Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Die Medienmacher – wie sie den Islam entstellen

Posted by muslimwelt - Januar 17, 2008

 

Video des Monats Der Moslemmacher
Eine Reportage mit und über Abdul Adhim

Stellungnahme zur Sendung „Der Moslem-Macher“ im WDR vom 10.12.2007 um 22h

1. Enttäuschung

Mit großer Verwunderung habe ich die Ausstrahlung dieses Beitrages des WDR zur Kenntnis genommen, da ich dem Sender innerhalb unserer Filmaufnahmen die Erlaubnis zur Ausstrahlung dieses Beitrages entzogen hatte. Aufgrund der politischen Ereignisse im September dieses Jahres und der großen Medienkampagne gegen den Islam hat sich bei mir ein großes Misstrauen gegenüber den deutschen Medien aufgebaut. Ich sah wie die Medien in der deutschen Bevölkerung Angst und Unsicherheit gegenüber deutschen neukonvertierten Muslimen verbreiten. Ich hatte schon frühzeitig gemerkt, dass versucht wird, über deutschsprachige Prediger hier in Deutschland ein schlechtes Bild zu verbreiten. (Beispiel dafür die ZDF-Sendung Frontal21 „Konvertiert und abgegrenzt“ vom 02.10.2007, siehe hierfür den Sendebericht frontal21.zdf.de/ZDF/download/0,5587,7000581,00.pdf ). Diese Sendeberichte überschnitten sich mit den Dreharbeiten zu meinem Beitrag.
Deshalb sah ich mich in meiner Entscheidung bestärkt, dem WDR mitzuteilen, sämtliche Zusammenarbeit mit ihnen sofort abzubrechen.
Hierzu sandte ich ihnen zwei Schreiben mit der Betonung darauf, dass jedwede Bildmaterialien zur Veröffentlichung von mir nicht gestattet sind. Trotzdem baten sie um eine Fortführung der Arbeiten mit mir. Ich lehnte das jedoch ab. Obwohl ich meine Einwilligung hierzu nicht gab, wurde über meinen Kopf hinweg entschieden, diesen Beitrag zu senden.
Hieran kann man sehr gut erkennen, dass die Rechte der Muslime wieder einmal nicht respektiert wurden.

2. Berichtanalyse

Allgemein betrachtet war der Film so geschnitten, dass der Sinn in einigen Fällen entstellt wurde. Es finden sich Verfälschungen und Lügen darin.

Die erste Sache, die ich gemerkt habe (und bestimmt viele von den Geschwistern auch), ist, dass versucht wurde, dem Zuschauer das aggressive Bild meiner Reden vorzugaukeln. Die Kommentare über meine Reden waren negativ und nicht richtig dargestellt. Ein Beispiel dafür findet man in der 29. Minute des Filmes, nachdem ich die Leute dazu aufrief, sich auszubilden und ein höheres Niveau in der Gesellschaft anzustreben, damit man sich in Deutschland besser einbringen kann. Im Kommentar stand dann folgendes: „… Schulen, Universitäten, Medien, Wirtschaft, alles muss unter dem Zeichen des Islam sein“, was ich überhaupt nicht gesagt habe. Auch in den Bildausschnitten, die sie damit verbanden, als ich sagte: wir wollen Regisseure und Medienwissenschaftler, zeigten Gesichtsausdrücke von einigen Brüdern, aus denen man herauslesen kann, dass sie damit nicht einverstanden waren.

Auch in Marokko wurden unbedeckte Frauen gezeigt, wo man denken könnte, diese gehören zu meiner engen Familie, das ist aber nicht der Fall.
Meine Familie ist Al Hamdulilah sehr religiös, alle meine sechs Schwestern, die gar nicht im Film gezeigt wurden, tragen wal Hamdulillah islamische Bedeckung, eine davon sogar Niqab. Sie passten scheinbar nicht zu ihrem Bild, welches sie für ihre Zwecke zusammenschneiden wollten. Man hätte denken können, die gezeigten Frauen wären meine Schwestern. Nur so konnten sie diesen Kommentar bringen: dass meine Predigten nicht im Einklang mit meiner Familie stehen.

In Marakesch wurde darauf bestanden, dass ich unbedingt in einer Erzählerrunde stehen soll. Ich lehnte dies ab und sagte ihnen: Warum wollt ihr mich ausgerechnet dort filmen, ich habe niemals in meinem Leben in solchen Runden gestanden, nicht, dass ihr später im Film berichtet, ich habe die Kunst des Erzählens dort gelernt. Sie aber
antworteten: nein wir wollen dich nur in einer marokkanischen Stimmung filmen, dass die Zuschauer dich mit Marokko verbinden können. Meine Vermutungen wurden bestätigt und es wurde im Film gesagt, was ich befürchtet hatte. Seht euch noch mal den Ausschnitt in Marokko an, wo sie 3 kleine ungepflegte Kinder zeigten und sagten, dass Abdul Adhim als Kind von diesen Orten die Kunst der Erzählung gelernt hat.

In derselben Erzählrunde erzählten sie über den Streit mit dem alten Erzähler, das Thema des Streites entspricht nicht dem, was sie erzählten. Es ging überhaupt nicht um Jesus oder dass es eine große Sünde sei, Allah einen Sohn zuzuschreiben, und dass ich ihn als Gotteslästerer beschimpft habe. Ich habe mit dem alten Mann gar nicht gestritten sondern ihm gesagt, dass Walliyu LLah (Allahsverbündeter) niemals von sich behaupten würde, dass er ein tugendhafter und frommer Diener ist. Und er hat das bestätigt. (Es ging in seiner Erzählung um Djuraij und seine Wunder).

Über meine Mutter (Möge Allah sie bewahren) wurde folgendes kommentiert:
„…sie hat wenig von der Strenge und Zurückhaltung einer muslimischen Frau, die sich der Sohn als ideal vorstellt…). Ich weiß nicht, wie sie darauf gekommen sind, sie haben sich nicht einmal mit ihr unterhalten, um so urteilen zu können. Außerdem, was für eine Strenge und Zurückhaltung meinen sie, die ich als ideal mir vorstelle?

Zurück zum Film: am Ende verbanden sie die Ereignisse im September mit dem Interview, das sie mit mir allein in der Al-Nur Moschee gemacht hatten und sie sagten im Film, ich wollte keine Antworten mehr dazu geben. Es ist ein großer Betrug, der dort gespielt wurde. Das Interview war im Juli, und die Festnahmen vom Sauerland waren im September, warum schneiden sie alles so, dass es ihnen so passt, wie sie gerne möchten und ihrem Interesse dient.

Auch in der Zeit, als ich Wasser trank, teilte man mir nicht mit, dass die Kamera läuft, wir unterhielten uns lange Zeit und für mich war die Kamera aus. Was ist das für ein Betrug, den sie mit mir gemacht hatten, damit sie ihr Ziel erreichen. Außerdem hatte die Flasche gar keine Laute gemacht, dieses Geräusch wurde von ihnen hineingeschnitten.

Es wurde am Anfang des Films gesagt, dass Abdul Adhim gerne Theologie studiert hätte, aber seine Eltern fanden etwas anderes nützlicher. Das stimmt wieder nicht. Meine Eltern haben mich nie in meiner Berufswahl jemals beeinflusst, sie erfinden die ganze Zeit Geschichten mit ihren Vorstellungen.

Es wurde auch erzählt, dass das Thema meines Vortrages an jenem Tag in der Al-Nur Moschee „Die westliche Konsumgesellschaft“ lautete, was nicht stimmt. Das Thema lautete „Der Weg zur inneren Zufriedenheit“. Ich frage mich, warum ändern sie dast???

In dem Vortrag von Mainz behaupteten sie, ich habe die Fragen am Ende nicht beantwortet, die mit den Gesetzen dieses Staates zu tun haben und der Umgang eines Moslem dem gegenüber. Es stimmt wieder nicht!!!

Auch die interviewte Person vor der Moschee in Mainz war ganz gezielt gewählt und man brauchte dieses Interview eigentlich nicht zu zeigen. So viele andere Brüder wurden auch interviewt und sprachen sehr gut, diese wurden nicht gezeigt, weil das ihrem Interesse nicht entsprach.
(Scheinbar wollten sie sich nur wieder über die Muslime lustig machen).

Mein Professor Hanitsch von der TU-Berlin hat die ganze Zeit über mich gut gesprochen, er sagte vor laufender Kamera, dass sein Student fleißig, zuverlässig und einer der besten Studenten ist. Es wurde mir versprochen, diese Zeugnisse auszustrahlen, weil dies der Da’wa nutzt.
Es wurde einfach weggelassen.

All diese Punkte und andere Sachen haben mich dazu bewegt, diese Stellungnahme zu schreiben, da es für mich unhaltbar war, diesen Bericht einfach im Raum stehen zu lassen. Ich werde mich deshalb auch in Kürze inchaallah mit der WDR-Redaktion in Verbindung setzen.

Baraka LLahu fikum für euer Interesse und Anteilnahme.

Salam alikom

Abdul Adhim

der-moslemmacher.png

Was die Medien angeht, so haben sie ihr Ziel erreicht. Im Kommentarbereich, zu der veröffentlichten Reportage auf dem Newsportal webnews.de sind die Meinungen vertreten, bei denen sich die Filmemacher wohl freuen werden über ihre geglückte Propagandamission.

ziel-erreicht-der-medien.png

Advertisements

3 Antworten to “Die Medienmacher – wie sie den Islam entstellen”

  1. GUSTAV STAEDTLER said

    Die Welt und die Weltgesellschaft strebt in die Freiheit
    die man Wahnsinn nennt.
    Sie wissen nicht was sie tun,
    und das ist auch gut und richtig so,
    damit sie Schritt um Schritt auf dem richtigen Weg
    dahin gelangen wohin sie gehoeren
    und also problemlos ihr lang ersehntes Ziel erreichen.
    Sie streben nach der Freiheit die man Wahnsinn nennt.
    Sie wollen nicht wissen was sie tun.
    Sie folgen bedenkenlos treu ihrem Willen,
    ihrer unstillbaren Sehnsucht auf dem Weg der Gier,
    bloeder als jedes Tier.
    Logos Theon.
    *
    *
    It’s really a special liberty and religion,
    which is dictating other nations liberty and democracy.
    *
    WITHOUT TRUTH YOU ARE THE LOSER FOREVER.
    *
    USA THAT’S THE WRONG WAY.
    Gustav Staedtler.
    2008

  2. thalex said

    Ich vermute einmal, dass hier eine Frau schreibt.

    Dann hätte ich nämlich gleich eine Frage zu diesem Thema:
    http://thalex.wordpress.com/2007/12/02/muttermilch-als-frommer-ausweg/

  3. meridot said

    wenn die Geschichte wahr ist dem Link zufolge, was ich eher bezeweifle, dann muss ich mich schon wundern. Das ist absoluter schwachsinn. Wenn im Islam eine Mutter ein Baby säugt, das nicht ihres ist, so zählt das Kind wie ihr eigenes(die leibliche Mutter hat natürlich recht auf ihr kind), und diese Kind kann nicht ein Kind der Amme heiraten. Sie sind praktisch wie geschwister, wenn auch keine Leiblichen. Ein erwachsener mann brauch aber keine milch!!!!! diese regelung bezieht sich nur auf säuglinge.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: