Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Ein staatlicher Comic gegen Muslime?

Posted by muslimwelt - Dezember 5, 2007

Als vor einigen Wochen ein Comic namens „Andis Freund Murat hat Stress“ veröffentlicht wurde, war es für die einen eine pure antiislamische Hetze und die anderen eine Veröffentlichung gegen „Extremismus“. Wir wollen versuchen, es differenzierter zu betrachten.

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Der Comic des Verfassungsschutzes stellt sich selbst so vor: „Andis Freund Murat hat Stress. Erneut versuchen Extremisten junge Menschen mit ihrer Propaganda zu ködern. Diesmal sind es radikale Islamisten, die Ayshe, Andi und den Freunden das Leben schwer machen. Der Comic „Andi 2“ bietet neben der interessanten Story umfassende Informationen zu den Themen Islamismus und Demokratie.“ Er ist herunterladbar unter:

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Die Geschichte selbst ist schnell erzählt. Murat fühlt sich mies, da er kurz vor dem Schulabschluss noch keine Lehrstelle gefunden hat und es auch sonst nicht rund läuft. Da taucht ein „Neuer“ namens Harun auf, der ihn mit seinen extremistischen Ansichten bearbeitet. Mittels eines “islamistischen Predigers“, gelingt es ihm, Murat zum Bösen zu wenden. Das bewirkt Stress für Andi (Murats Freund), der zudem hinter Murats Kopftuch tragender Schwester Ayshe her ist. Ayshe simbolisiert (zusammen mit dem gutherzigen Vater im Hinterkopf) die gütige „aufgeklärte“ Muslima. Andi will mit Ayshe allein ins Kino und vor dem Kino kommt es zum Höhepunkt des Konfliktes. Harun wird brutal, Ayshe wird verprügelt, Murat kommt zur Besinnung, und Alles wird wieder gut.

Das vom Innenminister Nordrhein-Westfalens Dr. Ingo Wolf unterschriebene Vorwort verweist darauf, dass das Heft allein keine fertigen Lösungen gegen Extremismus bieten könne. „Es soll informieren und Diskussionen anstoßen“. Die aber können sicherlich nicht nur so ausfallen, wie der Innenminister sich das vorstellt.

Die Hauptfigur Murat trägt eine Rapper-Mütze und eine Hose, bei der man am liebsten hoch zu ziehen würde, damit sie nicht gleich runter fällt. Harun hingegen sieht aus wie der missratene Sohn eines wahabitischen Prinzen mit Spitzbart und unangenehmen Gesichtsausdruck. Nebenbei sei erwähnt, dass Harun der arabische Name von Aaron, dem Bruder Mose ist. Ob das die jüdische Gemeinde gelesen hat?

In einem Referat über Demokratie im Schulunterricht wird Kant zitiert: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Den Satz könnte auch jeder gebildete Muslim unterschreiben, denn er sagt ja nicht, wie das zu erfolgen hat und nach welchen Maßstäben. Der Böse Harun wendet ein, dass man Religion und Staat voneinander nicht trennen darf. Hier läuft bei der Argumentation bundesweit immer etwas „schief“, denn es werden Parolenartig Begriffe und Hassformeln entwickelt, ohne diese je zu definieren. Was ist Religion und was ist Staat, die voneinander zu trennen sind? Schließlich treibt der Staat in Deutschland die Kirchensteuer ein, zahlt jüdischen Gemeinden viel Geld und Parteien mit einen „C“ sitzen im Bundestag und fordern, das „christlich-jüdische“ Erbe zu verteidigen. Wo also ist die Grenze?

Das entscheidende Argument kommt von der Lehrerin: Die Gleichberechtigung der Religionen im Staat muss gewährleistet sein. Aber solch ein Argument ohne auch im geringsten darauf einzugehen, dass Muslime genau jenen Vorwurf an die Gesellschaft haben, dass sie eben nicht als Religion gleichberechtigt behandelt werden, schwächt diese Passage des Comics. Die Lehrerin betont: „Habt Mut, Euch eures eigenen Verstandes zu bedienen“. Sicherlich gibt es Richtungen unter Muslimen, die das verhindern wollen. Aber der Heilige Qur’an fordert den Menschen ebenfallsgenau dazu auf, den Verstand zu gebrauchen. Und der Verstand kommt eben zu dem Schluss, dass eine Gesellschaft ohne Gott gottlos wird.

Die gute Muslima Ayshe hat einen ebenfalls gütigen Vater, der mit gepfelgten Vollbart eine vernünftigen Islam lehrt. Ayshe trägt ihr Kopftuch so überzeugend, wie man es wohl selten an deutschen Schulen finden wird. Und sie hat keine Probleme damit, was auch unrealistisch erscheint. All solche Aspekte hätten eine größere Glaubwürdigkeit ermöglicht.

Dann kommt eine eingeworfene Passage des Verfassungsschutzes, der darauf hinweist, dass „Islamisten“ den Heiligen Qur´an als „Grundgesetz“ betrachten, sozusagen als Konkurrenz zum bundesdeutschen Grundgesetz. Dabei wird doch jeder gläubige Christ und Jude ebenfalls das Wort Gottes höher werten! Das muss ihn doch aber nicht davon abhalten, das Grundgesetz einzuhalten. Es ist diese im Schlaghammerrhythmus in allen Medien wiederholte absurde Forderung, das Grundgesetz höher zu achten als den Heiligen Qur´an, der so hilflos und gleichzeitig erfolglos ist! Ganz im Gegenteil müsste der Staat endlich akzeptieren, dass der Glaube viel höher steht, als veränderliche staatliche Gesetze. Nur darauf aufbauend kann man den Muslim (selbst den Fanatiker) dazu erziehen, das geltende Gesetz einzuhalten, da ihn der Qur´an dazu verpflichtet. Stellt man den Muslim aber vor die Wahl zwischen Gott und irgend etwas anderem sich entscheiden zu müssen, dann wird der Muslim immer Gott wählen! Gleichzeitig erweckt diese geradezu von allen staatlichen stellen wiederholte fanatisch Forderung der Eindruck, als wenn die Entscheidung für Gott sich gegen den Staat richtet. Wozu? Genau das braucht aber nicht zu sein, wenn man diese Darstellung differenzierter gestalten würde.

Dann tritt die Liebesgeschichte im Comic in Erscheinung, die an Absurdität kaum zu überbieten ist. Der Baseballmützentyp Andy verliebt sich in die Kopftuchträgerin Ayshe. Und die hat nichts dagegen, öffentlich von ihm umarmt zu werden, und alleine mit ihm ins Kino zu gehen. Wer immer sich so etwas ausgedacht hat, hat offenbar noch nie mit einer Muslima zu tun gehabt, die derart das Kopftuch trägt, wie er es gezeichnet hat. Dabei wäre es sehr leicht gewesen, auch diesen Teil realistischer zu gestalten, wenn man in einer kleine Gruppe ins Kino gegangen wäre. Der dann erfolgte Widerstand des Harun wäre dann wirklich „fanatisch“ gewesen.

Harun tritt jetzt in Erscheinung und schmäht zunächst einmal die Frauen, als wenn das ein typisches Merkmal von „Islamisten“ wäre! Dabei werden „Ehrenmorde“, „Zwangsehen“ usw. meist von weniger islamisch orientierten minder gebildeten ausgeführt. Auch dieser Teil des Comics geht am Ziel vorbei. Und wenn schon der Bösewicht Böses verbreitet, dann sollte man nicht auch noch Richtiges darunter mischen. So äußert sich Harun z.B. auch gegen den Alkoholkonsum. Der Leser bekommt den Eindruck, als wenn sich der Nordreinwestfälische Innenminister für den Alkoholkonsum von Jugendlichen einsetzen will (die Figuren sehen alle weit unter 16 Jahren aus!).

Im weiteren Verlauf des Comics wird „Muslim“ und „Ausländer“ gleich gesetzt, was auch kaum zu Integration beitragen kann. Und geradezu abenteuerlich wird es, als Harun – der Bösewicht – sich darüber beklagt, dass der Westen“ im Irak und Anderswo Muslime tötet. Ja stimmt denn das nicht? Ist das schon ein Zeichen von Extremismus, wenn man Wahrheiten ausspricht? Müsste sich die Westliche Welt nicht zumindest dafür schämen, dass sie unschuldige Menschen umbringt (mehr als alle Terroranschläge der Welt zusammen). Die Glaubwürdigkeit solcher Comics leidet darunter, dass zum einen dem „Islamisten“ schwarz-weiß Malerei vorgeworfen wird und zum anderen genau das gegen sie getan wird! In dem gleichen Comic, in dem die Unterdrückung der Frau durch „Islamisten“ angeprangert wird, werden junge Mädchen mit halbnacktem Hintern quasi als Aufklärung und Befreiung gezeichnet.

Murat wird von Harun zu einem Hassprediger geschleppt. Der läuft im Pyjama herum und behauptet, man müsse alle „Kuffar“ bekämpfen. Fragt sich natürlich nur, warum der Typ dann in Deutschland ist und wovon er finanziert wird. Nebenbei erklärt er leichtfertig auch viele Muslime zu Nichtmuslimen. Er rechtfertigt auch Anschläge auf Unschuldige, sogar auf Muslime! Das entspricht aber eher dem Feindbild als der Realität. Dass jener Hassprediger sich von seiner Frau Tee reichen lässt (was in Deutschland ja sonst nie vorkommt) sei nur nebenbei erwähnt. Jener Hassprediger weist dann auf Dschihad-Internetseiten hin. Dass er ausgerechnet dabei eine Irak-Seite erwähnt, zeigt einmal mehr, dass der Verfassungsschutz offenbar der Meinung ist, dass der Widerstand der Iraker nicht legitim sei. So wird die Glaubwürdigkeit der Absichten der Herausgeber in Frage gestellt, einmal abgesehen davon, dass es auch im Irak keine in deutscher Sprache zum Dschihad aufrufende Internetseite gebendürfte und Murat nicht den Eindruck erweckt, arabisch zu können.

Eine Nebenepisode soll darstellen, wie Murat sich ändert. Er spielt mit seinen Freunden kein Basketball mehr. Die aber tragen alle Trikots mit „USA“ darauf. Und wieder bekommt die Broschüre einen faden Beigeschmack, denn sie fordert impliziert zur USA-Liebe auf nach dem Motto: Wer nicht „Islamist“ ist, muss die USA lieben und Guantanmo akzeptieren, wie die Bundskanzlerin.

Auf Seite 22 gibt es dann ein Feld mit dem Titel „Antisemitismus“. Hier stellt sich die Frage, in wie weit die Autoren selbst antisemitisch waren, stellen sie doch Israel und Juden gleich und erwecken unverblümt den Eindruck, als wenn Judentum und Zionismus das selbe seien!

Dann kommt es zum Finale vor dem Kino. Harun verprügelt Ayshe (die er noch nicht einmal berühren dürfte) und Murat kommt zur Vernunft und verteidigt seine Schwester. Alles wird gut.

Auf den Folgeseiten gibt es einige „Merkwürdigkeiten“. So wird z.B. der Einsatz von Muslimen für die Überwindung von Kapitalismus „mit oder ohne Gewalt“ gleichgesetzt, was ein Mal mehr den Eindruck erweckt, als wenn es hier gar nicht um Gewaltprävention geht! Dass hier tatsächlich eine westlich dominierte Hegemonialpolitik sowie Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das internationale Recht mit staatlichen Mitteln unterstütz werden sollen, kann an der folgender Formulierung erkannt werden: „… Einmarsch der von den USA angeführten Koalition in den Irak …“; welch eine Verharmlosung von völkerrechtswidriger Besatzung und Bruch des internationalen Rechts. Spätestens hier stellt sich die Frage, ob die Broschüre selbst nicht gegen deutsches Recht verstößt; eine Frage, die von der Hofpresse sicher nicht gestellt wird?

Bei den Menschenrechten kommen dann die Verfassungsschützer ins Straucheln. Sie behaupten, dass die Menschenrechte „von Geburt“ an gelten würden. Und was ist davor?
Auf Seite 35 wird dann die „freiheitlich demokratische Grundordnung“ beschrieben und definiert, was verfassungsfeindlich ist. Liest man die Seite aufmerksam, könnte man den Eindruck gewinnen, als wenn so mancher heutige Politiker Deutschlands damit gemeint sein könnte.

Die Broschüre endet mit einer sensationellen Aufforderung: „Islamistische Themen und Vorstellungen, die unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zuwiderlaufen, sind unbedingt von solchen Diskussionen zu unterscheiden, bei denen es um kulturelle und religiöse Unterschiede geht.“ Genau das tut die Broschüre leider nicht. Ganz im Gegenteil ist das Fazit der Broschüre, dass sie von einer Muslima in Deutschland verlangt mit einem Jungen allein ins Kino zu gehen, ihr Bruder soll in USA-T-Shirts herumlaufen und muss den Einmarsch im Irak gut heißen, sie sollen Israels Jahrzehntelange Besatzung unterstützen, Alkoholkonsum von Kindern und Schamlosigkeit als kulturelle Errungenschaften preisen, um dann integriert zu werden (sogar mit Kopftuch).

An den Stammtisch gerichtet mag die Broschüre wertvoll sein, um das Feindbild Islam weiter zu schüren. Um aber irgendein Problem der Gesellschaft zu lösen, ist die Broschüre nicht nur nutzlos sondern kontraproduktiv; und das mit Steuergeldern! So lange der Verfassungsschutz nicht erkennt, dass der Staat nicht dadurch zu schützen ist, dass man jegliches Unrecht auf „westlicher“ Seite verteidigt und rechtfertigt, so lange kann es keine vernünftige Kooperation geben, denn Recht kann nicht mit Unrecht verteidigt werden. Das lehrt sowohl der Islam als auch das, was die Verfassungsschützer vorgeben zu vertreten. Auf dieser Gemeinsamkeit könnte man aufbauen, wenn alle erkennen, dass zu viel Unrecht von zu vielen Seiten ausgeübt wird. (MM)

8 Antworten to “Ein staatlicher Comic gegen Muslime?”

  1. raphael said

    warum so spitzfindig ?
    Ich habe das Gefühl man kann es Ihnen nicht recht machen.
    Der deutsch Staat bemüht sich seien Mitbürger demokratisch zu erziehen und sie finden immer ein Haar in der Suppe.

    Nochmal:
    Wenn es hier so schlimm ist, warum gehen sie dann nicht zurück in Ihre Heimat?

    In arabischen Ländern stehen vor der deutschen Botschaft Schlangen von menschen die nichts lieber wollen als zu uns zu kommen.
    Vor der Botschaft Irans, Saudi Arabien usw. steht kein Mensch……..

    Und wenn diese Menschen hier sind was dann?
    Sind sie dankbar für ihr neues Leben und verteidigen unsere Geselschaft ?

    Nein, sie schreiben Blogs in denen alles deutsche schlecht gemacht wird.
    Was wollen Sie dann hier ???

  2. rational said

    @ Raphael: vermutlich wirst Du keine Antwort von „Muslimwelt“ erhalten, es ist auch schwierig für ihn. Ich will es mal an seiner Stelle versuchen, er wird voraussichtlich nicht damit einverstanden sein.
    1) Für einen Ausländer ist das Leben in D nicht immer einfach. Das fängt bei den Sprachproblemen an (dafür können wir nix), setzt sich mit finanziellen Problemen fort (müsste unsrerseits bei Studenten überprüft werden), und endet bei äusserst üblen (kleinen oder größeren) rassistischen Handlungen, die es ja leider hier gibt.
    2) Der (jetzt zum Stillstand gekommene) massive Zuzug archaisch sozialisierter Menschen aus islamischen Ländern hat die Religion „Islam“ bei vielen hier diskreditiert. Viele Menschen hier sind nicht bereit/in der Lage, zu differenzieren. Das lange „Weggucken“ der Behörden hier (multi-kulti-Schwärmerei) hat auch seinen Beitrag hierzu geleistet.
    3) „Muslimwelt“ kommt wahrscheinlich aus einem Land, welches weder demokratisch ist, monoreligiös strukturiert. Er kannte weder eine scharfe Religionskritik (und schon garnicht am Islam), noch war er gezwungen, mit Menschen anderer Religion zusammen zu leben. Wahrscheinlich hatte er noch nicht einmal intensiven Kontakt mit solchen. Auch er stand Schlange vor den deutschen Konsulat.
    4) Ich vermute, dass „Muslimwelt“ in seinem Land kein besonders strenger, intensiv gläubiger Moslem war, so halt der übliche Durchschnitt.
    5) Nun ist er hier, das erträumte „Paradies“ ist weit weg, die Probleme hingegen nah. Er suchte dringend Halt, und hat diesen in seiner angestammten Religion gefunden, was nicht Wunder nimmt.
    6) Häufig tritt dann folgendes ein: die existierenden Probleme hier werden fokussiert (als Lösung für diese Probleme wird immer der Islam angeboten), die Probleme in seinem Ursprungsland verdrängt (dafür ist nie der Islam zuständig). Beispiel: der Thread „Frauen im Islam“ hier (das mit dem rührenden Bildchen). Gerne würde ich „Muslimwelt“ nach Casablanca, Marrakesch, Tunis, Kairo, Istanbul mitnehmen, und ihm die Tausende besoffener muslimischer Nutten zu zeigen, die dort täglich um die Gunst der muslimischen Freier buhlen, oder in ländlichen Gebieten, wo diskret neben der Moschee ein Bordell mit „qauwada“ = Zuhälterin steht, in dem äusserlich gut verschleierte Damen drinnen völlig unverschleiert ihre Dienste anbieten. Der schwule Strassenstrich in den Großstädten gehört auch dazu. Oder wie wärs mit den ArbeiterInnen, die von ihren muslimischen Chefs übelst ausgebeutet werden (Tageslohn zwischen 2 – 3 €), die Frauen dürfen dann noch nach Schichtende kostenfrei flachgelegt werden. Oft gehen diese Menschen, um eine „größere“ Anschaffung zu tätigen zum Geldverleiher um die Ecke, um für 5% wöchentlichen Zins Geld zu erhalten. Der Verleiher ist übrigens auch Moslem. Für uns hier unvorstellbare Zustände (deswegen die langen Schlangen vor den Konsulaten), die sich leider einem Touristen nicht erschliessen. „Muslimwelt“ weiss und kennt es. Es wird verdrängt.
    7) Man kann nur hoffen, dass „Muslimwelt“ hier Erfolg hat. In den meisten Fällen verschwindet dann wieder dieses „hyperislamische“ Getue. Die meisten Menschen werden von der Realität schneller eingeholt als sie glauben.

  3. raphael said

    @rational
    doch ich habe schon eine Antwort von Muslimwelt erhalten.

    https://muslimwelt.wordpress.com/2007/12/06/frage-und-antwort-zu-raphael-ii/

    Ich muss sagen das ich mich hinterher über meinen Kommentar geärgert habe und in gerne rückgängig gemacht hätte.
    „wenns dir hier nicht passt dann geh doch nach drüben“ kennen Sie vielleicht noch, das „drüben“ war in diesem Fall die DDR.
    Ich gestehe Muslimwelt schon zu das er auch als „nichtdeutscher“ Kritik üben darf.
    Ich habe mich halt geärgert weil alles (selbst ein gutgemeintes Comic) dazu herhalten muss den deutschen Antiislamismus und fremdenfeindlichkeit vorzuwerfen.
    Ich fand die Kritik an dem Comic vollkommen überzogen.

    So wie die Islamophoben nur immer das schlecht im Islam sehen (oder suchen bis sie was finden) so ist es hier (nicht so fanatisch und feindlich eingestellt) andersherum.
    Ich glaube jedenfalls NICHT das von Regierungsseite gegen Muslime vorgegangen wird. Und das deutschland Comics verbreiten um junge Muslime vom Glauben abzubringen hat schon paranoide Züge.

    Sonst halte ich Ihren Kommentar für ziemlich (vermutlich) treffend.
    Auch ich habe im aussereuropäischen Ausland viele Deutsche getroffen welche nach einigen Jahren in der Fremde deutsche Flaggen im Garten aufziehen und von deutschland in den höchsten Tönen schwärmen.
    Das sie jahre vorher nur noch aus Deutschland weg wollten wird vergessen.
    Deshalb sind die deutsche nirgends deutscher als im Ausland und manchen Muslimen geht es vermutlich ebenso…..

    Punkt 6 finde ich sehr treffend erklärt und bei Punkt 7 schliesse ich mich mit vollem Herz an !

    freundliche Grüße !
    Raphael

  4. brainfire2008 said

    Ach ja die „Ehrenmorde“ nie hat ein Deutscher Ehemann seine Frau und/oder seine Kinder umgebracht.

    Ach zu „multi Kulti“

    http://www.abschiebehaft.de/presse/p589.htm

    @1 Vor den Botschaften von pro westlichen Regime hupen auch keine Autofahrer wegen den Menschenrechte, oder?

  5. muslimwelt said

    @Rational,Raphael.

    Zum Punkt 7) Man kann nur hoffen, dass “Muslimwelt” hier Erfolg hat. In den meisten Fällen verschwindet dann wieder dieses “hyperislamische” Getue. Die meisten Menschen werden von der Realität schneller eingeholt als sie glauben.Ich habe keine bessere Antwort gefunden als diese.

    Allah sagt in Sure 15.Der steinige Teil (Al−Hidschr).

    1.Alif Lam Ra Dies sind die Verse des Buches und des deutlichen Quran.
    2.Es mag wohl sein, daß die Ungläubigen wünschen, sie wären Muslime geworden.
    3.Lasse sie essen und genießen und von Hoffnung abgelenkt werden; bald werden sie es erfahren.

    Erfolg ist nicht nur im Leben, sondern auch Gott gefällig zu sein und das Paradies zu gewinnen.

    MFG

    Muslimwelt

  6. rational said

    @ Brainfire: ????
    @ Muslimwelt: darf ich davon ausgehen, dass Du den Punkten 1) – 6) zustimmst? Mit Deinem Kommentar @ 5 hast Du ohne Zweifel recht.

  7. muslimwelt said

    Hallo rational,

    Sind die Punkte 1 bis 6 Antwort an diese Fragen?

    ZU 1:
    warum so spitzfindig ?
    Wenn es hier so schlimm ist, warum gehen sie dann nicht zurück in Ihre Heimat?
    Sind sie dankbar für ihr neues Leben und verteidigen unsere Geselschaft ?
    Nein, sie schreiben Blogs in denen alles deutsche schlecht gemacht wird.
    Was wollen Sie dann hier ???

    bis jetzt, sehe ich keine Beziehung.

    MFG Muslimwelt

  8. Persönlich (und wissenschaftlich) hat der Comic auf mich einen sehr viel positiveren Eindruck gemacht. Es wird eben sehr genau differenziert, Murat ist eine positive Gestalt und übernimmt am Schluss sogar die Heldenrolle (Andi selbst läßt sich zu Boden stossen und wird von Ayshe und Murat verteidigt, der „gütige Vater“ Murats und Ayshes wird dem Islamisten entgegen gesetzt usw.). Es wird deutlich, dass Islamisten den Islam nicht repräsentieren, sondern missbrauchen.

    In „Andi 1“ wurde über Rechtsextremismus aufgeklärt und der deutsch-rechtsextreme „Unsympath“ Eisenheinrich taucht auch in Andi 2 noch einmal auf. Soll ich mich als Deutscher (Christ, seit Jahren im christlich-islamischen Dialog aktiv) darüber aufregen? Den Behörden antideutsche Hetze vorwerfen?

    Oder wäre es hier nicht angebrachter zu sagen: Okay, es gibt das Problem des Rechtsextremismus – und hier sind couragierte Bürgerinnen, Bürger und der Staat gemeinsam gefordert, dagegen vorzugehen – gerade auch um der Würde unseres Landes willen.

    „Andi 2“ bezieht die gleiche Frage auf unser Miteinander. Wir könnten leugnen, dass es Extremisten gibt. Oder wir können ihnen gemeinsam entgegentreten – gerade auch um der Würde des Islams willen, der durch Extremisten in den Schmutz gezogen wird.

    Als Deutscher fühle ich mich durch „Andi 1“ nicht angegriffen, sondern unterstützt. Und vielleicht ließe sich ja auch „Andi 2“ in diesem Sinne lesen?

    Herzliche Grüße!

    Michael Blume

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