Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Islam ist die Religion des Frieden

Posted by muslimwelt - Januar 16, 2008

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 „Der Islam war niemals eine Religion des Friedens. Er ist eine Religion, die auf einem Kriegercodex basiert.” So lauten die Aussagen auf ein paar Islamfeindlichen Blog´s. PI das Affentheater redet über den Mythos von Islam als „Religion der Frieden“ Und ich sage hier an alle Islamhetzer der Welt. Ja, Islam ist eine Religion des Friedens und nichts anderes, wenn es Stellen im Koran über Krieg gibt, betreffen diese Stellen das Verteidigungsrecht an, und um Frieden zu schaffen. Ein Angriffskrieg ist uns Muslimen untersagt. Manchmal ist leider der Krieg nicht auszuschließen um Frieden zu schaffen. Fast jeden Tag sterben Zivilisten durch den Krieg, den die USA im Irak vom Zaun gebrochen haben. Machen sie das nicht, im Namen des Frieden. In Afghanistan wo auch Deutschland und die Amerikaner aktiv sind und Zivilisten töteten darunter Kinder und Frauen. Sagen die denen nicht, wir machen das im Namen des Frieden. Aber leider statt Frieden sehe ich nichts, nur Terror.

 

Ahmad v. Denffer hat in seinem Vortrag im Rahmen der Islam-Woche in Darmstadt erklärt was das Wort Islam bedeutet.

Frieden ist ein aktuelles Thema und zugleich schon ein fast abgedroschenes Wort. Vom Frieden redet heute fast jeder. Reagan in Amerika verspricht Frieden – durch den Krieg der Sterne.

Gorbatschow in Moskau redet auch vom Frieden – und zeigt in Afghanistan, was er damit meint. Und so geht es weiter, von den großen Politikern – die nur große Politiker genannt werden, weil sie von Großmächten kommen – von den großen Politikern zu den mittleren, mittelmäßigen und den kleinen. Die Namen, die dazu passen, können Sie sich selbst aussuchen, darauf kommt es mir gar nicht an. Es steht jedenfalls fest: Vom Frieden reden tun viele, wirklich Frieden bringen aber nicht.

Noch seltsamer muß es deshalb dem einen oder anderen von Ihnen vorkommen, daß ich heute zu Ihnen über einen Weg zum Frieden spreche, der Islam heißt. Sie wissen natürlich: der Islam ist eine der großen Weltreligionen, die zahlenmäßig stärkste nach dem Christentum, aber nur, wenn man beide Konfessionen – katholische und protestantische – zusammenzählt. Vom Islam hat jeder schon einmal etwas gehört, besonders in der letzten Zeit. Immer wieder steht das ja in der Zeitung, kommt im Fernsehen vor und in den Nachrichten. Aber, werden Sie nun fragen, was kann das denn mit Frieden zu tun haben? Islam – Weg zum Frieden, das klingt für fast jeden Menschen paradox. Islam hat doch, so sagen Sie, mit dem „Heiligen Krieg“ zu tun. Der Islam wurde doch, so haben wir es in der Schule gelernt, „mit Feuer und Schwert verbreitet“. Die Muslime sind doch, so haben wir es im Kino gesehen, die in den weißen Gewändern, mit langen Turbanen, die auf den Pferden dahergaloppieren und die Säbel schwingen. Und heute, so steht es in der Zeitung – ganz klar – sind sie es wieder, die sich vorwiegend mit dem Krieg beschäftigen: Iran und Irak, Palästina, Libanon, Araber und Israel, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Also, was hat das mit Frieden zu tun, und wie kann das, der Islam, ein Weg zum Frieden sein?

Das sind berechtigte Fragen. Ich möchte versuchen, sie zu beantworten. Ob es gelingt, weiß ich nicht, aber wir wollen es versuchen. Und ich fange mit einer ganz einfachen Sache an, dem Wort Islam selbst.

 

Was bedeutet Islam?

Was bedeutet eigentlich das Wort Islam? Wir alle gebrauchen es, wir lesen und hören und reden davon, aber kaum einer weiß, was es wirklich bedeutet. Es kommt aus der arabischen Sprache, das wird der eine oder andere noch wissen, aber – wer kann schon Arabisch? Ich möchte es Ihnen erklären. Es ist ganz einfach:

In der arabischen Sprache – in den semitischen Sprachen überhaupt, z.B. auch im Hebräischen – sind es bei den Wörtern immer die Mitlaute, die Konsonanten, die den Sinn eines Wortes bestimmen. Sehen wir uns also das Wort Islam einmal genau an:

Es hat drei Mitlaute, nämlich s -1- m. Die Selbstlaute sind i und a, aber sie interessieren uns hier im Moment noch nicht, nur das s-I-m ist wichtig für uns. Sie erhalten hier übrigens gerade Ihre erste kostenlose Einfiihrung in die arabische Sprache. Passen Sie also gut auf, es ist Bildung und sie kostet nichts. – Spaß beiseite, also, es geht um die Mitlaute s-I-m. Es gibt ein anderes arabisches Wort, das genau diese Mitlaute hat. Jeder von Ihnen kennt es. Wenn Sie nicht sofort darauf kommen, stellen Sie sich vor, Sie sind beim Kreuzworträtsel, also: gesucht – arabisches Wort mit fünf Buchstaben, drei davon kennen wir schon, der erste ist s, der dritte ist I und der fünfte, der letzte, ist m. Wie heißt das Wort? Das wissen Sie. Richtig, es heißt „salam“. Es ist der Anfang des Grußes, den die Muslime verwenden, wenn sie einander begrüßen. Sie sagen nämlich, das wissen Sie alle, „salam alaikum“ – das kennen Sie schon, der Volksmund hat damit ja genug Spott getrieben, es ist schon ein geflügeltes Wort. Und jetzt: Was bedeutet es denn überhaupt, dieses „salam alaikum“? Es bedeutet: Friede sei mit euch. Der eine oder andere von Ihnen kennt vielleicht auch das Wort „schalom“. Das heißt auch Friede, genau wie salam. Es ist das hebräische Wort, auch aus einer semitischen Sprache, und es klingt fast genau so – „salam“ heißt also Friede. Und jetzt geht es weiter. Wir hatten gerade gesagt, daß die Mitlaute des Wortes die Bedeutung ausmachen.

Beim Wort salam, das Friede heißt, – das wissen Sie selbst, das ist gar nichts Neues, was ich Ihnen hier erzähle – beim Wort salam sind es die Mitlaute s-I-m, genau wie beim Wort Islam. Das Wort Islam hat also ganz bestimmt etwas mit dem Wort salam, mit dem Wort für Frieden zu tun.

 

Islam ist Friedenmachen

Ich will es Ihnen sagen, Islam bedeutet wörtlich: Frieden machen. Das arabische Wort Islam bedeutet, wenn man es korrekt und wörtlich in die deutsche Sprache übersetzt: Frieden machen. Es ist ein Hauptwort, also muß man, wenn man es ganz genau nimmt, sagen: der Islam ist „das Friedenmachen“. Das ist der erste wichtige Punkt, auf den ich Sie heute abend hinweisen will. Wir alle kennen das Wort, aber fast niemand weiß, was es eigentlich bedeutet. Sie wissen es jetzt: Islam heißt „Frieden machen“, aber es bleibt dabei, daß 99,9 % der Leute das nicht wissen. Und wenn das so ist, dann darf man sich auch nicht wundern, daß die Leute den Islam ganz falsch verstehen, und man darf es ihnen auch nicht übelnehmen. Es ist ganz klar, daß man den Islam aufgrund verschiedener falscher Meinungen und Informationen eher mit Krieg als mit Frieden in Verbindung bringt, wenn man wirklich nicht weiß, was das Wort Islam bedeutet: Friedenmachen. Ganz kurz noch, weil wir schon dabei sind, will ich Ihnen noch ein drittes Wort erklären, das Sie ebenfalls kennen, und das wieder die drei Mitlaute s-l-m hat, das Wort Muslim. Der Muslim – wir sprechen immer vom Muslim, nicht vom Mohammedaner, weil es in Wirklichkeit ja nicht um Mohammed geht – der Muslim ist derjenige, der Frieden macht, das Wort Muslim bezeichnet die Person, die den Islam zur Religion hat, das Friedenmachen, und er ist der Mensch, der das Friedenmachen tut, also Muslim heißt ganz einfach: einer, der Frieden macht. Aber das nur am Rande.

Und nun zu der eigentlich wichtigen Frage: Islam – Weg zum Frieden. Sie haben schon gemerkt: ich sagte nicht „Islam, ein Weg zum Frieden“, sondern „Islam – Weg zum Frieden“. Das bedeutet, dahinter steckt ein Anspruch. Das bedeutet: Islam ist nicht ein Weg zum Frieden, der neben manchen anderen Wegen steht, sondern das bedeutet: Islam ist der Weg zum Frieden überhaupt. Wie soll man das verstehen, werden Sie sagen. Ich möchte es Ihnen erklären.

 

Vier Bereiche

Islam als Weg zum Frieden schließt vier große Bereiche ein, und jeden von diesen vier großen Bereichen wollen wir kurz betrachten. Islam ist die Lebensweise des Friedenmachens, und dabei geht es um viererlei: um den Frieden mit Gott, um den Frieden mit sich selbst, um den Frieden mit den Mitmenschen, und um den Frieden mit der Schöpfung überhaupt. Ich sage Ihnen folgendes: Diese vier hängen ganz eng miteinander zusammen, eines baut auf dem anderen auf. Sie können anfangen wo Sie möchten, meinetwegen am Schluß, beim Frieden mit der Schöpfung, fangen wir da einmal an, das ist ja heute eine aktuelle Frage. Der Mensch befindet sich heute – das weiß nun fast jeder – jedenfalls nicht im Frieden mit der Schöpfung, nicht im Frieden mit der Natur, nicht im Frieden mit der Umwelt. Das kann jeder sehen, der Augen im Kopf hat.

Und woher kommt das?

Es kommt daher, weil zwischen den Menschen statt Übereinstimmung und Harmonie Unfrieden, Neid, Eifersucht und der Wunsch den anderen zu übervorteilen steht. Der Raubbau, der mit der Natur getrieben wird – das Wort Schöpfung ist ja nur ein anderes Wort für Natur – der Raubbau, der da von den Menschen getrieben wird, hat seine Ursache darin, daß jeder den anderen übertreffen will, und mancher den anderen. sogar vernichten möchte. Es ist ein Kampf zwischen den einzelnen Menschen – wenn der Nachbar ein neues Auto gekauft hat, brauche ich ein noch besseres. Sie kennen das alle, ich brauche darüber nicht mehr zu sagen, und es ist ein Kampf der Systeme, wenn die Amerikaner auf dem Mond gelandet sind, müssen die Russen sie übertreffen – auch das ist bekannt. Es geht im Klei nen, wie im Großen. Der Unfriede zwischen den Menschen führt zum Unfrieden in der Natur, in Gottes Schöpfung. Und der Unfriede zwischen den Menschen, woher kommt der?

Ich habe es Ihnen schon gesagt: Er kommt vom inneren Unfrieden im Menschen selbst. Es kommt daher,.. daß viele Menschen heute keinen inneren Frieden gefunden habe, daß sie mit sich selbst im Streit sind, innerlich unzufrieden. Und das lenken sie nach außen, weil ja kein Mensch auf Dauer mit einem inneren Konflikt leben kann. Dieses Prinzip kennen Sie ebenfalls, da erzähle ich Ihnen auch nichts Neues. Das wissen Sie:

Wenn es irgendwo in einem Land politische Schwierigkeiten gibt, was tun die Machthaber? Sie brechen einen außenpolitischen Konflikt vom Zaun, sie fangen einen Krieg an, um von der inneren Schwierigkeit abzulenken. Genau so ist das mit den einzelnen Menschen auch. Wenn sie innere Not leiden, im Herzen keinen Frieden gefunden haben, dann werden sie das nach außen tragen und das führt zum .Streit mit anderen, sei es der Ehegatte, sei es der Vater oder die Mutter, Nachbarn, Arbeitskollegen, wer auch immer. Der innere Unfriede führt zum äußeren Unfrieden, und der äußere Unfriede, der Unfriede mit den anderen Menschen, führt zum Unfrieden, zum Unheil in der Schöpfung, der Natur, der Umwelt. So weit ist das, glaube ich, einigermaßen verständlich. Vielleicht sieht das nicht jeder so deutlich, in dieser Klarheit, wie ich das gerade erklärt habe, aber ich glaube, jeder von Ihnen spürt zumindest: da ist schon etwas dran an dem, was der da erzählt.

 

Warum kein innerer Friede?

Und jetzt müssen wir fragen: Woher kommt es, daß so viele Menschen keinen inneren Frieden haben? Auch das wissen Sie nun schon: Es kommt daher, daß sie sich nicht im Frieden mit Gott befinden. Davon hängt letztlich alles ab. Gott ist der Schöpfer, nicht nur des Menschen, sondern von allem, was es gibt. Er ist der „Herr der Welten“, heißt es im Heiligen Koran.

Gott, der Schöpfer, der den Menschen geschaffen hat, hat ihn auch mit allem versorgt, was er zum Leben braucht. Die ganze Schöpfung hat Gott dem Menschen anvertraut – nicht „untertan gemacht“, wie es in den Bibelübersetzungen oft heißt, sondern zur Nutznießung anvertraut. Und Gott hat für den Umgang mit der Schöpfung einen klaren Weg gezeigt, den Weg des Friedens, den Weg des Islam, des Friedenmachens. Alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist, so heißt es im Heiligen Koran, wirft sich nieder vor Gott, ist Gott ergeben, willentlich oder notwendigerweise. Auch für den Menschen gibt es diesen Weg des Friedens und des Friedenmachens. Im Unterschied zur übrigen Schöpfung aber soll der Mensch sich selbst dafür entscheiden, im Frieden mit Gott zu leben, und damit im Frieden mit sich selbst, dann dadurch im Frieden mit den übrigen Menschen und so auch im Frieden mit der Schöpfung überhaupt. Hier schließt sich dieser Kreis. Ich möchte Ihnen aber noch kurz erklären, wie das aussieht, dieses Friedenmachen mit Gott, und Ihnen dann einige Hinweise geben, die auch für Sie sicher von Interesse sind.

 

Frieden und Gottes Wille

Für den Menschen sieht es im Hinblick auf Gott genau so aus, wie für die übrige Schöpfung: Friede mit Gott entsteht durch Fügung in Gottes Willen, dadurch, daß man so lebt, wie Gott es will, und Unfriede mit Gott, Streit mit Gott entsteht dadurch, daß der Mensch sich Gottes Willen widersetzt, dadurch, daß man so lebt, wie Gott es nicht will. Das ist der Schlüssel zu dem ganzen Problem. Gott, der den Menschen geschaffen hat, weiß zweifellos auch, was für den Menschen gut und nützlich ist, und was ihm schadet. Gott selbst hat für den Menschen – wie für die Schöpfung überhaupt – den Lebensweg, die Lebensweise des Friedenmachens vorgesehen, und das geschieht – und kann nur geschehen – dadurch, daß der Mensch Gottes Willen annimmt und sich zu eigen macht, daß er so lebt, wie Gott es will. Das ist Islam, die zweite Bedeutung des Wortes Islam: eine Lebensweise im Gehorsam gegenüber Gott. Und hierzu möchte ich Ihnen nun noch die wichtigsten Dinge erläutern, damit Sie nicht heute von hier fortgehen und sagen: Der hat uns vorgetragen, daß etwas getan werden muß, aber was getan werden muß, hat er nicht gesagt.

Gehen wir also einmal der allerersten Frage nach, dem Frieden des Menschen mit Gott. Ich habe da eine ganz klare Antwort für Sie, auf die Frage, was da getan werden muß. Gott selbst hat es uns Menschen ja gesagt. Sie kennen wohl alle den Satz, um den es da geht. Im Alten Testament heißt er: „Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir“. Das kennen Sie natürlich. Aber vielleicht haben Sie nicht gewußt, daß gerade dieser Satz auch der erste und wichtigste Grundsatz des Islam ist, des Friedenmachens. Im islamischen Zusammenhang heißt dieser Satz, der zugleich das islamische Glaubenszeugnis ist: la ilaha illa Ilah, zu Deutsch: es gibt keinen Gott außer Allah.

Wer ist Allah?, werden Sie fragen. Allah ist der Name, den der Heilige Koran, das Buch des Islam, für den einen einzigen Gott gebraucht. Da wir schon vorher ein bißchen Arabisch gelernt haben, hier noch etwas dazu: Das interessante an diesem Wort ist, daß es eigentlich aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt ist, nämlich al- und llah. Das wurde verschmolzen zu Allah.

„AI “ ist einfach der Artikel, heißt also „der“, und auch „die“ und „das“ (im Arabischen gibt es da keinen Unterschied) und „Ilah“ ist der Name Gottes. Allah heißt also „der Gott“, und gemeint ist der eine einzige wahre Gott. Interessanterweise gibt es für dieses Wort im Arabischen auch keine Mehrzahlform, wie das Wort „Götter“ die Mehrzahl von „Gott“ ist. Aber das nur nebenbei. Das wirklich Wichtige ist folgendes: Wo es den einen einzigen wahren Gott gibt, da haben die Menschen dann auch die vielen falschen Götter, die Götzen aufgestellt.

 

Friede mit dem wahren Gott

Beim Islam – Friedenmachen mit Gott – geht es nun um folgendes: Mit dem einen wahren Gott kannst du nur Frieden machen, wenn du dich von den vielen anderen falschen Göttern trennst. Kein Mensch kann gleichzeitig zwei Herren dienen oder noch mehr. Nur einem gegenüber kann er völlig treu und ergeben sein, denn immer dann, wenn der eine etwas verlangt, das der andere nicht will, gäbe es einen Konflikt.

Gott, Allah, ist für den Muslim der Schöpfer, der dem Menschen auch den Lebensweg und die Lebensweise vorgeschlagen hat. Gott zeichnet sich dadurch aus, daß Er vom Menschen Gehorsam verlangt. Auch den falschen Göttern, die der Mensch neben Gott, oder gar an die Stelle Gottes, gesetzt hat, bietet der Mensch Gehorsam an. Der Mensch, statt sich frei zum Gehorsam Gott gegenüber zu entscheiden, begibt sich in die Gefangenschaft und Sklaverei den falschen Götzen gegenüber.

Er läßt sein Leben bestimmen, statt vom Willen Gottes, durch den Götzen Mammon, statt vom Willen Gottes durch den Götzen Genußsucht, statt vom Willen Gottes durch den Götzen der Eigensucht.

Götzen, falsche Götter, denen der Mensch zu folgen bereit ist, sind nicht einfach Figuren aus Holz oder Stein, wie man sie sich vom Urlaub in Afrika mit nach Hause bringt, nein, die wirklichen Götzen unserer Zeit und unserer Gesellschaft sind unsichtbar und trotzdem weitaus gefährlicher als solche Masken und Figuren: Es sind die Vorstellungen und Ideen, die den Menschen zwingen wollen, oder besser gesagt, mit denen der Mensch selbst sich dazu zwingt, dem wahren Gott den Gehorsam zu verweigern.

Daß es nur einen Gott gibt, der über das Gute und Schlechte, über Erlaubtes und Verbotenes entscheidet, ist der islamische Grundsatz, mit dem alles steht und fällt. Und Gott, so heißt es im Heiligen Koran, ist bereit, dem Menschen, der aufrichtig bereut, jede Sünde zu vergeben – ohne Kreuzestod und Menschenopfer, sondern einfach aus Seiner Barmherzigkeit heraus – Gott ist bereit, alle Sünden zu vergeben, außer einer einzigen:

daß du etwas anderes an Seine Stelle setzt, daß du die falschen Götter dein Leben leiten läßt und den wahren Gott beiseite schiebst. Friedenmachen, das geht nur mit dem wahren Gott, und jeder, der sein Leben leiten läßt durch Werte, Ideen und Vorstellungen, die dem Willen des wahren Gottes widersprechen, der muß unweigerlich in Streit und Unfrieden mit Gott geraten, und genau das ist es, was geschehen ist und geschieht: Mitten um uns herum haben die Menschen aufgehört zu fragen: Was sagt Gott dazu, wie ich lebe, und was will Gott von mir in meinem Leben?, und so sind sie vom Unfrieden mit Gott zur eigenen Friedlosigkeit gekommen, die Streit und Krieg zwischen den Menschen und die Zerstörung der Schöpfung Gottes mit sich bringt.

 

„Heiliger Krieg“?

Lassen Sie mich auch zum Stichwort Krieg noch etwas sagen. Das ist ja eines der am weitesten verbreiteten Stichworte und Vorurteile, das im Zusammenhang mit dem Islam immer wieder vorkommt: der sogenannte „Heilige Krieg“. Wenn Sie sich die Mühe machen würden, einmal den Koran, die Heilige Schrift des Islam auf das Stichwort „Heiliger Krieg“ hin durchzublättern, dann wären Sie danach bestimmt verwirrt. Sie müßten nämlich feststellen daß es den Ausdruck „Heiliger Krieg“ im Koran gar nicht gibt. Der „Heilige Krieg“ stammt allenfalls aus der Bild-Zeitung, aber nicht aus dem Koran. Genauer gesagt: der Begriff „Heiliger Krieg“ im abendländischen Sprachgebrauch stammt aus der Zeit der Kreuzzüge, als die Kirche sich an die Spitze einer Bewegung stellte, die aus dem Herzen des christlichen Abendlandes aufbrach, mit Feuer und Schwert ins Heilige Land zu ziehen. Diese sogenannten Kreuzzüge zur Befreiung des Grabes Christi, wie man damals im Mittelalter sagte, waren völlig überflüssig und durch nichts zu rechtfertigen, denn die damaligen Verwälter der Heiligen Stätten in Jerusalem, die Muslime, erlaubten allen Wallfahrern den Besuch: Christen und Juden – das letztere war im Mittelalter in Europa ja etwas völlig Unerhörtes.

Es ging in Wirklichkeit auch um Machtpolitik und wirtschaftliche Interessen, den Levante-Handel, die Gewürze usw. – wie gesagt, es war durch nichts zu rechtfertigen. Also erfand die Kirche damals, an der Spitze der Kreuzzugsprediger der Abt Bernhard von Clairvaux, den „Heiligen Krieg“. Jedem Kreuzfahrer, der sich an diesem absolut unchristlichen Blutvergießen zu beteiligen bereit war, wurde die Vergebung selbst seiner schlimmsten Sünden versprochen. Der Krieg gegen die Heiden, damals waren es die Muslime, den die sogenannte christliche Kirche propagierte, das ist der eigentliche Ursprung des Begriffes „Heiliger Krieg“. Und dieser Begriff wird bis heute dann mit dem Islam in Verbindung gebracht, wohl, damit die Leute glauben, der Islam vertrete eine ähnliche völlig areligiöse und inhumane Auffassung von Krieg und Frieden sowie der Rolle, die die Religion dabei zu spielen hat. Das, meine Damen und Herren, ist völlig falsch.

Wie gesagt, wenn Sie den Heiligen Koran einmal durchlesen – ich kann Ihnen das nur wärmstens empfehlen, denn danach wissen Sie selbst Bescheid darüber, was den Islam und seine Hauptlehren betrifft, und müssen sich nicht immer durch Ansichten aus zweiter oder gar dritter Hand abspeisen lassen – wenn Sie also den Heiligen Koran einmal durchlesen, werden Sie den Begriff „Heiliger Krieg“ dort gar nicht finden. Er steht nicht im Heiligen Koran und hat folglich auch mit dem Islam nichts zu tun. Jeder, der weiß – und Sie wissen das ja jetzt – daß Islam Friedenmachen heißt, der kann sich das selbst ableiten, daß so etwas wie „Heiliger Krieg“ gar nicht dazu paßt.

 

Islam und Krieg

Nachdem dies nun geklärt ist, wird Sie sicher interessieren, wie es sich denn dann wirklich mit dem Krieg im Islam verhält. Die Sache ist ganz klar. Krieg ist das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann. Der Krieg zerstört und vernichtet alles, Menschen, Städte, Länder, alles. Es gibt nichts schlimmeres als den Krieg, diese völlige Vernichtung. Es gibt nichts schlimmeres auf dieser Erde als den Krieg. Nur noch im Jenseits, im Leben nach dem Tod, an das wir Muslime fest glauben, gibt es eine schlimmere Vernichtung, eine schlimmere Zerstörung, einen schlimmeren Schaden: das Feuer der Hölle, von dem der Heilige Koran sagt: sein Brennstoff sind Menschen und Steine. Der Islam verbietet, weil der Krieg die schlimmste Vernichtung darstellt, jeden Krieg, mit einer Ausnahme: Dort, wo es darum geht, vor der noch größeren, noch schlimmeren Veroichtung zu schützen, der Vernichtung im Jenseits. Vielleicht verstehen Sie das nicht gleich, darum will ich es erklären: im Islam ist jeder Krieg verboten, mit der Ausnahme eines einzigen Krieges:

Krieg, der geführt wird, um sicherzustellen, daß die Menschen frei dem einen und einzigen Gott dienen können. Krieg um politischer Macht. willen ist nicht islamisch, Krieg um wirtschaftlicher Interessen willen ist nicht islamisch, Krieg aus nationalem Interesse ist nicht islamisch, usw. – jeder Krieg ist nicht islamisch, bis auf den Krieg, der von Menschen geführt wird, um sicherzustellen, daß man sich frei dafür entscheiden kann, Gott wohlgefällig zu leben. Dort, wo jemand mit Gewalt verhindern will, daß die Menschen, die das möchten, ihr Leben im Frieden mit Gott leben, dort gilt für den Muslim, daß er nicht nur dagegen einschreiten darf, sondern einschreiten muß, und zwar so lange und mit solchen Mitteln, bis diese Freiheit, dieses Grundrecht des Menschen auf freie Ausübung seines Glaubens und seiner Religion gesichert ist. Ein Beispiel, damit Sie verstehen, was ich meine, ist Afghanistan. Dort ist eine Macht, die den Atheismus auf ihre Fahnen geschrieben hat, d.h. die Gottlosigkeit verbreiten will, die versucht, Menschen, die nicht ohne Gott leben wollen, zur Änderung ihrer Lebensweise zu zwingen. Dort haben die Muslime nicht nur das Recht, sondern sie sind verpflichtet, alles ihnen mögliche zu tun, dies zu unterbinden, notfalls auch mit Gewalt, notfalls auch unter Einsatz von Leib und Leben.

Nur in einem solchen Fall – und Afghanistan ist solch ein Fall – gibt es also auch Krieg im Islam. Ich glaube, wenn man darüber ein bißchen nachdenkt, wird man erkennen, wie sehr sich dieser Grundsatz von dem unterscheidet, was man landläufig unter dem „Heiligen Krieg“ versteht.

 

Kein Zwang im Glauben

Und noch ein Stichwort: Wie gesagt, „Heiliger Krieg“ steht also nicht im Heiligen Koran. Dafiir steht etwas ganz anderes da, nämlich das Wort Dschihad. Dschihad wird vom Muslim verlangt, nicht Krieg. Dschihad heißt wörtlich „Anstrengung“. Es geht darum, daß der Muslim, was er tut, mit Anstrengung tun soll, mit ganzem Einsatz könnte man sagen. Und dieser ganze Einsatz verlangt eben notfalls auch in dem geschilderten Fall den Einsatz von Leib und Leben, wenn alle anderen Mittel und Wege erfolglos geblieben sind, und die Menschen gewaltsam daran gehindert werden, dem einen wahren Gott zu dienen und ihr Leben so zu gestalten, wie es Gott wohlgefällig ist. Und bitte, verstehen Sie mich recht: Es geht hier um die Freiheit, ja zu sagen zu Gottes Weg des Friedenmachens, nichts sonst. Wer will, soll die Freiheit haben, ja sagen zu können, darum geht es. Wer nicht will, braucht es nicht. Die Menschen sind frei in ihren Entscheidungen. Ein ganz wichtiger Satz aus dem Heiligen Koran lautet: „Es gibt keinen Zwang im Glcruben, und Irregehen und Rechtleitung sind klar unterschieden“, d.h.: der Mensch kann sich frei entscheiden. Worum es geht ist, daß diese Möglichkeit zur freien Entscheidung unter allen Umständen bestehen muß, weil hiervon ja auch das zukünftige Leben des Menschen abhängt: Gottes Lohn für den, der sich bemüht, Gott wohlgefällig zu leben, und Gottes Strafe für den, der sich dagegen entschieden hat. Um den Menschen davor zu bewahren, der noch größeren Vernichtung im Jenseits ausgeliefert zu sein, die von unendlichem Ausmaß und von unbegrenzter Dauer ist, erlaubt der Islam dann notgedrungen den Krieg als die kleinere Vernichtung auf dieser Erde, die im Vergleich zum Jenseits trotz allen Schreckens eine begrenzte Vernichtung ist.

Ich weiß, akzeptieren kann diese Anschauung nur der, der wirklich an das Jenseits glaubt, aber selbst der unter Ihnen, der nicht daran glaubt, kann sie sicher nachvollziehen, denn sie ist ohne Zweifel schlüssig und sinnvoll. Gebe Gott, daß uns die große und die kleine Vernichtung erspart bleiben, möchten wir jetzt beten. Aber dazu können wir auch selbst noch etwas tun, nämlich statt Krieg – Frieden machen. Und hier wissen Sie natürlich schon, was ich jetzt meine: Frieden machen mit Gott, dann mit sich selbst, dann mit den anderen Menschen, dann mit der Schöpfung, der Welt überhaupt. Das ist es, worum es hier geht, und das ist der Weg zum Frieden, den der Islam darstellt.

 

Eine interessante Frage

Und zum Abschluß eine interessante Frage: Alle reden vom Frieden. Wir auch. Aber ich glaube, es gibt niemanden, der so oft vom Frieden redet, wie ein aufrichtiger Muslim. Wie oft er das tut, das kann man kaum zählen. Beschränken wir die Frage einmal auf einen bestimmten Zeitraum, sagen wir: Wie oft am Tag spricht ein Muslim vom Frieden?

Sie werden überrascht sein – ich war es auch, als ich mir diese Frage zum ersten Mal gestellt habe. Vom Friedensgruß der Muslime haben wir ja schon am Anfang gesprochen. Immer dann, wenn ein Muslim einem anderen begegnet, sagt er „Friede sei mit Euch“, und wenn er sich verabschiedet ebenfalls. Je mehr Menschen er trifft, um so öfter sagt er das, um so öfter wünscht er und spricht er vom Frieden.

Aber das ist nicht alles. Selbst wenn er keinen anderen Menschen treffen würde, wird er trotzdem jeden Tag vom Frieden sprechen, mehrmals jeden Tag, und sich dadurch daran erinnern, was seine Bestimmung, sein Aufgabe als Muslim ist: Frieden machen, Frieden bringen, im Frieden sein mit Gott, mit sich selbst, mit den anderen und mit allem um ihn herum.

Wissen Sie, daß der Muslim jedes seiner fünf täglichen Gebete mit diesem Friedensgruß beschließt? Nach jedem Gebet sagt er zweimal „Friede sei mit Euch“ – „as-salamu alaikum“. Das wären zehn mal am Tag, wenn er die vorgeschriebenen Gebete verrichtet. Zehn mal am Tag spricht der Muslim vom Frieden, erinnert sich daran. Wer sonst, außer einem Muslim, kann das von sich behaupten, daß er regelmäßig jeden Tag, zehn mal vom Frieden spricht? Selbst die Leute aus der Friedensbewegung tun das nicht. Aber das ist nicht alles. Neben den vorgeschriebenen Gebeten verrichtet fast jeder Muslim auch noch freiwillige Gebete, nämlich vor und nach den Pflichtgebeten, und auch da sagt er jedes Mal zum Abschluß „as-salamu alaikum“ – zweimal.

 

Insgesamt, wenn man die zehn mal und die übrigen 14 mal zusammenzählt, sind es 24 mal. Und damit nicht genug. In jedem dieser Gebete betet der Muslim: „as-salamu alaina wa ala ibadi llahi salihin“, d.h. „Friede auf uns und auf Gottes rechtschaffenen Knechten“, manchmal sagt er es einmal, manchmal zweimal, aber mindestens 15 mal, das heißt zusammen 39 mal, und wenn er noch das späte Nachtgebet betet, das man „witr“ nennt, dann jedenfalls mehr als 40 mal am Tag. Wer, außer einem Muslim, kann das von sich behaupten, daß er jeden Tag in seinem Leben, mehr als 40 mal vom Frieden spricht? Es ist ganz klar: Allein vom Frieden zu sprechen, genügt nicht. Ich habe auch nicht gemeint, daß jeder, der nun diese täglichen Gebete spricht, das immer in dem vollen Bewußtsein tut, daß es dabei um den Frieden geht. Aber ich sage: Wer, außerdem Muslim, hat eine Religion, eine Weltanschauung, eine Lebensweise, zu der es ganz unverzichtbar hinzugehört, daß er mehr als 40 ma1 am Tag vom Frieden spricht?

Hier geht es nicht darum was der Mensch mit diesem Lebensweg, den der Schöpfer ihm vorgeschlagen hat, gemacht hat – denn der Mensch ist frei, Gottes Rat anzunehmen oder abzulehnen, und bei Annahme lohnt es ihm Gott und bei Ablehnung straft Er den Menschen. – Hier geht es darum: Wie ist dieserWeg beschaffen? Er hat mit Frieden zu tun, es handelt sich um den Weg des Friedenmachens – und das nimmt außer uns Muslimen niemand für sich in Anspruch. Liebe, wie im Christentum, ja – Leiden wie im Buddhismus, ja – aber Frieden als zentraler Begriff, ja sogar als Bezeichnung und Kennzeichen, das gibt es nur beim Islam.

Darum sage ich: Der Weg des Friedenmachens, der Weg des Islam, das ist der Weg, nach dem letztendlich die Menschen wirklich suchen. Und gerade deshalb wird der Islam von den Feinden des Friedens so heftig bekämpft, verleumdet und falsch dargestellt. Sie, die auf Kosten anderer Menschen leben, sich Luxus leisten können, weil andere sich in Einschränkung, Unfreiheit und Armut befinden, sie haben kein Interesse daran, daß dieser Weg des Friedens sich weiter verbreitet, daß er richtig verstanden und daß danach gelebt wird. Denn Frieden bedeutet auch das Ende von Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Zu diesem Weg, den der Schöpfer für uns Menschen vorgesehen hat, möchte ich Sie heute ganz herzlich einladen. Denken Sie einmal darüber nach, noch heute abend, bevor Sie einschlafen: Kann es denn überhaupt Frieden geben, ohne daß es Menschen gibt, die Frieden machen? Und kann nicht ich selbst, soll nicht ich selbst, muß nicht ich selbst und zu allererst ein solcher Mensch sein, der Frieden macht mit Gott, dann mit sich selbst, um den Frieden zu bringen für die anderen Menschen, die Mitmenschen, und für die Schöpfung Gottes überhaupt? Muß nicht ich, müssen nicht Sie damit anfangen? Möge Gott, der Barmherzige, es Ihnen leicht machen.

ISLAM – WEG ZUM FRIEDEN

Ahmad v. Denffer Vortrag im Rahmen der Islam-Woche in Darmstadt (April 1986)

Quelle: Islamischer Studentenbund Essen

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5 Antworten to “Islam ist die Religion des Frieden”

  1. Muslim said

    Mashallah, alhamdulillah,

    Der Islam ist wahrhaftig die Religion des Friedens. Denn durch den Islam beginnt man Frieden mit Gott zu schließen. Dann schließt man Frieden mit seiner Umwelt, Frieden in seinem Herzen. Nur der wahre und gute Gläubige wird auch Frieden in seinem Herzen finden, dank des Islam. Sei nicht traurig Muslimwelt, auf deiner Seite besuchen dich mehr Islamfeinde als Freunde und Muslime, aber das macht nichts. Denn der Frieden sei auf dir und in deinem Herzen akhi. Diese Leute glauben nur was sie wollen, schade, wenn sie nicht den rechten Weg erkennen. Aber Allah leitet recht, wen er will. Und Allah weiß es am besten. Danke Bruder für dein Engagement.

    Möge Allah uns standhaft in unseren Glauben machen, und möge Allah das Wissen der Muslime vermehren.Amin

    Salam Alaykum wa ramatullah wa barakatuh

  2. Dietrich von Bern said

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihren o.a. Artikel mit der Aussage „Islam bedeute Frieden“ habe ich mit großem Interesse gelesen. Einiges kann ich voll und ganz unterstützen, Anderes muss jedoch richtig gestellt werden.

    1. Islam kommt aus dem Arabischen und bedeutet wörtlich „Unterwerfung“ oder sinngemäß „Hingabe an Gott“!
    Das Wort „salam“ kommt im Koran zweiundvierzig mal in der Bedeutung von Frieden, Heil, Heilsgruß u.a. vor, ohne die Konnotation mit dem Begriff Islam.
    In Sure 59, Vers 23 wird Gott mit diesen Worten charakterisiert: „Er ist Gott, ausser dem es keinen Gott gibt. Er ist der hochheilige König, das Heil (salam)…“
    Nach Auffassung von klassischen islamischen Rechtsgelehrten ist Frieden mit Nicht-Muslimen der jure nicht möglich, sondern nur unter Muslimen. Daher auch die Unterscheidung in Dar ul-Harb (Haus des Krieges) und Dar al-Islam (Haus des Islam).
    Eine Ausnahme bilden die islamrechtlich geregelten Kontakte zu den >SchriftbesitzernDhimmiDschiziya<, der Kopfsteuer, unterworfen waren unter z.T. diskriminierenden Bedingungen!
    Friedensverträge, zwischenstaatliche Vereinbarungen arabisch-islamischer Länder mit anderen Ländern sind nach islamrechtlichen Normen auch in der Moderne lediglich zur Bewahrung des Gemeinwohls (maslaha) der islamischen Gesellschaft möglich.
    Der Begriff Islam dagegen, ebenfalls mit den Konsonannten s-l-m als Nomen abgeleitet, bezeichnet die Religion „Islam“ in desen ursprünglich verstandener Bedeutung als die „Ergebenheit an Gott“!
    In mehreren Sendschreiben, die Mohammad an die arabischen Stämme der arabischen Halbinsel richtete und deren Authentizität von der Forschung nicht angezweifelt wird, steht die Aufforderung: „Nimm den Islam an/Var, unterwerfe Dich (dem einzigen) Gott (aslim – Imperativ von aslama, so wirst Du unversehrt sein (taslam).
    Weder das Verb „aslama“ noch die Nominalform „islam“ kann im Sinne von „Frieden stiften“ oder gar „Frieden“ interpretiert werden. (zitiert aus Wikipedia)
    Die muslimische Begrüßungsformel „as-salami alaikum“ (Friede sei mit Euch) wird stets in der Pluralform verwendet, also nie „Friede sei mit Dir“. Diese Grußformel wird auch nur unter Muslimen verwendet; d.h. man benützt gegenüber einem Nicht-Muslim das Wort Salam als Wunsch in einer Grußformel ausdrücklich nicht!

    2. Kein Zwang zum Glauben? Dafür wird immer wieder gern die berühmte Sure 2, Vers 256 zitiert, die islamische Toleranz (wie wir sie im Westen verstehen) demonstrieren soll, die lautet:
    „Es gibt keinen Zwang zum Glauben. Klar ist nunmehr unterschieden das Recht von Irrtum; und wer den Tagut verleugnet, und an Allah glaubt, der hält sich an die stärkste Handhabe in der kein Spalt ist; und Allah ist hörend und allwissend!“
    Im Vergleich mit Suren ähnlichen Charakterters, kommt R. Paret zu dem Schluss: „Der Passus soll demnach nicht besagen, dass man niemanden zum Glauben zwingen darf (was die übliche Meinung der Vertreter des Islam ist), sondern dass man niemand dazu zwingen kann; d.h. er predigt nicht Toleranz, sondern weist darauf hin, dass der Bekehrungseifer des Propheten infolge menschlicher Verstocktheit weitgehend zur Erfolglosigkeit verurteilt ist“. (R. Paret, Der Koran, Kommentar zur Sure 2, S. 1212, Verlag Kohlhammer)
    Dazu passt auch der Umgang mit der Apostasie (Abfall vom Glauben), der mit der Todesstrafe für Apostaten geahndet wird! Und darin sind sich alle 5 muslimischen Rechtsschulen einig!
    Außerdem muß man die Sure 2, Vers 256 in Zusammenhang sehen. Hier sei als Beispiel die Sure 9, Vers 73 erwähnt:
    „Oh du Prophet, streite wider die Ungläubigen und Heuchler und verfahre hart mit Ihnen. Und ihre Herberge ist Dschahannan und schlimm ist der Weg dortin!“
    Wissenschaftler sagen, das Verbot des Zwanges gelte speziell hinsichtlich der Leute der Schrift (Juden u. Christen), da sie sich durch das Entrichten von Tribut (Dschiziya) gegen Zwang gefeit hätten. Ist das Toleranz in unserem westlichen Sinne?
    Heute wie ehedem gilt für Muslime, was der berühmte Sohn Tunesiens, der malakitische Jurist und Philosoph Ibn Khaldun (1353-1406) erklärte: „dass in der muslemischen Gesellschaft der Jihad, der Glaubenskrieg, der Universalität der islamischen Mission wegen, eine religiöse Pflicht für alle Muslime sei! Jeder habe zum Islam bekehrt zu werden, entweder durch Überzeugung, oder durch Gewalt! Der Islam habe die Verpflichtung, Macht über andere Völker zu gewinnen!“
    Über das Christentum und seine heilige Schrift sagt er in seinem berühmten Werk „Mugaddhimah“: „Die Christen haben die Wahl zwischen Übertritt zum Islam, Zahlung der Dschiziya (Tribut) in Form der Kopfsteuer oder Tod!!“
    An diese Politik haben sich die arabischen Kalifen und auch die turko-osmanischen Herrscher allzeit gehalten!

    3. Die Kreuzzüge: waren eine um Jahrhunderte verspätete Reaktion der katholischen Kirche gegenüber den islamischen Eroberungszügen unter den Kalifen und die Eroberung ehemals ur-christlicher Gebiete im Nahen Osten, Palästina, und Kleinasien. Sie stehen auch in einem kausalen Zusammenhang mit Agressionsakte gegen Christen im „Heiligen Land“, was gern von Muslimen ignoriert oder verschwiegen wird. Initiator dieser an Christen verübten Pogrome war der 6. Kalif der ägyprischen Fatamiden, Al Hakim. Seit 1008 kam es zu den ersten Plünderungen und Enteignungen christlicher Kirchen. Die Zerstörung der Grabeskirche um Jahre 1009 war dann der endgültige Auslöser für die Kreuzzüge der Europäer nach Palästina und ins Heilige Land.

    Dies alles sollte von Herrn Ahmad v. Denffer nicht vorsätzlich verschwiegen werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dietrich von Bern

  3. bruno said

    Ich habe da mal eine eine generelle Frage, was haben Allah und Mohamed denn nun eigentlich für die Muslime getan? Hört sich vielleicht ein wenig seltsam an diese Frage, aber sie stellt sich mir einfach. Und wann hat ein Muslime die Gewissheit in den Himmel zu kommen? Gibt es da überhaupt ein Zusage dass Mann oder Frau definitiv in den Himmel kommen und wenn ja, was müssen sie dafür tun?
    Liebe Grüße und Segen
    Bruno

  4. muslimwelt said

    Hallo,

    Ein Mensch, der an die Existenz Allahs glaubt, muss zuerst die Gebote seines Schöpfers lernen und die Dinge die Ihm wohlgefallen, Ihm, der ihm eine Seele gegeben hat, als er ein nichts war, der ihn leben, essen und trinken lässt und der ihm Gesundheit gegeben hat. Ferner muss er sein gesamtes Leben verbringen, indem er sich an Allahs Gebote hält und Allahs Wohlgefallen sucht. Es ist die Religion, die uns die Moral, das Verhalten und den Lebensstil zeigt, der Allah gefällt. Allah hat im Quran klargemacht, dass Menschen, die ihr Verhalten an der Religion ausrichten, auf dem rechten Weg sind, während andere vom Weg abkommen.

    Ist etwa der, dessen Brust Allah für den Islam ausgedehnt hat, so dass er Licht von seinem Herrn empfängt? Darum wehe denen, deren Herzen gegen das Denken an Allah verhärtet sind! Sie sind in offenkundigem Irrtum. (Sure 39:22 – az-Zumar)

    Menschen, die an Allah glauben und Ihm in Demut gehorchen, organisieren ihr Leben in Übereinstimmung mit Allahs Empfehlungen aus dem Quran. Wer ein religiöses Leben führt, dessen Taten werden von seinem guten Gewissen geleitet sein, und er wird all das Schlechte vermeiden, das sein Egoismus ihm einflüstert. Wie Allah im Quran ausführt, hat er die Menschen in einer Weise geschaffen, die es ihnen leicht macht, ein Leben im Glauben zu führen.

    So richte dein ganzes Wesen aufrichtig auf den wahren Glauben, gemäss der natürlichen Veranlagung, mit der Allah die Menschen erschaffen hat. Es gibt keine Veränderung in der Schöpfung Allahs. Dies ist die richtige Religion. Jedoch, die meisten Menschen wissen es nicht. (Sure 30:30 – Ar-Rum)

    Harunyahya.de

    Siehe auch: https://muslimwelt.wordpress.com/2008/01/20/stress-und-depressiondie-folgen-der-untreue-zur-religion/

    MFG Muslimwelt

  5. franzauer said

    Wer die ewigen Wahrheiten braucht, um die Blutrünstigkeit der Islamisten zu kaschieren, macht sich mitschuldig! Wer sich für Mord und Terror der Dschihadisten stellt, macht sich ebenso mitschuldig! Die aufgeklärten Moslems dürfen solche Beleidigungen Ihres Propheten und der Religion nicht dulden! “Die Herabwürdigung des Islam durch die radilaken Islamisten dreht mir den Magen um!”

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