Muslimwelt

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Islamgegner „Sure 66: 2 und der Verstoß gegen das StGB“

Posted by muslimwelt - Januar 3, 2008

Bismi Allahi Arahmani Arahim.

Vor einigen Tagen hat jemand eine Sure vom Koran vorgestellt und behauptet, dass diese Sure gegen das Gesetz in Deutschland verstößt. Nachdem ich diese Sure im Internet angegeben habe wurde ich fündig. Es gibt sogar eine Artikel von einen sogennanten Holger Danske, der sich viel Mühe gegeben hat, die Verse aus dem Koran als Verstoß gegen das Gesetz darzustellen. Ich werde mir Inchaa Allah “So Gott will“ noch ein bisschen von meiner Zeit nehmen, um diesen Unsinn alles zu wiederlegen. Viele Seiten haben auch diese Verse missverstanden, missbraucht  und ins Spiel gebracht um sie gegen den Islam und Muslime zu nutzen. Mansche Islamhetzenden Seiten fordern sogar eine Zensur von Teilen des Korans, oder den  Ganzen Koran.

Auch Herr Islamgegner Geert Wilders, will den Koran zensieren in dem er gemeint hatte, die holländischen Moslems müssten die Hälfte des Korans wegwerfen. Ich habe mich gefragt, ob diese Leute noch ihren Verstand haben und ob sie den noch nutzen? Ich habe mich auch gefragt ob es damals überhaupt ein StGB oder das Deutsche Grundgesetz gab, bevor der Koran herabgesandt wurde? Nein, nicht mal das Wort Sozialhilfe oder die Grundrechte auf Schutz der Menschenwürde unter (Art. 1 Grundgesetz [GG]) haben existiert. Wie alt ist das Wort „Zakat“ (islamische Almosenabgabe) und wann hat das Wort Sozialhilfe angefangen zu existieren?

Es handelt sich hier um die Sure 66: 2. Die ungefähre Bedeutung lautet wie folgt: der Erbarmer sagt;:Wahrlich, Allah hat für euch die Lösung eurer Eide angeordnet, und Allah ist euer Beschützer; und Er ist der Allwissende, der Allweise.“ Selbstverständlich wurde dieser Vers wie immer aus dem Kontext gerissen und ohne den Anlass der Offenbarung und andere Quellen einzubeziehen, um das richtige Verständnis der jeweiligen Verse zu verdeutlichen.

Die Islamgegner sagen, dass dieser Vers  ein Verstoß gegen das Gesetz ist:

§ 153 StGB Falsche uneidliche Aussage (1)
§ 154 StGB Meineid (1+2)
§ 155 StGB Eidesgleiche Bekräftigungen
§ 156 StGB Falsche Versicherung an Eides Statt

Ist dass alles was ihr zurzeit gefunden habt?

Liebe Leser und Leserinnen, ich werde euch hier zeigen, dass diese Leute nur Schwachsinn erzählen. Und Ich sage mit meinen Worten hier, an alle Islamgegner und Islamhetzer der Welt von Osten bis Westen, diese Ayat (Vers) hat nichts mit euren Gesetz zu tun und ist kein Verstoß, weder gegen das Deutsche oder Holländische Gesetz noch gegen das Amerikanische oder Israelische Gesetz.

Es ist der 2te Vers in der Sure 66 – die „Das Verbieten“ heißt. In dieser Sure geht es darum, wie weit Enthaltsamkeit von der Sexualität oder die Opposition des Geschlechts gegen das andere, oder fehlende Harmonie zwischen den Geschlechtern den höheren Interessen der Gesellschaft schadet.

Die Verse 1 bis 12 in dieser Sure 66 „Das Verbieten“  zeigen das die Fehler die wir Menschen begehen, uns Menschen nicht an einem normalen Gesellschaftsleben hindern sollen. Harmonie und Gegenseitiges Vertrauen sollen gelehrt und verwirklicht werden, und Allahs   Segen steigt auf die Tugendhaften herab, selbst wenn diese in derselben Situation stecken wie die Bösen.

Höre Islamgegner und lernen statt hetzen.

Bevor ich den 2ten Vers dieser Sure erkläre, beginne ich zum näheren Verständnis mit dem 1ten Vers der Sure 66, in dem der Allmächtige sagt:

O Prophet! Warum verbietest du das, was Allah dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig.( Sure 66:1)

 Dies es ist keine Frage, sondern ein Tadel mit den sanften Worten der Ermahnung. Keiner, nicht einmal der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, hat die Macht, Erlaubtes für verboten zu erklären. Allah sagt weiter „…Um damit deinen Gattinnen einen Gefallen zu erweisen….“(Sure 66:1) Damit wird nicht nur der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, selbst getadelt, sondern auch seine Frauen werden darauf aufmerksam gemacht, dass sie in ihrer Eigenschaft als Frauen des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, nicht die damit verbundene Verantwortung richtig erkannt hatten. Obwohl im Qur’an nicht erwähnt wird, was der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sich selbst verboten hatte, erwähnen die Überlieferer und Kommentare zwei Ereignisse. Eines davon bezieht sich auf die Koptin Maria und ein anderes darauf, dass er sich selbst das Essen von Honig verbot.

 

Im Falle von Maria geht es darum, dass unser Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, nach dem Vertrag von Hudaybiija Briefe an die Herrscher der benachbarten Länder schickte, von denen auch einer an den Patriarchen von Alexandria gerichtet war. Dieser nahm zwar nicht den Islam an, empfing aber den Boten freundlich und schickte dem Propheten zwei Sklavinnen, die auf dem Rückweg Muslimas wurden. Eine davon, Maria, wurde im Haus des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, aufgenommen und gebar ihm im Jahre 8 nach der Hidschra einen Sohn namens Ibrahim der nach zirka einem Jahr seiner Geburt gestorben ist. (Mauduudi)

 

Eines Tages ging Hafsa, die Frau des Propheten zu ihrem Vater und unterhielt sich mit ihm. Als der Prophet im Haus von Hafsa war, kam Maria zu ihm und blieb eine Zeitlang dort bei ihm. Hafsa kehrte zurück und fand sie in ihrem Haus. Sie wartete voll heftigster Eifersucht darauf, dass sie herauskäme. Je länger das Warten wurde, desto stärker wurde die Eifersucht auf sie. Als Maria endlich herauskam, ging Hafsa zum Propheten hinein und sagte zu ihm: „Ich habe gesehen, wer bei dir war. Bei Allah , du hast mich verletzt. Und du hättest es nicht getan, wenn ich nicht von geringer Bedeutung für dich wäre.“ Muhammad (s.a.s.) begriff, dass die Eifersucht Hafsa veranlassen würde, zu verbreiten, was sie gesehen hatte, und es Aischa oder anderen seiner Frauen zu erzählen, und somit für Aufruhr in der Familie sorgen würde. Er wollte sie deshalb damit zufrieden stellen, er schwor, sich der ehelichen Beziehungen zu Maria in Zukunft zu enthalten, damit sie nichts von dem erzählen würde, was sie gesehen hatte. Hafsa versprach dem Prophet dies nicht weiter zu erzählen. Doch die Eifersucht fraß Hafsas Herz. Sie konnte es nicht für sich behalten und vertraute es Aischa.

 

Ein anderer Zwischenfall wird bei Buchari, Muslim und anderen berichtet, und zwar von ‚A’ischa selbst: Nach dem Nachmittagsgebet besuchte der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, alle seine Frauen, wenn es einmal geschah, dass er in Seynabs Haus länger als gewöhnlich blieb, denn sie hatte von jemandem Honig bekommen, den der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sehr liebte. ‚A’ischa war eifersüchtig und verabredete mit den anderen Frauen, dass sie zu ihm sagen sollen: „Du riechst nach Magafir (dies ist eine Blume mit einem unangenehmen Geruch, der auch auf den Honig übergeht den Bienen davon sammeln). Sie alle wussten, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, eine feine Nase hatte und unangenehme Gerüche verabscheute. Der Streich hatte den gewünschten Erfolg, indem der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, versprach, nie wieder bei Seynab Honig zu essen. Namenhafte Gelehrte halten diese letztere Geschichte für authentisch. (Mauduudi)

Das sind die Gründe, warum Allah diese Sure herabgesandt hat: O Prophet! Warum verbietest du das, was Allah dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig.( Sure 66:1)

Danach sagt Allah:

Wahrlich, Allah hat für euch die Lösung eurer Eide angeordnet, und Allah ist euer Beschützer; und Er ist der Allwissende, der Allweise.“ (Sure 66:2)

 

 Vergleiche Sure (2:224): „Und machet Allah nicht durch eure Schwüre zum Hindernis: daß ihr euch des Guttuns und Rechthandelns und des Friedenstiftens unter den Menschen enthaltet. Und Allah ist allhörend, allwissend.“. Wenn deine Schwüre dich daran hindern, Gutes zu tun oder richtig zu handeln oder zwischen Menschen Frieden zu stiften, dann solltest du für diese Schwüre eine Sühneleistung bringen, dich aber nicht vom Guten abhalten lassen. (Juusuf `Allii)

 

Ein Beispiel: Ein Mann verspricht seinen Bruder, ihm beim Umzug zu helfen, aber sie stritten sich danach, und der  Bruder hatte voreilig geschworen, seinen Bruder nicht mehr zu helfen. Ein paar Tage später, als der Bruder sich wieder beruhigt hat, bereut er sein Schwören und möchte trotzdem seinem Bruder helfen. Er tat diesen Schwur als er sehr sauer war. Dies soll ihn trotzdem nicht hindern seinen Bruder weiter zu helfen. In dem ihm Gott erlaubt seinen unbedachten Schwur oder Eid zu lösen, indem er  eine Sühneleistung erbringt. Mit anderen Worten, man kann einen Eid unter bestimmten Voraussetzungen lösen. Sie werden erklärt  in Sure 5 – Der Tisch.

 

Allah sagt: “Allah wird euch für ein unbedachtes Wort in euren Eiden nicht zur Rechenschaft ziehen, doch Er wird von euch für das Rechenschaft fordern, was ihr mit Bedacht geschworen habt. Die Sühne dafür sei dann die Speisung von zehn Armen in jenem Maß, wie ihr die Eurigen im Durchschnitt speist, oder ihre Bekleidung oder die Befreiung eines Sklaven. Wer es aber nicht kann, dann (soll er) drei Tage fasten. Das ist die Sühne für eure Eide, wenn ihr sie geleistet habt. Und hütet ja eure Eide. So macht euch Allah Seine Zeichen klar, auf daß ihr dankbar sein möget. (Sure 5:89)

 

Ist dies jenes, was ihr zensieren wollt?

So hat uns Allah gezeigt wie wir unsere Eide lösen können. Wenn man nicht eine der Vorrausetzung erfüllt, wird sein Eid nicht gelöst.

 

„Doch die Eifersucht fraß Hafsas Herz. Sie konnte es nicht für sich behalten und vertraute es Aischa.“

Aischa und Hafsa waren einander eng befreundet. Diese machte eine Andeutung  gegenüber dem Propheten, und er erkannte, dass Hafsa sein Geheimnis nicht für sich behalten hatte.

 

Allah teilte dies seinen Gesandten mit. Nämlich, dass sie das Vertrauen unseres Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, verletzt hatte. (Asad)

 

Als der Prophet einer seiner Frauen einen Vorfall anvertraute und sie ihn dann ausplauderte und Allah ihm davon Kunde gab, da ließ er (sie) einen Teil davon wissen, und verschwieg einen Teil. Und als er es ihr vorhielt, da sprach sie: „Wer hat dir dies gesagt?“ Er sprach: „Der Allwissende, der Allkundige hat es mir gesagt.“ (sure 66:3)

 

Dies bezieht sich generell auch auf die Frauen verantwortlicher Persönlichkeiten, die hiermit davor gewarnt werden, Geheimnisse von großer Wichtigkeit auszuplaudern. Wäre es eine Privatangelegenheit der Eheleute gewesen, dann wäre es wohl kaum nötig gewesen, dies in der heiligen Schrift zu erwähnen. Je höher die verantwortliche Position einer Person ist, umso schlimmer ist es, wenn durch ihre Familienangehörigen Geheimnisse an die Öffentlichkeit gelangen. (Mauduudi)

 

1-Diese Sure bzw. Ayat(Verse) sind herabgesandt worden, um das Gleichgewicht in der Familie des Propheten wieder herzustellen, und die Frauen des Propheten nicht anfangen zu revoltieren. Es soll keine Frau benachteiligt werden, also auch Maria sollte nicht benachteiligt oder in ein negatives Bild vor den anderen gerückt werden. Noch ist es in einer Ehe legitim mit seiner Frau intim zu werden. Sich das zu verbieten, was Gott erlaubt hat, bringt also nur Unruhe und Unzufriedenheit auf beiden Seiten der Familie mit sich.

 

2-Unsere Schwüre sollen uns nicht daran hindern, Gutes zu tun oder richtig zu handeln oder zwischen Menschen Frieden zu stiften.

 

3- Die Sure 66 bzw. „Ayat“(Verse)1 und 2  beziehen sich nicht auf geschäftliche Verträge zwischen Personen oder auf Aussagen vor Gericht. Noch dazu ermahnt uns Allah nicht mit dem Schwören leichtfertig umzugehen. Hier handelt es sich um eine Gnade Allahs. Es geht ausdrücklich um unbedachte Aussagen, Schwüre. Wir Menschen neigen gerade in emotionalen Situationen zu unüberlegten Aussagen. Gott macht es für uns leicht und einen Ausweg, betont dennoch die Wichtigkeit der Eide. Es geht hier um die Familienalltäglichkeiten und Zwischenmenschliche Beziehungen. Wie oft hat man schon mal etwas inbrünstig versprochen, letztendlich geschworen dass man dies und jenes tut, doch dann kam alles anders, oder man erkannte seine Übereiltheit bei einem Schwur.

Der Koran und diese Suren sind nützlich für uns Muslime. Es zeigt uns wie wir mit solche Angelegenheiten umgehen sollen.

Ich frage jetzt die Islamhetzer was hat jetzt die Sure 66:2 mit falschen und uneidlichen Aussagen von Meineid, Eidesgleiche Bekräftigungen oder mit Falscher Versicherung an Eides Statt, zu tun?

Fangt an de Koran richtig zu studieren, anstatt gegen Allah und seine Gesandte zu  hetzen. Lasst die Finger wovon ihr nicht die geringste Ahnung habt. Spielt mit etwas anderem anstatt mit Versen des Korans. Koran oder Übersetzungen von Koran sind keine Spielzeuge.

Allah sagt in ein ungefähr Bedeutung: die schlimmsten Tiere (dawaabb) gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden,(Sure 8:55)

Upps!! Ich glaube, ich habe gerade etwas geschrieben, was ein Verstoß gegen Art. 4 GG und §166 StGB  darstellt, wie sie, die Islamgegner es nennen. Diesen „Ayat“ Vers werde ich „Inchaa Allah“ mit Gottes Erlaubnis auch bald ausführlich erklären.

Möge Allah uns vor diesen Hetzern Beschützen. (Ameen)

(Muslimwelt)

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2 Antworten to “Islamgegner „Sure 66: 2 und der Verstoß gegen das StGB“”

  1. Sabah R. said

    Du bist ziemlich dumm.
    Ist doch klar dass das ein Gag war.
    Wer mit gesundem Verstand glaubt das
    ein Buch einen Meineind machen kann.
    Das kapirt schon mein Sohn mit 7 Jahre.
    Mein Gott bist du dumm

  2. muslimwelt said

    @Klugkopf

    wenn man die Lügen der Islamhetzer widerlegt, und sie nun keine Argumente mehr haben, fängt man auf einmal an dass alles runter zu spielen und es als Gag zu verkaufen. Am Ende bleiben euch nur noch eure Beleidigungen.

    MFG

    —————————————–

    PS.Hausordnung:

    1. Rassismus und unsachliche beleidigende Äußerungen sind hier unerwünscht
    3. Kommentare mit Beschimpfungen unter nichtmenschlichem Niveau werden sofort gelöscht

    Siehe auch :https://muslimwelt.wordpress.com/impressum/

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