann zu töten.
d)Aussagen, welche das Helal, wie das Brot und das Fleisch, zum Haram erklären.

4-Aussagen über das Islamische Wissen und über die Islamischen Gelehrten:

a)Aussagen, welche zeigen, dass man gegen das Islamische Wissen ist und Aussagen, welche zeigen, dass man gegen das Entwickeln der Din ist.
Zum Beispiel zu einem zu sagen, der den Quran auswendig lernen will: „Willst du ein Dschanaza Imam werden? Was wird dir dies denn bringen? Oh du armer Junge, dein Gehirn wird verbraucht, ist es nicht schade um diese Kinder?“ und somit diese Tat als verabscheuungswürdig zeigen.
b)Aussagen über die Gelehrten des Islams, welche sie erniedrigen, weil sie den Islam studiert haben.

5-Verschiedene Themen;

Aussagen, dass der Quran ein Buch ist, welches nur für die Araber ist oder dass der Quran die Philosophie und das Werk von Muhammed ist oder dass der Islam und die Scheriat ein zurückgebliebenes System ist.

Die Gelehrten sagen, dass es einige Punkte gibt, die der Sprecher dieser Worte erfüllen muss, um in den Kufur zu geraten:
Der erste dieser Punkte ist, dass die Gelehrten einig darüber sind, dass dieses Wort ihn zum Kafir macht.
Es gibt Meinungsverschiedenheit darüber, ob das Wissen darüber, das es Elfaz-i Kufur ist, notwendig ist. Das heißt, ob der Sprecher sich darüber bewusst ist, dass er ein Wort des Kufur spricht.
Aber die Mehrzahl der Gelehrten sagen, dass so jemand kein Kafir wird.
Zum Beispiel wenn jemand sagt, ohne zu glauben das Allahu Teala ein Vater ist, sondern nur aus reiner Unwissenheit und Dummheit: „Vater Allah“, wird er kein Kafir. Denn er denkt, dass er mit diesen Worten Allah einen hohen Rang gibt.

Frage: Was sind die Taten, die einen Muslim zum Kafir machen?
Antwort:
Sich vor dem Mond, der Sonne oder den Sternen niederzuwerfen sind solche Taten. Auch den Quran an einen Ort zu tun, der nicht sauber ist, oder im Ramadan vor den Muslimen zu essen, obwohl es für ihn Pflicht ist zu fasten, denn diese Taten kommen aus dem Leugnen hervor.
Die Heiligen Tage der Kafir, wie den Silvester oder Weihnachten, zu beglückwünschen, ist ebenfalls einer dieser Taten.

Frage: Was sind die Glaubensinhalte, die einen Muslim zum Kafir machen?
Antwort:
Nicht daran zu glauben dass der Islam die Wahrheit ist oder nicht an eine Gesetzgebung zu glauben, an die es im Islam Pflicht ist zu Glauben.
Das wäre zum Beispiel daran zu glauben, dass Allahu Teala, welcher keinen Anfang hat, später erschaffen wurde.
Frage:
Was ist der Zweifel, der einen Muslim zum Kafir macht?
Antwort:
An den Dingen, die im Islam absolut fundiert sind und die man „Zarurat-i Diniyye“ nennt, zu zweifeln, indem man sagt: „Ist dies wirklich so?“
Das ist wie der Zweifel an Allahu Tealas Existenz, an der Wahrhaftigkeit des Propheten oder an der Wirklichkeit des Jüngsten Gerichts.
Notiz: All diese vier Sachen, die wir aufgezählt haben, lässt den Menschen bei Allah sofort zum Kafir werden.
Jedoch im Islamischen Gesetz gilt es, dass man einen erst als Kafir bezeichnen darf bzw. dieses Urteil über diese Person fällen darf, wenn er seinen Kufur mit Wort oder Tat öffentlich hervorbringt.
Da man nicht in die Herzen der Menschen schauen kann, muss er erst seine Itikat, seine Zweifel offen hervorbringen, davor zählt er nicht als Kafir (vor den Menschen).

In dem Itikat Buch der Ehlu Sunna wel Dschemaat, „Akaid-i Nesefi“, werden die unten aufgezählten Punkte als Dinge aufgezählt, die einen offen zum Kufur bringen.

1- Die äußere Bedeutung der Ayet und Hadithe zu lassen und den Behauptungen der Ehlu Batin zu verfallen, ist Kufur.
Denn dies würde bedeuten, den Propheten im Falle einer festen Überlieferung zu belügen.
Die Batini sagen: „Nicht die äußeren Bedeutungen des Qurans sind wahr, sondern die inneren, unsichtbaren.“ Ihre Absicht ist es, die äußerlichen Bedeutungen und die körperlichen Ibadah aufzuheben und die Scheriat aus der Wurzel zu vernichten.
Die Aussage der Ehlu Tasawwuf, welche Hakk erreicht haben: „Es ist möglich für den Reisenden, ohne die äußere Bedeutung auch nur im Geringsten zu ignorieren, sie mit den inneren, unsichtbaren und detaillierten Bedeutungen zu verbinden.“, quellt aus einem reinen Iman und reinem Wissen.
2- Die Beweise und Gesetze, auf die das Buch und die Sunna hinweisen, abzuleugnen und somit das Buch und die Sunna zu leugnen, ist Kufur.
Zum Beispiel die Wiederbelebung der Körper am Tag des Gerichts. Denn diese Angelegenheiten zu leugnen, bedeutet, Allah und seinen Gesandten zu leugnen. Wenn jemand Hz.Aischa der Unzucht verleumdet, wird er damit zu einem Kafir.
3- Egal ob große oder kleine Sünde, eine von ihnen, welche mit festen Beweisen untermauert sind, zu leugnen bzw. als Helal zu bezeichnen, ist Kufur.
4- Ein Haram, welches fundiert ist, nicht für wichtig zu halten, ist Kufur.
5- Sich über die Scheriat lustig zu machen, ist Kufur.
Nummer vier und fünf sind Zeichen, dass man Allah und seinen Gesandten der Lüge bezichtigt.
6-Von Allah die Hoffnung aufzugeben, ist Kufur.
Denn Allahu Teala sagt:
„…Siehe, an Allahs Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen.“ (Sure Yusuf;87)

7 – Absolut sicher zu sein, dass man ins Paradies eingeht und damit vor Allah sicher zu sein, ist Kufur.
Denn Allah sagt:
„Wären sie denn vor Allahs Plänen sicher? Sicher vor Allahs Plänen glauben sich doch nur die Verlorenen sicher.“(Sure Araf;99)

8-Die Vorhersage eines Wahrsagers zu akzeptieren, ist Kufur.
In einem Hadith von Ebu Hureyre überliefert, sagt Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem) Folgendes: „Wenn jemand zu einem Wahrsager oder zu einem Sternendeuter geht und ihn in seiner Nachricht bestätigt, hat er das, was Allah Muhammed offenbart hat, geleugnet.“(Ahmed ibn Hanbal, Musned Nr.9541, 3/419; Tirmizi, Taharet: 102 Nr.135, 1/242; Hakim, Mustadrak, Nr.15, 1/50, Beyhaqi, Sunneni Kubra, Nr.16496, 8/233)

9-Kein Weli kann jemals die Stufe eines Propheten erreichen.
Denn die Nebis sind unschuldig und sind befreit vor der Sorge, dass sie einen schlechten Tod sterben. Sie sind damit beschenkt wurden, Offenbarungen zu bekommen und damit, den Engel der Offenbarung zu sehen.
Er ist damit beauftragt, nachdem er die Vollkommenheit der Awliya sich angeignet hat, die Gesetze der Scheriat zu predigen und das Volk zu führen.
„Zu sagen, dass der Weli höher ist als der Nebi, ist Kufur und eine Irreleitung.“
Ja, es können Zweifel darüber auftauchen, ob die Prophetenschaft des Nebis, welcher die Stufen der Prophetenschaft und die Stufen der Wilayat sich angeeignet hat höher ist als seine Wilayat.
Imam Rabbani (Kuddise Sirruhu) hat dieses Thema in seinem Mektubat offen dargestellt: „Die Prophetenschaft eines Nebis ist unvergleichbar höher als seine Wilayat.“

10-Jemand, der die Reife hat und bei Verstand ist, kann keine Stufe erreichen, bei der sich die Befehle und Verbote aufheben.

Denn die Beweise darüber, dass so jemand Verantwortung trägt, sind absolut sicher.

Auch sind die Mudschtahids darüber einig, dass niemand so eine Stufe erreichen kann.
Einige Ibahiye haben behauptet: „Wenn der Knecht die höchste Stufe der Liebe erreicht, sein Herz gereinigt wird und es keinen Platz mehr für Heuchelei gibt, fällt die Verantwortung von ihm und er ist nicht mehr an die Gesetze gebunden. Wenn er eine große Sünde begeht, wird Allah ihn nicht in die Hölle werfen.“
Auch sagen sie, dass jegliche Formen der Ibadah von so einer Person entfallen und seine Ibadah nur Nachdenken ist. Diese Ansichten sind Kufur und absolut irreleitend.

Thematiken,
an die der Muslim glauben muss,
um der Ahlu Sunnah wel Dschemaat anzugehören

1. Thematik: Daran zu glauben, dass es erlaubt ist, hinter jedem Muslim, egal ob Fasik oder gut, zu beten.
Denn Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh) überliefert von Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem) Folgendes: „Betet hinter jedem, egal ob gut oder schlecht.“ (Beyhaki, Sunen-i Kubra, Nr.6832, 4/29; Darekutni: 2/57)
Ebenfalls haben die Gelehrten der Umma, ohne Kritik oder zu leugnen, hinter dem Fasik, Ehlu Bidat und Ehlu Hewa gebetet. (Scherhul Akaid S.240)

Ibn-i Omar und Enes ibn-i Malik (Radiyallahu Anhuma) haben sogar hinter dem größten Fasik ihrer Zeit, Hajjaji Zalim gebetet.
Dass einige der Selef die Leute davor warnten, hinter dem Fasik und Ehlu Bidat zu beten, deutet auf Verpönung.

So sagt der Kommentator von Multeka im „Medschmeu’l-Enhur“ Folgendes: „Dass ein Sklave, ein Beduine, ein Blinder, ein Fasik, ein Ehlu Bidat und ein Kind der Unzucht als Leiter im Gebet steht, ist verpönt. Jedoch ist das Gebet derer, die dahinter beten, erlaubt.“

2. Thematik: Daran glauben, dass die Ehlu Kible, solange sie die Sünde, die sie tut, nicht als Helal bezeichnet, kein Kafir ist.
Ehlu Kible:
Alle Muslime, welche die Itikat Angelegenheiten verschieden deuten und verschiedenen Itikat Madhabs angehören.

3. Thematik: Daran zu glauben, egal ob er ein guter Mensch war oder nicht, jedem Muslim sein Totengebet zusteht.
Denn Wasile Ibn-i Eska (Radiyallah Anh)überliefert von Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem): „Betet über jeden Toten das Gebet.“ (Ibni Mace, Cenaiz:31, Nr.1525, 1/488)

Mit dem Totem, der im Hadith gemeint ist, ist ein Muslim gemeint. So ist das Gebet nicht nur für den, der die Ibadah macht, sondern für alle, die Ehlu Kible sind.

4. Thematik: Daran zu glauben, dass der Quran nicht erschaffen wurde.
Der Quran ist ein heiliges Buch, welches durch den Engel Gabriel von Allah an den letzten Propheten Muhammed (Sallallahu aleyhi we sellem) offenbart wurde und Tawatur weiter überliefert wurde.
Der Quran ist das Kelam von Allah. Hierbei sind die Engel und der Prophet nur Vermittler.
Dass unser Prophet durch Gabriel von Allahu Teala Offenbarungen erhalten hat, geschah durch zwei Wege:
1-Der Engel Gabriel nahm menschliche Gestalt an und kam zum Propheten(Sallallahu aleyhi we sellem) und lehrte ihn das Kelam Allahs.
2- Manchmal wurde auch unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) von der Menschlichkeit erhoben auf die Stufen der Engel und bekam so die Offenbarungen direkt von Allahu Teala.
Deswegen wurden nicht nur die Bedeutungen, sondern auch die Worte des Qurans in das Herz unseres Propheten eingegeben.
Dies ist auch der Grund, warum man den Quran „Wahyi Metluw“ (Die Offenbarung, die gelesen wird) nennt.
Der Quran hat vier Elemente:
1-
Dass er Worte hat
2-
Dass er arabisch ist
3-
Dass er dem Propheten Muhammed offenbart wurde
4-
Dass es vom Propheten Muhammed bis zu unserem Tag Tawatur überliefert wurde
Wenn eins dieser vier Elemente fehlt, kann der Quran nicht sein. Daraus folgt, dass die heutigen Übersetzungen nicht Quran genannt werden, sondern nur „Bedeutung des Qurans.“
Der Quran ist durch seine Bedeutung ein Wunder und ebenfalls durch seine Sätze und Worte.
Der Quran sagt zu denen, die behaupten, dass der Quran das Wort Muhammed (Sallallahu aleyhi we sellem) sei, Folgendes: „Sprich: „Wahrlich, selbst wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Quran wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts Gleiches hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden.“(Sure Isra;88)
Und viele haben dies versucht und haben es bis heute nicht vollbracht und es wird auch niemals vollbracht.
Ebenfalls hat Allahu Teala den Quran davor bewahrt, gefälscht zu werden und wird ihn bis zum Tag des Gerichts bewahren. Auch wurde der Quran von der Zeit des Propheten bis heute von 100.000den auswendig gelernt.
Wenn wir nun zu dem Thema kommen, ob der Quran erschaffen ist oder nicht;
Bevor wir in dieses Thema kommen, müssen wir mit der Eigenschaft Allahs, Kelam, anfangen.
Die Eigenschaft Kelam ist eine Eigenschaft Allahs ohne Anfang.
Denn es ist unmöglich, dass eine erschaffene Eigenschaft mit dem Wesen Allahs existent ist.
Die Eigenschaft Kelam von Allah ist nicht mit Buchstaben oder Lauten. Denn es ist unmöglich, ohne den ersten Buchstaben zu sagen, den nächsten darauf folgenden zu sagen und somit ein Wort zu bilden. So ist das Kelam mit Buchstaben und Lauten später erschaffen wurden.
Der Schreiber Omar Nesefi sagt: „Das Kelam Allahs, also der Quran, ist nicht erschaffen.“ Und somit wird ausgesagt, dass es Kelam-i Nefsi ist, also ohne Buchstaben und Laute und existent mit dem Wesen Allahs und nicht später erschaffen.
Am Ende sagen wir; Der Quran ist Allahs Kelam und ist nicht aus Buchstaben und Lauten und von der Bedeutung her existent mit dem Wesen Allahs und von Ewigkeit für die Ewigkeit.
Wenn die Ehlu Sunna Gelehrten sagen, dass der Quran nicht erschaffen wurde, dann wird damit die Bedeutung des Qurans gemeint, welche mit dem Wesen Allahs existent ist.

5. Thematik: Daran zu glauben, dass die Himmelsreise unseres Propheten(Sallallahu aleyhi we sellem), die Miradsch, existent und wahrhaftig ist.
Miradsch:
Das Aufsteigen unseres Propheten (Sallallahu aleyhi we sellem) in den Himmel und von dort zu verschiedenen Stufen, die Allah erwünscht hat, nachdem er zur Masdschidi Aksa gekommen ist.
Dem Hauptteil der Ehlu Sunna wel Dschemaat Gelehrten nach wurde die Miradsch mit dem Körper und der Seele vollzogen.
Die Miradsch ist mit dem Hadith von Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem) fundiert. Da jedoch diese Ahadith nicht Mutawatir sind, sondern berühmt und Ahad sind, ist derjenige, der dies leugnet, kein Kafir, sondern ein Mubtadi (verlässt die Ehlu Sunna).
Wenn wir zu dem Thema Isra kommen:
Isra:
Das sagt man zu der Reise unseres Propheten von Mesdschidil Haram zur Mesdschidil Aksa, welche Allahu Teala ihn hat machen lassen.
Da Isra mit der Ayet: „Gepriesen sei Der, Der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige von Unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Hörende, der Schauende.“(Sura Isra:1) fundiert ist, ist derjenige, der dies leugnet, ein Kafir.

6. Thematik: Daran zu glauben, dass die Muslime Allahu Teala am Tag des Gerichts vom Dschannah aus sehen werden.
Die Mumins werden Allahu Teala im Paradies sehen, fern von einem Ort und von einer Form und all diesem. Dass dies geschehen wird, ist mit Überlieferungen sicher:
Dscherir (Radiyallahu Anh) seiner Überlieferung zufolge, hat Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem) Folgendes gesagt:
„So wie ihr den Mond ohne euch zu drängen und ohne Anstrengung seht, so werdet ihr ohne Zweifel euren Herren so sehen.“(Buhari, Mewakitu’s-Salat: 15, Nr.529, 1/203; Muslim, Mesadschid:37, Nr.633, 1/439; Ebu Dawud, Sunna:20, Nr.4729, 2/646, Ibn Majah, Mukaddime:13, Nr.177, 1/63, Tirmizi, Sifatul Dschannah:17, Nr.2554, Ahmed ibn-i Hanbel. Musnad Nr.19211, 7/62)

7.Thematik: Daran zu glauben, dass das Dschehennem und das Dschennet schon in einem bereiten Zustand erschaffen sind.
Denn Allahu Teala sagt im Quran in der Vergangenheitsform über das Paradies:
„…seinen Gärten, der weit ist wie die Himmel und die Erde, bereitet für die Gottesfürchtigen.“(Ali Imran:133)
Über das Dschehennem heißt es:
…so fürchtet das Feuer, dessen Speise Menschen und (Götzen-)Steine sind, für die Ungläubigen bereitet…“ (Sure Bakara:24)

8.Thematik: Daran zu glauben, dass über die Gefährten nur Gutes gesagt werden darf.
Denn es gibt Sahih Überlieferungen darüber, dass man über die Gefährten nur Gutes reden soll und über ihr Leben.
So wird von Ebu Said el-Hudri (Radiyallahu Anh) überliefert, dass unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) sagte: „Beleidigt nicht meine Gefährten, wenn einer von euch soviel Gold geben würde, wie der Berg Uhud, als Almosen, kann er nicht den gleichen Lohn wie sie bekommen, wenn sie eine halbe Tasse hergeben.“(Buhari, Fazailus-Sahabe:5, Nr.3470, 3/1343; Muslim, Fezailus-Sahabe:54, Nr.2540, 4/1967; Ebu Dawud, Sunna:11, Nr.4658, 2/626, Tirmizi, Menakib:5, Nr.3861, 5/695, Ahmed ibni Hanbel, Musnad, Nr.11079, 4/24)

Abdullah ibn-i Mughaffil (Radiyallahu Anh) überliefert, dass unser Prophete (Sallallahu aleyhi we sellem) gesagt hat:
„Fürchtet euch vor Allah in Bezug auf meine Gefährten! Fürchtet Allah, damit ihr sie nach mir nicht zu einer Zielscheibe
(der Beleidigungen) macht!
Wer auch immer die Gefährten liebt, liebt sie, weil er mich liebt.
Wer auch immer auf sie schimpft, schimpft auf sie, weil er auf mich schimpft.
Wer auch immer ihnen Qualen bereitet, hat auch mir Qualen bereitet.
Wer auch immer mich verletzt, der hat Allah verletzt.
Wer auch immer Allah verletzt, diesen packt Allahu Teala für die Strafe.“(Ahmed ibn Hanbel, Musnad, Nr.20572, 7/341)
Außerhalb diesem gibt es viele Sahih Hadith über Hazreti Ebu Bekir(Radiyallahu Anh), Hazreti Omar(Radiyallahu Anh), Hazreti Osman(Radiyallahu Anh), Hazreti Ali(Radiyallahu Anh), Hazreti Hasan(Radiyallahu Anh), Hazreti Hüseyin(Radiyallahu Anh) und die anderen großen Gefährten.
Die Streitigkeiten und Kämpfe zwischen den Gefährten muss man mit dem Fehler des Idschtihats erläutern.
In diesem Fall ist auch das Beleidigen und das Lästern über die Gefährten Kufur, wenn sie gegen die eindeutigen Beweise sprechen.
Zum Beispiel wie bei der Verleumdung über Hazreti Aischa. Denn Allahu Teala hat in der Sure An-Nur ausgesagt, dass diese Verleumdung eine Lüge ist.
Wenn es jedoch um eine Sache geht, die nicht den eindeutigen Beweisen widerspricht, so ist dies dann Bidat und offene Rebellion (Fasik).

9.Thematik: Daran zu glauben, dass die Taten am Tage des Gerichts gewogen werden.
Denn Allahu Teala sagt: „Und das Abwägen an jenem Tage wird der Wahrheit entsprechen…“ (Sure Araf:8)
Mizan:
Ein Werkzeug um die Anzahl der Guten Taten mit den Schlechten zu wiegen.
Der Verstand kann die Form des Wiegens und der Waage nicht begreifen.

10.Thematik: Daran zu glauben, dass die Brücke existent ist.
Sirat:
Eine Brücke, die über die Hölle gespannt ist und dünner als ein Haar ist.
Die Leute des Paradieses werden diese Brücke in einem Augenblick, wie der Blitz, wie der Wind, überqueren.
Die Leute der Hölle jedoch werden ausrutschen und hinunterfallen.

11. Thematik: Daran zu glauben, dass die Propheten und die Guten Fürsprache einlegen können. (Schefaat)
Denn Enes ibn Malik (Radiyallahu Anh) seiner Überlieferung zufolge, sagt Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem):
„Meine Schefaat (Fürsprache) ist für die Besitzer der großen Sünden.“(Ebu Dawud, Sunna:23; Nr.4739, 2/64, Tirmizi, Kiyamet:11, Nr.2435, 4/625; Ibn-i Maja, Zuhd:37, Nr.4310

Osman ibn-i Affan (Radiyallahu Anh) überliefert, dass unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) sagt: „Am Tag des Gerichts werden drei Menschen Schefaat machen. Die Propheten, die Gelehrten und die Märtyrer.“ (Ibn Majah, Zuhd:37, Nr.4313, 2/1443)

12. Thematik: Daran zu glauben, dass die Muslime mit großen Sünden, wenn sie ohne Reue sterben, nicht auf ewig in der Hölle bleiben.
„Und wer Gutes (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen.“(Sure Zilzal;7)
Im Quran gibt es genug Ayets wie diese.
Egal, wie viele Sünden ein Muslim auch hat, solange er Iman hat, hat er ohne Zweifel etwas Gutes. Da jeder ein Stäubchen Gutes sehen wird, ist es ohne Zweifel, das jemand mit Iman in das Dschannah kommen wird, denn solange er im Dschehennem ist, ist es unmöglich, dass er den Lohn für seinen Iman sehen kann.

13. Thematik: Daran zu glauben, dass die Tat kein Teil des Imans ist
Denn Iman bedeutet, absolute Überzeugung von dem, was Allahu Teala sagt und seinem Gesandten offenbart hat.
Dieser Begriff erlaubt kein: „wenig Iman“, „viel Iman.“. Iman wird nicht mehr noch weniger. Wer Iman hat, ist ein Muslim, wer ihn nicht hat, ein Kafir.
Iman besteht aus zwei Regeln:
1-Bezeugung mit dem Herzen
2-Mit der Zunge aussprechen
Mit dem Herzen zu bezeugen ist die Grundsäule (Rukn-i asl); mit der Zunge zu bezeugen jedoch eine überflüssige Säule (Rükn-i zait).

Rükn-i Asl, also die Bezeugung des Herzens, ist eine Grundsäule, die niemals vom Mumin abfällt. Also es gibt keinen Moment, wo er diese Grundsäule aufgeben darf.

Rükn-i Zait jedoch kann für den Mumin in bestimmten fällen überflüssig werden.

Wenn ihm zum Beispiel mit dem Tod angedroht wird, mit einer schweren Strafe, mit harten Schlägen, mit dem abtrennen eines Organs, oder solche Sachen, kann das Bezeugen der Zunge von dem Mumin abfallen.
Auch kann man bei einem, der keine Zunge hat bzw. nicht reden kann, so eine Säule nicht verlangen.

14. Thematik: Daran zu glauben, dass keine Sünde außer dem Schirk, den Muslim aus dem Iman wirft.

Dieses Thema ist das Resultat des Themas davor.
Die großen Sünden sind nach der Überlieferung von Ibn-i Omar (Radiyallahu Anhuma), neun stück:
1-Allahu Teala etwas beizugesellen
2-Zu Unrecht einen Menschen zu töten
3-Eine ehrenvolle Frau zu verleumden
4-Unzucht
5-Vor der Schlacht zu fliehen
6-Zauberei (zu machen oder machen zu lassen)
7-Das Gut der Waisen zu verbrauchen
8-Den Muslimischen Eltern zu rebellieren
9-In Mesdschidi Haram (in Mekka) zu sündigen

Auch wird von Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh) überliefert, dass er Zinsen dazu gefügt hat und Hazreti Ali(Radiyallahu Anh) Diebstahl und Alkohol dazu gefügt hat.

15. Thematik: Daran zu glauben, dass Allahu Teala die Bittgebete annimmt und in Schwierigkeiten hilft
Denn Allahu Teala sagt im Quran:
„Wendet eure Bittgebete an mich, damit ich sie erfülle.“(Sura Gafir; 60)

Deswegen gibt es darin einen Nutzen, für die Toten zu beten und für sie Almosen zu geben.
Als Beweis dafür sagt Taftazani (Rahimehullah): „Es gibt viele Sahih Hadithe über die Bittgebete für die Toten, speziell für das Totengebet.
Und auch die Salaf (die frommen Vorgänger) haben diese Angelegenheit von seither zu einem normalen Zustand gemacht. Wenn es in dem Bittgebet, welches für den Toten gemacht wird, keinen Nutzen geben würde, würde dies keinen Sinn ergeben.“

In einem Hadith, überliefert von Aischa (Radiyallahu Anha) sagt unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem):
„Es gibt keinen Toten, für den die Bittgebete nicht angenommen werden, wenn bei seinem Totengebet bis zu hunderten von Menschen sind und für ihn Dua machen.“ (Muslim, Dschenaiz:18, Nr.947, 2/654)

16. Thematik: Daran zu glauben, das alle Taten des Knechtes, egal ob gut oder schlecht, von Allah erschaffen wurden.
Denn Allahu Teala sagt im Quran:
„Allah ist es, der euch und eure Taten erschuf.“(Sura Saffat;96)
„Ist nun Der, Welcher erschafft, etwa gleich dem, der nichts erschafft? Bedenkt ihr es denn nicht?“ (Sure Nahl;17)
Diese Ayet kam herab, um den Erschaffer zu loben. Wenn das eEschaffen nicht allein Allah gebühren würde, würde es keinen Sinn machen, sich mit dieser Ayet zu loben.
Da der Glaube der Ehlu Sunna wel Dschemaat Madhab so ist, muss derjenige sich davor in Acht nehmen, das Wort „erschaffen“ für jemand anderen zu benutzen.

Frage: Wenn doch alle Taten, die man macht, von Allah erschaffen wurden, warum ist man dann wegen der Taten schuldig?
Antwort:
Allahu Teala hat seinem Knecht einen Willen gegeben, mit dem er das Gute und das Schlechte trennen kann.
Der Knecht kann diesen Willen in beiden fällen benutzen, wie er will. Dass der Knecht seinen Willen benutzen kann für das Gute und das Schlechte, nennt man „Kesb.“
Das Kesb hat Allahu Teala für seinen Knecht erschaffen. Wenn er dies benutzt, dann erschafft Allah ihm das, was er damit beabsichtigt.
Denn in der Tat, die der Knecht macht, zwingt Allah ihn nicht.
Darin erkennt man, dass der Knecht wegen seinem Kesb für seine Taten verantwortlich ist.

17. Thematik: Daran zu glauben, dass das Wischen über die Ledersocken, egal ob Reisender oder nicht, erlaubt ist.

Hasan-i Basri (Radiyallahu Anh) sagt: Ich habe 70 Gefährten unseres Propheten Muhammed (Sallallahu aleyhi we sellem) getroffen, die es als erlaubt und gut sahen, über die Ledersocken zu wischen.
Deswegen sagte auch Ebu Hanife (Radiyallahu Anh): „Ich hätte das Wischen über die Ledersocken nicht als gut gesehen, wenn ich nicht Beweise gehabt hätte, die so klar sind wie der Tag.“
Der Imam Kerhi, der von der dritten Stufe der Fukaha[26], Mudschtahid fil Mes’ele[27], war, sagt: „Ich zweifle darüber, ob diejenigen, die sagen, dass dies nicht erlaubt sei, Kafir sind oder nicht.“
Denn die Überlieferungen und Nachrichten, die darüber kamen, sind in einem Tawatur Zustand.
Letztendlich, wer auch immer was anderes behauptet, ist von Ehlu Bidat.

18. Thematik: Daran zu glauben, dass die Grabesbefragung von Munkar und Nekir wahr ist.

Munkar und Nekir: Zwei Engel, die einen über seinen Glauben, seinen Herren und seinem Propheten befragen, wenn man im Grab ist.

Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh) überliefert von Resulullah (Sallallahu aleyhi we sellem): „Wenn der Tote in sein Grab gelegt wird, kommen zwei Engel. Der erste heißt Munkar und der zweite Nekir. Sie sind schwarz und haben blaue Augen.
Sie sagen zu ihm: „Was denkst du über die Person, die man Muhammed(Sallallahu aleyhi we sellem)
nannte?“
Er sagt dann das, was er in der Dunya sagte.
Wenn er sagt: „Er ist der Gesandte und Knecht Allahs. Es gibt keine Gottheit außer Allah und Muhammed ist sein Knecht und Gesandter.“, sagen die Engel: „Wir wussten schon, dass du dies so beantworten wirst.“
Danach wird sein Grab 70 Meter in alle Richtungen ausgebreitet und sein Grab wird erleuchtet. Letztendlich sagen dann die Engel: „Leg dich hin und schlaf.“ Er wird aus reiner Freude sagen: „Darf ich zurück zu meiner Familie und ihnen Bescheid geben?“
Die Engel werden sagen: „Leg dich schlafen und sei wie jemand, der in seiner Hochzeitsnacht eingeschlafen ist und von der Person, die er am meisten liebt, aufgeweckt wird. Schlafe bis zum Tage der Auferstehung.“
Wenn der Tote jedoch ein Heuchler war, wird er als Antwort geben: „Ich habe gehört, dass das Volk über Muhammed(Sallallahu aleyhi we sellem) einiges gesagt hat und ich habe wie sie gesprochen, mehr weiß ich nicht.“
Die Engel sagen diesem: „Wir wussten, dass du so antworten wirst.“
Sein Grab wird ihm dann so eingeengt, dass seine Rippen ineinander gehen. Allahu Teala wird ihm dann bis zum Tage der Auferstehung in seinem Grabe bestrafen. (Tirmizi, Dschenaiz:70, Nr.1071, 3/383)

19. Thematik: Daran zu glauben, dass den Sündern und den Kafirs im Grab eine Strafe gegeben wird.
Denn Ibn-i Abbas (Radiyallahu Anh) seiner Überlieferung zufolge, ging unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) an zwei Gräbern vorbei und sagte Folgendes:
„Diese hier werden bestraft, aber nicht wegen etwas Großem. Ja, auch wenn es für die Menschen eine Kleinigkeit war, so war es für Allah etwas Großes.
Einer von ihnen gab beim Urinieren keine Acht und ließ es auf sich spritzen. Der eine jedoch trug die Worte weiter.“
Daraufhin nahm er einen Ast, welcher noch frisch war und brach ihn in zwei. Erlegte sie auf die Gräber.
Da fragten die Gefährten: „Ya Rasulallah! Warum tust du dies?“ Er sagte daraufhin: „Solange diese Teile noch feucht sind, hoffe ich, dass die Strafe derjenigen im Grab erleichtert wird.“ (Buhari, Wudu: 54, Nr.213, 1/88; Muslim, Iman:34, Nr.292, 1/240; Ebu Dawud, Taharet:11, Nr.20, 1/52; Tirmizi, Taharet:53, Nr.70, 1/102; Ibn Majah, Taharet:26, Nr.347, 1/125; Nesai, Taharet: 27, Nr.31, 1/33)

20. Thematik: Daran zu glauben, dass der Eintritt ins Dschennet nicht die Gegenleistung für die Taten ist, sondern nur ein Geschenk und durch die Barmherzigkeit Allahs ist.

Die Stufe der Mumins im Dschennet hängt von der Menge ihrer Taten ab.
Jedoch der Eintritt in das Dschennet hängt von der Barmherzigkeit Allahs ab. Denn sogar wenn die Taten des Knechts viel sind, so sind die Wohltaten Allahs soviel, dass man es nicht begleichen kann.
Es wird von Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh) überliefert, dass unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) sagte: „Keine Taten von euch werden euch ins Dschennet bringen.“ Da fragten die Gefährten: „Auch dich nicht, oh Gesandter Allahs?“ Da sagte Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem): „Auch mich nicht. Nur wenn Allahu Tealas Barmherzigkeit mich umschließt.“ (Buhari, Merza:19, Nr.5349, 5/2147; Muslim, Sifatul Munafikin:17, Nr.2816, 4/2169)

21. Thematik: Daran zu glauben, dass der Ermordete nur wegen seiner Todesstunde gestorben ist.
Da Allahu Teala mit seinem anfangslosen Wissen schon gewusst hat, dass dies geschehen wird, hat Allahu Teala die Todesstunde des Ermordeten auf diese Weise festgelegt.
Da der Mörder jedoch den verbotenen Mord begangen hat und der Grund dafür war, dass Allahs Vorhersehung auf diese Weise sich zeigt, ist er schuldig.
Somit kann man über den Toten nicht sagen, dass er gestorben ist, bevor seine Todesstunde kam.

22. Thematik: Daran zu glauben, dass nach dem Propheten (Sallallahu aleyhi we sellem) der höchste der Menschen Ebu Bekir-i Siddik (Radiyallahu Anh) und danach Hz. Omar (Radiyallahu Anh) ist.

23. Thematik: Daran zu glauben, dass es notwendig ist, Hazreti Osman(Radiyallahu Anh) und Hz. Ali(Radiyallahu Anh) zu lieben.
Nach der Mehrzahl der Ehlu Sunna wel Dschemaat Gelehrten ist Hz. Osman(Radiyallahu Anh) höher als Hz.Ali(Radiyallahu Anh). Manche jedoch behaupten das Gegenteil.

24. Thematik: Daran zu glauben, dass die Keramats des Welis (Allahs nahen Freunden) wahrhaftig ist.
Weli:
Jemand, der soviel wie möglich Wissen über Allahu Tealas Eigenschaften und Allahu Teala selbst hat, der mit der Ibadah weitermacht, der sich von allen Sünden fernhält, sogar von den allerkleinsten, der sich davon abwendet den Begierden und der Lust zu verfallen, der sich von der Dunya abwendet, sich seinem Herzen zuwendet und Allahu Teala weiter Zikir macht.
Mudschiza:
Übernatürliche Geschehnisse, die mit dem Prophetentum zu tun hat.

Keramet der Awliya: Übernatürliche Geschehnisse, die bei ihnen auftauchen ohne zu behaupten, dass sie Propheten sind.

Istidradsch: Übernatürliche Geschehnisse, die bei jemanden auftauchen, der nichts mit Taten und Iman zu tun hat.
Da der Weli jemand ist, der den Propheten, dem er folgt, bestätigt, nennt man seine Sachen Keramet, die des Propheten jedoch Mudschiza.

Was für Keramets sind diese?
Tayy-i Mekan:
(in einer kurzen Zeit eine große Entfernung zurücklegen)
Dazu gehört zum Beispiel der Mann von Suleyman (Aleyhisselam) namens Asaf ibn-i Berhiya, welcher den Thron von Belkis in einem Augenschlag bringen wollte. (Sure Neml:40)
Wenn es nötig ist, dass Kleidung, Essen und Trinken aus dem Nichts erscheinen.
Dies war ja auch bei Hz.Meryem der Fall. (Ali Imran; 37)
Über das Wasser laufen, in der Luft fliegen, das Sprechen von leblosen Dingen oder von Tieren und solchen Sachen, sind von den Salaf-i Salihin so oft überliefert, dass es unmöglich ist, diese zu leugnen.

25. Thematik: Daran zu glauben, dass die Zehn, die unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) mit dem Dschennet prophezeit hat, auch im Dschennet sind.

Denn es wird von Abdurahman ibn Awf (Radiyallahu Anh) überliefert, dass unser Prophet (Sallallahu aleyhi we sellem) gesagt hat:“
1-Ebu Bekir(Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
2-Omar(Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
3- Osman (Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
4- Ali(Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
5
Talha (Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
6-
Zubeyr (Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
7-
Abdurrahman bin Awf (Radiyallahu Anh) ist im Dschennet
8- Sa’d bin Ebu Wakkas(Radiyallahu Anh
) ist im Dschennet
9- Said bin Zey(Radiyallahu Anh)
ist im Dschennet
10- Ebu Ubeyde bin Dscherrah(Radiyallahu Anh)
ist im Dschennet.“
(Tirmizi, Menakib:26, Nr.3747, 5/647; Ebu Dawud, Sunna:8, Nr.4649, 2/623, Ahmed ibn Hanbel, Musned, Nr.1675, 1/410, Ebu Ya’la, Nr.835, 2/147, Begawi, Scherhussunna, Nr.3925, 14/128, Ibni Hibban, Nr.7002, 15/463)

Auch wurde so Hazreti Hadi’dscha, Hazreti Fatima, Hazreti Aischa und Hasan und Hüseyin (Ridwanullahi aleyhim edschmain) und über andere Gefährten auf dieser Welt die Nachricht überbracht.
Darüber sind viele Hadithe und Überlieferungen vorhanden.
Wer diese bzw. auch nur eins davon ablehnt, ist ein Mubtadi (einer der Ehlu Bidat).
Wir glauben daran, dass alle Mumins im Dschennet sind und alle Kafirs im Dschehennem sind, solange es jedoch keine Beweis wie Ayets bzw. Hadithe darüber gibt, können wir nicht bezeugen, dass jemand bestimmtes im Dschennet ist oder im Dschehennem ist.
26. Thematik: Daran zu glauben, dass das Buch wahr ist.
Das bedeutet, dass das Buch, welches die Schreiberengel benutzen um die guten und schlechten Taten des Knechtes aufzuschreiben, wahr ist. Dieses Buch wird den Muslimen von der rechten Seite und den Kafirs von der linken Seite gegeben und von hinten.
Es gibt eine Meinungsverschiedenheit darin, wie der Fasik Mumin sein Buch bekommt. Jedoch die berühmteste und angesehenste Ansicht ist, dass sie es von der rechten Seite bekommen.

27. Thematik: Daran zu glauben, dass die Befragung wahr ist.
Es ist wahr, dass Allahu Teala am Tag des Gerichts seine Knechte befragen wird über ihre Taten auf der Welt. Allahu Teala wird die Sünden der Mumins nicht offen zeigen, sondern mit jedem einzeln sprechen und deren Sünden letztendlich vergeben.
Den Kafir und Munafik jedoch wird vor all der Menge gesagt:
„…Diese sind es, die über ihren Herrn gelogen haben. Soll Allahs Fluch etwa nicht die Sünder treffen…“ (Sure Hud; 18)

28. Thematik: Daran zu glauben, dass das Khaws-i Kawsar wahr ist.
Abdullah ibn Amr (Radiyallahu Anh) überliefert von Rasulallah (Sallallahu aleyhi we sellem) Folgendes:
„Mein Teich ist einen Monat breit. Sein Wasser ist weißer als Milch, sein Duft schöner als Moschus. Seine Becher sind wie die Anzahl der Sterne. Wer auch nur einmal davon trinkt, wird auf ewig keinen Durst mehr verspüren.“(Buhari, Rikak:53, Nr.6208, 5/2405; Muslim, Fezail:9, Nr.2292, 4/1793; Ahmed ibn Hanbel, Musned, Nr.15123, 5/189)

29. Thematik: Daran zu glauben, dass die Propheten der Menschen einen höheren Rang haben als die Propheten der Engel. Daran zu glauben, dass die Propheten der Engel einen höheren Rang haben als die normalen Menschen. Daran zu glauben, dass die normalen Menschen höher sind als die normalen Engel.
Dass die Propheten der Engel höher sind als die normalen Menschen ist ein Beschluss der Idschma, ja, es muss sogar so sein.
Dass die Propheten der Menschen höher sind als die Propheten der Engel und dass die normalen Menschen höher sind als die normalen Engel, ist mit folgenden Punkten erklärbar:
a- Allahu Teala hat den Engel befohlen, sich vor Adam (Aleyhisselam) als Respekterweisung zu verbeugen.
Es ist aus reiner Weisheit klar, dass Allahu Teala sich die Niedrigeren vor den Höheren verbeugen lässt.
b- Jeder, der wissend ist, wird aus der Ayet:
„…Allah lehrte Adam alle Namen…“(Sure Bakara, ab 31)
verstehen, dass Allahu Teala Adam höher ausgezeichnet hat als die Engel und auch, dass er den Lob und den Respekt verdient hat wegen seinem Wissen.
c- „Siehe, Allah erwählte Adam und Noah und das Haus Abraham und das Haus ‚I mran vor allen Welten…“(Ali Imran; 33)
Die Welten, die hier gemeint sind, schließt auch die Engel ein. Dass die Menschen, die keine Propheten sind, nicht höher gesehen werden dürfen als die Propheten, ist mit der Idschma festgelegt.
Somit ist auch die Hauptregelung der Ayet auf ewig. Diese Hauptregelung sagt: „Die Propheten der Menschen sind höher als die Propheten der Engel und die normalen Menschen sind höher als die normalen Engel.“


H A T I M E
(Schlusswort)

Genauso wie es wichtig ist, diesen Glauben zu besitzen, welcher in dem Buch beschrieben wurde, ist es auch wichtig, diesen Glauben bis zum Ende des Lebens zu besitzen und ihn zu beschützen.
Deswegen haben wir am Ende unseres Buches einige Dua aufgelistet, die vor den Einflüsterungen des Scheytans schützen und helfen, den Iman am Ende des Lebens zu bewahren.
In Ruhul Beyan, Kurtubi, und im Tefsir von Dschemel steht:
„Wer auch immer in der Früh die ersten drei Ayets der Sure En’am liest, wird davor bewahrt, dass Scheytan ihm falsche Gedanken in das Herz legt. Wenn er dies versucht, kommt ein Engel mit einem Metallstock vom siebten Himmel herab und legt zwischen den Knecht und den Scheytan 70.000 Schleier.“ (Tefsir-i Dschemel, 2/2, Kurtubi, 6/383)

Die Lesart der ersten drei Ayets:
„Elhamdulillahillesi Khalagas semawati wel ardi we dsche ales zulumati wen nur. Zummellesine keferu birabbihim yeghdilun. Huwwellesi khalagakum min tinin zumme gada edschele. We edschelun mus sammen indehu zumme entum temterun. We huwallahu fis semawati we fil ardi. Yeghlemu sirrakum we dschehra kum we yeghlemu me tekzibun.“

Es wird überliefert, dass derjenige, der jeden Tag zehnmal „Audhubillah-is semi’yil alimi minesch scheytanir radschim“ sagt, von allen Einflüsterungen des Scheytans befreit wird.

Aschik Muhammed el Halidi el Naqschibendi (Kuddise Sirruhu) Hz. seiner Aussage zufolge wird derjenige seinen Iman beim letzten Atemzug retten, der vor dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang die 18. Ayet der Sure Al-i Imran liest und dann die Dua, die wir auflisten. (Miftahu Kenzil Esrar fit Tarikatin Naqschibendiyye, S.21)

Die Leseart:
„Schehidallahu ennehu la ilahe illa hu. Wel melaiketu we ulul ilmi ga imen bil gisti. La ilahe illa huwwel azizul hakim. We ene esch-hedu bi ma schahidillahu bihi we estawdiullahe hasihisch schedete we hiya li we diatun indallahi inneddine indallahil islamu.“

Scheich Muhammed Ali ibni Hakim et Tirmizi (Rahimehullah) hat gesagt: Ich habe Allahu Teala tausendmal in meinem Traum gesehen und ihn gefragt: „Oh mein Herr! Ich fürchte mich davor, meinen Iman im Todesmoment zu verlieren!“
Er befahl mir dann, zwischen dem Sunnateil und dem Pflichtteil des Frühgebets diese Dua zu lesen: „Ya Hayyu ya Kayyum! Ya bedi assemawati wel ardi ya zul dschelali wel ikram! Es eluke en tuh yi ya galbi bi nuri maghrifatike ebeden ya Allah ya Allah ya Allah!“
„Ya Hayyu ya Kayyum! Ya Zul Dschelali wel Ikram! Oh mein Allah, Erschaffer der Himmel und Erden! Ich will von dir, dass du mein Herz mit deinem Licht auf ewig leben lässt. Ya Allah! Ya Allah! Ya Allah!“
Einer Überlieferung zufolge wurde diese Dua befohlen dreimal zu lesen, nach einer anderen vierzigmal. (Molla Ilyas, Akaidi Taftazani Hamischinde S.134)

Der Lehrer unseres Lehrers Hadschi Ali Haydar Efendi Hz. (Kuddise Sirruhu) hat unserem Lehrer Hadschi Mahmud Efendi Hz. befohlen, folgende Dua zu lesen, damit sein Herz nicht abrutscht: „Rabbane la tughsi gulubena beghda iz hedeytena we kheblena min ledunke rahmeten inneke entel wehhab.“ „Unser Herr, lass unsere Herzen nicht mehr irregehen, nachdem Du uns geleitet hast, und gib uns aus Deiner Gnadenfülle! Siehe, Du bist der Schenkende.“ (Al-i Imran; 8)

Die Dua, die man nach der Sunna des Abendgebetes sagt, ist eine der großen Gründe, den Iman zu behalten:
„Ummu Selem (Radiyallahu Anh) überliefert von unserem Propheten (Sallallahu aleyhi we sellem), dass er nach dem Abendgebet sich zu ihr gesellte und zwei Einheiten dazu betete und danach folgende Dua machte: „Ya Mukallibel Gulub! Sebbi gulubena ala dinik!“
„Oh Allah, der die Herzen dreht! Festige unsere Herzen auf deiner Din!“ (Ibn Sunni, Amelul yewmi wel leyle, S.232, Nr.658)

Ebenfalls heißt es, dass es ein Grund ist im Todesmoment mit Iman zu sterben, wenn man den Sunnateil des Frühgebets zu Hause betet und den Pflichtteil in der Gemeinschaft betet.
Da in der Dunya und in der Ahiret unser größter Verdienst unser Iman ist, ist es ein Armutszeugnis, wenn wir diese Taten nicht tun und uns nicht anstrengen, solch leichte Sachen zu machen. Wir suchen bei Allah Zuflucht vor so etwas.
Unser größter Wunsch von Allahu Teala ist es, dass Er uns mit dem Glauben der Ehlu Sunna wel Dschemaat sterben lässt, so wie es in diesem Buch erklärt wurde.
Amin ya Erhamerrahimin!

[1] Feste Überzeugung; es ist falsch es mit Glaube zu übersetzen. Es ist eher Wissen und fest davon überzeugt sein.

[2] Glaubensinhalte

[3] Vielgötterei

[4] Paradies, Garten

[5] Hölle

[6] Göttliche Gesetze

[7] Waschung

[8] Gedenken, Zikrullah

[9] im Himmel

[10] auf der Erde

[11] Wörtlich: Zeichen. Jeder Vers im Quran ist ein Zeichen, deswegen Ayet.

[12] Madhab ist eine Rechtsschule, nach der man sich richtet.

[13] Hier muss man darauf achten, nicht die heutige Sekte „Salafiyya“ bzw. „Wahabiyya“ mit der oben genannten Bedeutung gleichzustellen. Die Wahabiyya glauben daran, dass Allah an einem Ort existent ist und die sechs Richtungen auf ihn anendbar sind. Jedoch war der Glaube der Salaf weit entfernt davon. Ebenfalls sagen die Wahabiyya, dass sie die Ayets nicht hinterfragen und nur Allah weiß, was damit gemeint ist und sie angeblich nicht interpretieren. Jedoch berichtet Ibn Kesir in seinem Tefsir den Glauben der Salafi wie folgt: „….den Vers so zu lassen, wie er kam, ohne zu sagen, was damit gemeint ist (bi la takyif), ohne der Schöpfung gleich zu stellen (wa la tashbih) und ohne es zu leugnen (wa la ta’til). Die Bedeutung des Äußeren, welches den Muschabbihan in den Gedanken kommt, ist von Allah weit entfernt und abgeleugnet.“(Tefsir, 2/220) Die Muschabbihin haben gesagt, dass Allah einen Ort habe und er sich bewege, da es diese Hadithe und Ayets besagen, jedoch wären die Salaf heute hier, würden sie diese Ayets und Hadise nicht in das Deutsche übersetzen oder in eine andere Sprache, sondern würden es einfach so lassen. Heute jedoch, übersetzen die Wahabiyya diese Verse und sagen, dass Allah so und so ist. Allah bewahre uns vor diesem Glauben! Siehe auch: Tafwid fi Maana

[14] Istiwa hat nach arabischer Theologie 15 Bedeutungen. Die Abspaltung Salafiyya/Wahabiyya haben nur eine Bedeutung genommen, welche sitzen heißt bzw. „über“ heißt.

[15] Wörtlich: herabsteigen

[16] Heirat auf bestimmte Zeit, wie z.B. 3 Monate verheiratet sein und danach ist die Ehe wieder ungültig.

[17] Mit Wasser auf den Fuß zu streichen, nur möglich mit einem weichen Lederschuh

[18] Vortrag, mündliche Darlegung

[19] Tat, Handlung

[20] Eine Sunna, die von einem der Sahabis gesehen wurde und überliefert wurde

[21] Gesund, mehrmals überliefert mit einer festen und gesunden Kette

[22] Erfunden, Lüge

[23] Mehrheit der Muslime

[24] Von Ewigkeit her

[25] Für ewig

[26] Rechtsgelehrte

[27] Jemand, der ein Rechtsurteil nach dem System der Mudschtahids geben darf, wenn es kein Urteil von einem Mudschtahid darüber gibt.

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