Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Was ist ein Hadith?

Posted by muslimwelt - Dezember 6, 2007

Von Kai Ali Rashid Lühr: Zwar werden im allgemeinen Bibel und Koran miteinander verglichen, doch in Wirklichkeit lassen sich diese beiden Bücher nicht miteinander vergleichen, denn es sind Welten zwischen ihnen. Auf der einen Seite eine Jahrzehnte nach dem Ende des Wirkens von Jesus (a.s.) anfängliche Fixierung von mündlichen Geschichten über sein Leben und auf der anderen Seite ein Werk, das das direkte Wort Gottes zu sein für sich beansprucht und dies sicherlich mit Recht, wie wir gesehen haben.

marjan.jpg

 

Doch tatsächlich besitzt der Islam ein der Bibel vergleichbares Werk die Hadithsammlungen – d.h. gesammelte Aussagen und Taten des Propheten Muhammad (a.s.). Die Muslime sind davon überzeugt, dass die Taten und Aussagen des Propheten (a.s.) von Gott inspiriert sind. Die Muslime fingen an, die zunächst mündlich überlieferten Hadithe nach dem Tod des Propheten (a.s.) niederzuschreiben und in Bändern zu sammeln. Zu Lebzeiten mahnte der Prophet Muhammad davor, seine Aussagen schriftlich zu fixieren, damit es zu keiner Vermischung mit dem Koran kommen kann.

Einige Generationen nach dem ersten Niederschreiben der Hadithe war eine umfassende Hadith-Wissenschaft entstanden, welche die Überliefererkette der Hadithe untersuchte und offensichtlich erfundene und in ihrer Authentizität schwache Hadithe aussonderte. Die beiden berühmtesten muslimischen Hadithwissenschaftler heißen Bukhari und Muslim und gaben beide jeweils als umfassendes Lebenswerk eine Hadithsammlung mit nach bestimmten Kriterien für wahr befundenen Hadithen. Diese und andere ähnliche Sammlungen stellen heute für die Muslime die zweite Säule ihrer Quellen dar. Noch bis heute ist diese Aussonderung nicht zum Stillstand gekommen und es gibt immer noch Diskussionen über den einen oder anderen Hadith, ob seine Überlieferer tatsächlich glaubwürdig waren oder sein Inhalt mit dem Koran vereinbar ist.

Von dieser exakten Wissenschaft, die eigens dazu entstanden war, die Authentizität der Hadithe zu überprüfen, können christliche Theologen nur träumen. Erst im Zuge der Befreiung von der Kirche wurde der Text der Bibel von Textkritikern untersucht und er hielt ihren Kriterien nicht stand, sondern brach so sehr zusammen, dass heute eine Rekonstruktion der tatsächlichen Aussagen von Jesus (a.s.) – nur auf der Bibel basierend – nicht möglich ist. Anders die islamischen Religionswissenschaftler, die im Zuge der rasanten Ausbreitung des Islam darauf bedacht waren, das Erbe des Propheten (a.s.) und seine Aussagen vor einer Vermischung mit Lügen und Aberglaube zu bewahren. Diesen Wissenschaftlern haben wir es heute zu verdanken, dass wir mit größtmöglicher Sicherheit das gesamte Leben des Siegels des Propheten (a.s.) in unseren Händen halten und daraus Richtlinien für unser Leben ableiten können.

Bei Interesse an einem täglichen Rundbrief mit wechselnden Hadithen (nachfolgend ein Beispiel) empfehlen wir die Webseite:

http://www.kaaba-online.de/daily_hadith/crawler.php

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14 Antworten to “Was ist ein Hadith?”

  1. rational said

    Pardon: reines Konvertitengewäsch! Aus welchem Jahrhundert stammt denn der erste vollständige, auch vollständig vokalisierte Koran? Jahrzehnte nach dem Tod Mohameds oder Jahrhunderte?

  2. Mark Mallokent said

    Wie ich schon schrieb: Zwischen den ältesten Hadithensammlungen und dem Tod Mohammeds liegen rund 200 Jahre. Weder die Sammler noch die von ihnen befragten Leute haben ihn noch persönlich gekannt. Das ist so, als würde ich heute anfangen, zu sammeln, was mir die Leute über Napoleon erzählen.

  3. rational said

    Mit dem erhaltenen ersten vollständigen Koranexemplar sieht es nicht besser aus.

  4. muslimwelt said

    Grüß dich,

    Zu: Aus welchem Jahrhundert stammt denn der erste vollständige, auch vollständig vokalisierte Koran? Jahrzehnte nach dem Tod Mohameds oder Jahrhunderte?

    Weder Jahrzehnte nach dem Tod Mohameds Frieden sei mit Ihm noch Jahrhunderte.
    Gut das du meinen Blog ab und zu besuchen, damit du was Neues und Richtiges über Religion lernen.
    Schon 6 Monate nach dem Tode Mohammeds Frieden sei mit ihm hat der erste Kalif Abu Bakr angeordnet den Koran als Buch fertig zu stellen. Bevor dem Tode des ersten Kalifen Abu Bakr in 634 war das authentische erste Gesamtexemplar des Korans schon fertig gestellt.

    sehe auch: https://muslimwelt.wordpress.com/2007/12/06/entstehung-des-koran/

    Zu: Mit dem erhaltenen ersten vollständigen Koranexemplar sieht es nicht besser aus.
    Was meinst du damit?

    MFG

    Muslimwelt

  5. muslimwelt said

    Hallo Mark,

    Die Hadithwissenschaft, haben nicht nur die Hadithe selbst, sondern auch die Menschen, von denen sie überliefert wurden, überprüft. Die Gewährsmänner, die einen Hadith oder mehrere Hadithe gehört und an andere Gewährsmänner weitergegebenen haben, bilden so genannte Überliefererketten.
    Allah hat nicht nur den Koran geschützt, sondern auch die Sunna, sonst werden wir Muslime keinen Unterschied zwischen Hadithen, die echt, authentische (sahih), schön (hasan) oder schwache (daif) sind, machen.

    Alle Hadithe werden in 3 Hauptkategorien eingeteilt:
    1. echte, authentische (sahih),
    2. schöne (hasan – die Überlieferung weicht möglicherweise leicht vom Originalwortlaut ab, während die Überlieferkette komplett und unzweifelhaft ist),
    3. schwache (daif – möglicherweise weisen sowohl die Überlieferung als auch die Überlieferkette Fehler auf).

    Die echten Hadithe müssen folgende Bedingungen erfüllen:
    Der Gewährsmann muss
    1. in Bezug auf seinen Glauben und sein Verhalten tadellos sein;
    2. vertrauenswürdig sein und unvoreingenommen urteilen können;
    3. gewährleisten können, dass er den überlieferten Inhalt richtig verstanden und wiedergegeben hat und
    4. mehr als nur einen Hadith überliefert haben.

    Der Hadith selbst muss
    1. eine lückenlose Kette von Gewährsmännern aufweisen,
    2. ausdrücklich anzeigen, dass Muhammad dies oder jenes gesagt oder getan hat und
    3. einen Inhalt haben, der in die Zeit der Frühgemeinde hineinpasst.

    Als Richtlinien für die Echtheit eines Hadith gelten:
    Ein Hadith darf nicht
    1. im Widerspruch zu irgendeiner Stelle des Koran stehen,
    2. gegen die Sunna des Propheten Muhammad verstoßen,
    3. historischen Tatsachen widersprechen,
    4. der Vernunft widersprechen oder gegen die offenkundigen Lehren des Islam verstoßen.

    Die wichtigsten Hadith-Sammlungen sind:
    1.Bukhari, Sahih (Bukhari: 810-870)
    2. Muslim, Sahih (Muslim: 817/821-875)
    3. Abu Dawud, Sunan (Abu Dawud: 817-888)
    4. Tirmidhi, Sunan (Tirmidhi: 815-892)
    5. Nisai, Sunan (Nisai: 830-915)
    6. Ibn Madsche, Sunan (Ibn Madsche: 824-886)

    http://www.islam-verstehen.de/sunna_hadithe.php

    Wenn sie sich auf einige oben gennante Kriterien stützen, um ein Buch über Napoleon oder Goethe zu schreiben, dann wäre es traurig, wenn sie dafür nicht den Nobelpreis bekommen würden..

    MFG
    Muslimwelt.

  6. rational said

    Guten Morgen Muslimwelt,
    eine Bitte vorab: wir haben uns vor kurzem über gegenseitigen Respekt unterhalten, und waren uns, so weit ich das verstanden habe, darüber völlig einig. Könntest Du bitte Deinem Koautor Lühr sagen, es wäre respektvoller, wenn er die Anschuldigungen wg. „Verfälschung des Bibeltextes“ unterließe. Erstens sind sie bekannt, zweitens durch nichts Wissenschaftliches bewiesen und drittens sind das Glaubensfragen, die mit Respekt behandelt werden sollten.
    So, nun zu unserer Diskussion: folgendes ist nicht zu bezweifeln: die ältesten existierenden, geschriebenen, für alle Welt einsehbaren Exemplare des vollständigen Korans liegen in Taschkent und im Top Kapi/Istanbul. Sie sind vokalisiert und in kufischer Schrift. Diese beiden Merkmale sind ein klarer Hinweis, dass diese beiden Exemplare erst im 9. Jhdt. p.C. entstanden sein können. Somit besteht eine Überlieferungslücke von ca 2 Jahrhunderten, die durch nicht beweisbare Berichte/Erzählungen ausgefüllt werden. An diese kann man glauben oder auch nicht.
    1972 wurden in der großen Moschee in Sanaa/Jemen Bruchstücke eines Korans gefunden, in „Rasm“ geschrieben (also nicht vokalisiert). Die Wissenschaft datiert diese Bruchstücke auf ca 50 – 80 Jahre nach dem Tode Mohameds. Über die weiteren Ergebnisse kannst Du Dich unter:
    http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/54781/
    informieren.

  7. Mark Mallokent said

    Daß die Hadithensammler die besten Absichten hatten, bestreite ich nicht. Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß zu dem Zeipunkt, als sie ihre Sammlungen erstellten, einfach niemand mehr am Leben war, der Mohammed gekannt hat. Und Anekdoten, die vom Hörensagen von Mund zu Mund gehen, sind so ziemlich das Unzuverlässigste, was es gibt.

  8. muslimwelt said

    Hallo Mark,

    Sie sagen: die vom Hörensagen von Mund zu Mund gehen, sind so ziemlich das Unzuverlässigste, was es gibt.

    Da stimme ich komplett zu.

    Deswegen sind die Hadithe eingestuft in 3 Kategorien nach Ihrer Zuverlässigkeit.
    Solang dieses Hörensagen von Mund zu Mund im Widerspruch zu irgendeiner Stelle des Koran steht, gegen die Sunna des Propheten Muhammad verstößt, historischen Tatsachen widerspricht,
    oder der Vernunft widersprechen oder gegen die offenkundigen Lehren des Islam verstoßen. Dann kann man sagen, dass diese Hörensagen von Mund zu Mund nicht der Wahrheit entspicht.

    Das ist genau, wenn sie Tomaten kaufen. Nicht alle Tomaten der Welt sind gleich. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Geruch, Farbe, und Preis. Denn wenn alle Tomaten schlecht sind, dann werden wir nicht von erster zweiter und dritter …Wahl reden.

    MFG Muslimwelt.

  9. muslimwelt said

    Hallo Rational,

    wir können immer über die Authentizität der Heiligen Bücher reden, ohne den gegenseitigen Respekt zu verlieren. Das ist genau, was du jetzt auch gerade machst mit dem Koran.
    Vielleicht bist du nicht einverstanden mit Dr. Lühr, weil du nicht seine Argumente über die Bibel gelesen haben. Hier stelle ich sein ganzes Buch vor.

    http://www.way-to-allah.com/dokument/Buch3Kompr.pdf

    Die Kufische Schrift ist an sich nicht vokalisiert. Auch die Schrift der Araber die zu Zeiten Mohammeds(Frieden sei mit ihm) lebten, kannten nur eine Konsonantenschrift. Der Koran hat das heutige Arabisch und die Entwicklung der Vokalisierten Schrift geprägt nicht anders herum. Dort steht Wissenschaftler kennen nur Dokumente Kufischer Schrift aus dem 9. Jhd. Deshalb schließen sie dass die existierenden 2 Koranoriginale aus der Frühzeit sich auf das 9.te Jahrhundert beziehen. Andere Fakten werden einfach nicht beachtet. Diese einfache Schlussfolgerung ist also kein Beweis, sondern Vermutung. Der Koran in Taschkent ist der von Uthmanns zusammengefasste. Uthmann war selbst ein enger Freund des Propheten, nicht nur ein Gefährte und er lebte zu jener Zeit, nicht 200 Jahre später. Und was war vor der Kufischen Schrift, auch wieder eine Konsonantenschrift, ohne Vokalisierungen.

    Zur Zeit des Propheten herrschte keine primäre Schriftkultur, sondern eine ausgeprägte mündliche Kultur. Der Koran wurde Wort für Wort auswendig gelernt. Der Prophet (Friede sei mit ihm) rezitierte den Koran im Monat Ramadan einmal komplett. Im Jahr seines Todes rezitierte er ihn 2 Mal. Und auch heute noch wird der Koran im Ramadan komplett von einem Hafi(Jmd. der den Koran auswendig kann) rezitiert. Wenn ein Rezitator einen Fehler begeht weist man ihn darauf hin, indem man Alhamdulilah sagt. Dies war schon zur Zeit des Propheten so. In jedem Gebet sprechen wir in der Regel 3 Koransuren, die wir auswendig beherrschen. Das war auch schon zur Zeit des Propheten so. Wenn es keinen Koran schriftlich mehr geben würde, existiert er immer noch in den 100 Tausenden von Hafigelehrten. Beim Lernen wird und wurde darauf geachtet, dass kein Wort durch ein anderes ersetzt wird.

    Als sich der Koran in andere Länder ausbreitete, erkannte man, dass die Konsonantenschrift nicht ausreichend ist. Nur ein Araber dieser Zeit kann damalige Texte gut lesen. Ausländische Muslime hatten damals Probleme. Weil man aber die Richtigkeit des Koranischen Textes sichern wollte, leitete man Vokalisierungshilfen ein. Als Grundlage dieser Vokalisierungen war der mündlich auswendig gelernte Koran. Einen Text ohne Vokalisierungen kann man interpretieren wie man will, Aber beim mündlichen sind die Worte und Bedeutungen klar. Und die klaren Worte sollten erkennbar gemacht werden mit Hilfe der Vokalisierung, sodass man sich nicht irrt, wenn jemand unkundiges den Koran in damaliger Zeit ließt. Auch heute noch kommt im Arabischen die Schrift ohne Vokalisierungen aus. In Zeitung, Fernsehen überall, ein Araber hat damit kein Problem, er kann den Sinn begreifen, selbst wenn ein Wort durch seine Radikale verschieden bedeutend sein kann. Für Arabischneulinge ist der Kontext ohne Lautschrift nur schwer zu erschließen. Es wurde 1924 ein Kairoer Koran mit einer Lesart festgelegt. Das heißt es handelt sich nicht um unterschiedliche Koranfassungen. Die Lesart bezieht sich auf die Rezitationsweise. Ob ich nun bei dem Wort Alahu Akbar das A lang spreche oder kurz. Auf die Bedeutung hat das keinen Einfluss lediglich auf den Klang der Aussprache. Damals ging man davon aus, lieber eine gesicherte Lesart festzulegen als viele, darunter möglicherweise falsche Lesarten. Es gibt aber mehrere Lesarten oder besser Rezitationsweisen. Die Bezeichnungen im Koran dienen vor allem auch der richtigen Rezitation. Es wird immer wieder Wert auf das mündliche, laute Vortragen gelegt, wie zu Zeiten des Propheten. Der Professor geht davon aus, dass Menschen von der unklaren früheren Schrift die Bedeutungen interpretierten, und somit der heutige Koran entstand. Dem ist nicht so, denn das Mündliche hat das Schriftliche korrigiert. Und im Mündlichen sind die Worte klar. Beim Koran handelt es sich nicht um eine Geschichte, die man sinngemäß sich merkt, und dann natürlich nicht mehr in den Originalworten wiedergeben kann. Es ist so, als wenn man ein Gedicht auswendig lernt und es immer wiederholt, es sitzt so fest, und kein Wort wird verändert. Das Phänomen kann man bei Älteren Leuten auch beobachten, bei denen viel Wert auf das auswendig lernen in der Schulzeit gelegt wurde. Noch ím hohen Alter beherrschen sie auf das Wort genau Gedichte, oder die Ergebnisse zu Multiplikationsaufgaben, können aber 1 und 2 nicht mehr zusammen zählen. Die Tradition des Auswendig Lernen durchzieht die Zeit des Propheten und der Sahaba bis heute. Und macht jemand Fehler, findet sich leicht ein Hafi der diesen berichtigt.

    MFG

    Muslimwelt

  10. rational said

    Grüß Dich,
    Widerspruch: es ist ein großer Unterschied, ob ich von „Verfälschungen“ oder von „Überlieferungslücken“ schreibe. Das eine, nämlch die „Verfälschungen“ müssten einwandfrei und wissenschaftlich nachvollziehbar bewiesen werden, sonst ist es eine üble Unterstellung, das andere (Überlieferungslücke) ist eine unbestreitbare bisherige Tatsache, die nur durch neue Funde in Zweifel gezogen werden kann.
    Kennst Du ein Beispiel unvokalisierter kufischer Schrift, welches vor das 9. Jhdt. p.C. datierbar ist?
    Schlage ich heute eine arabische Zeitung auf, so wird dort in großem Umfang vokalisiert, von wegen reine Konsonantenschrift. Ist ja auch normal: nehme ich „rjl“ mit Strich oben ist es etwas völlig anderes als mit Strich unten. Im mündlichen ist dies alles sehr viel eindeutiger, richtig. Nur, bei allem Vertrauen, welches Du den Hafis entgegenbringst, es waren fehlbare Menschen, mit ihren eigenen Vorstellungen, Wünschen, Eitelkeiten. Wie war das nochmal? „Raum und Zeit“?

  11. muslimwelt said

    Hallo,

    Wo zu führen Überlieferungslücken? Zu Verfälschungen und somit kann man nicht mehr von Authentizität reden.

    Noch mal zur Kufischen Schrift. Grundsätzlich entwickeln sich Schriften über einen sehr langen Zeitraum und verändern sich auch etwas. Beispielweise die Althochdeutsche Schrift zum heutigen Schriftbild. Man erzählt sich das dem kufischen Schriftbild das Sinaitische Schriftbild vorausgeht. Was eher wie Hyroglyphen aussieht. Andere meinen es war die Nabatäische Schrift Vorläufer der Arabischen Schrift. Diese Schriften weisen immer noch einen beträchtlichen Unterschied zur Arabischen Schrift auf. Mir kann man nicht erzählen dass sich eine komplett neue Schrift von heute auf Morgen wie aus dem nichts materalisiert.

    Wikipedia schreibt auch: Aus der nabatäischen Schrift ging im 4. und 5. Jahrhundert die arabische Schrift hervor. Scheint man sich also doch nicht so einig zu sein. Ind er Wissenschaft gibt es sehr viele, mitunter konträre Meinungen, nicht eine einzige wahre. Weiter existiert der Siegelring des Propheten in einem Museum. Und seine Briefe sind erhalten.

    http://www.eslam.de/manuskripte/briefe/muhammad_an_herrscher.htm

    Kufisch ist eine Konsonantenschrift ohne Vokalisierungen. Vokalisierungen hat man aber in dieser Zeit angefangen zu entwickeln.

    Wenn der Wissenschaftler seine Behauptung der falschen Deutung behaupten möchte, und versucht einen Koran ohne Vokalisierungen neu zu übersetzen, indem er die Worte neu übersetzt, dann wiederum die richtige Wortdeutung eines Wortes raussucht, und das in einem Satz. Und letztendlich eine neue Sinn erkennt. Das scheint mir unmöglich.
    Außer im Koran oder Kinderbüchern und Schulheften werden sie keine vokalisierte Schrift finden. Die Arabische Schrift hat sich weiter entwickelt, und Buchstaben mit Punkten zu genaueren Differenzierung von Worten entwickelt. Der Koran dagegen ist vokalisiert, und deren Vokalisierungen und klaren Kennzeichnungen für die Worte des Koran waren eine Hauptaufgabe, schon als der Koran als Buch zusammengestellt werden sollte.

    Und ob sie es sich vorstellen können oder nicht, die Menschen haben etwas heiliges gelernt, ich glaube sehr wohl dass man etwas intensiv auswendig lernen kann, und es über Jahre wiederholt, keine Fehler im Text hinterlässt. Denn derjenige ist nicht der einzige, und die vielen anderen Hafis würden schon einen winzigen Fehler erkennen.
    Es gibt in arabischen Ländern sogar Hafiwettbewerbe.

    MFG Muslimwelt

  12. rational said

    Hallo Muslimwelt,
    vorab: ich bin weder Theologe noch Religionswissenschaftler, sondern Ingenieur. Folglich fehlen mir die erforderlichen detaillierten Kenntnisse, um in eine religionswissenschaftliche Diskussion einzutreten. Ich habe mit ungutem Gefühl Deine unter @ 11 angegebene Stelle aufgemacht, und bin leider bestätigt worden. Dort wird Bibeltext-kritisch lang und breit ausgeführt, warum das eine falsch, verfälscht worden sein muss, das andere unlogisch ist. Neugierig wie ich bin, habe ich nach „Korankritik“ gegoogelt. Und siehe da, man findet dort sehr schnell „Gleichwertiges“. Der Koran wird Vers für Vers auseinandergenommen und „bewiesen“, dass der größte Teil dieses Buches eine miese Kopie, Schwindel ist, und voller logischer Fehler steckt.
    Und nun höre bitte auf meinen Rat: genau diese Methodik der „Auseinandersetzung“ ist fatal. Sie bringt nichts ausser Respektlosigkeit, Unfrieden und schlimmeres. Lassen wir doch jedem menschen seinen Glauben, seine Überzeugung, selbst wenn wir davon überzeugt sind, dass diese falsch sind. Wenn ein Christ Moslem werden will, wird er sich vielleicht an Dich wenden. Wenn ein Moslem Christ werden will, vielleicht an mich. Die Zeiten der öffentlichen Auseinandersetzungen über Religionen ist in der pluralistischen Welt überflüssig, ein Unding. Wir alle werden damit leben müssen, dass ein Nachbar Christ, der andere Moslem und der Dritte Atheist ist und wir alle, ohne Ausnahmen die gleichen Rechte und Pflichten haben.

  13. Mark Mallokent said

    „Hallo Mark,

    Sie sagen: die vom Hörensagen von Mund zu Mund gehen, sind so ziemlich das Unzuverlässigste, was es gibt.

    Da stimme ich komplett zu.

    Deswegen sind die Hadithe eingestuft in 3 Kategorien nach Ihrer Zuverlässigkeit.“

    Damit wird bereits vorausgesetzt, daß es zuverlässige Hadithen gibt, genau das aber müßte erst einmal bewiesen werden.

    „Solang dieses Hörensagen von Mund zu Mund im Widerspruch zu irgendeiner Stelle des Koran steht, “
    Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Hadithe und Koran stimmen überein, dann braucht man die Hadithe nicht. Oder sie stimmen nicht überein. Dann kann man die Echtheit der Hadithe nicht überprüfen.

    „gegen die Sunna des Propheten Muhammad verstößt, “
    Ich dachte die Hadithen seien identisch mit der Sunna?

    „historischen Tatsachen widerspricht,
    oder der Vernunft widersprechen oder gegen die offenkundigen Lehren des Islam verstoßen. Dann kann man sagen, dass diese Hörensagen von Mund zu Mund nicht der Wahrheit entspicht.

    Das ist genau, wenn sie Tomaten kaufen. Nicht alle Tomaten der Welt sind gleich. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Geruch, Farbe, und Preis. Denn wenn alle Tomaten schlecht sind, dann werden wir nicht von erster zweiter und dritter …Wahl reden.“
    Ob Tomaten gut sind, kann ich selbst nachprüfen. Bei Hadithen kann ich das nicht.
    MFG Muslimwelt.

  14. muslimwelt said

    Hallo Mark,

    Sie sagen:[Damit wird bereits vorausgesetzt, dass es zuverlässige Hadithen gibt, genau das aber müsste erst einmal bewiesen werden.]

    Was glauben sie sind Hadithe einfach so nach Ihren Zuverlässigkeit ohne beweisen gestuft?

    Sie sagen auch: [Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Hadithe und Koran stimmen überein, dann braucht man die Hadithe nicht. Oder …]

    Sie verstehen immer noch nicht welche Rolle Hadithe spielen. Wenn Hadith und Koran übereinstimmen um zu zeigen, das diese Hadithe Authentisch sind. Aber wir brauchen immer noch Hadithe, denn Hadithe sind nicht gleich Koran. Hadithe ergänzen den Koran. Sie erklären das, was im Koran vieldeutig ist, und beschreiben ausführlich, was im Koran nur kurz erwähnt wird.
    Beide kann man nicht trennen, es ist wie eine Bindung zwischen 2 Atomen, Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff ergeben Wasser, wenn ein Atom fehlt werden wir ein Problem mit Wasser haben.

    Hadith ist nicht Sunna
    Sunna heißt wörtlich übersetzt Weg, Pfad, Vorbild
    Hadith (Plural: Ahadith) wörtlich Übersetzung lautet: eine Rede oder eine Darlegung, die entweder ein Bericht ist oder eine erzählende Form besitzt.

    [Ob Tomaten gut sind, kann ich selbst nachprüfen. Bei Hadithen kann ich das nicht.]
    Während der Zusammentragung dieser Überlieferungen arbeiteten die muslimischen Gelehrten äußerst gewissenhaft und bezeugten so viel Genauigkeit, dass keine andere Sammlung historischer Daten mit dieser Zusammentragung der Überlieferungen des Heiligen Propheten (saw) verglichen werden kann. Jedes Glied in der Kette der Erzähler einer bestimmten Überlieferung ist in den Hauptwerken der Ahadith festgehalten. Sogar das Studium der Charaktere der Erzähler und ihre
    Verlässlichkeit entwickelte sich zu einer eigenständigen Wissenschaft. Als Ergebnis ergab sich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit eine völlig neue Art des Wissens in Bezug auf die Analyse von Überlieferungen. Dieses Wissen haben sie nicht, und ich auch nicht. Deswegen verlassen wir uns auf die (Muslimische Hadithprofis).

    Die Muslime, die den vier anerkannten Rechtschulen angehören (Hanafiten, Schafiiten, Hanbaliten, Malikiten), nennt man Sunniten oder auch „die Leute der Sunna und der Gemeinschaft“ (arab.: ahl as-sunna wa l-dschama’a). Außer an die Rechtsquellen Koran und Sunna muss sich diese Gemeinschaft an die übereinstimmende Meinung der Rechtsgelehrten (der Gemeinschaft) halten.
    Diese Schulen haben auch mit Hadithe beschäftigt Ihre Zuverlässigkeit bestätigt.

    Wenn Ihr Fernsehen zum Beispiel kaputt geht, dann können sie ja auch nichts tun, dann lassen sie Leute (Profis) ran, die sich mit den Sachen auskennen, um ihren Fernseher zu reparieren. Und wenn sie nicht diesen Leuten vertrauen, dann werden sie einfach einen neuen Fernseher kaufen.Du hast die Wahl.

    MFG

    Muslimwelt

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