Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Islamfeindlische Stimme erstmal die Zähne putzen

Posted by muslimwelt - Dezember 4, 2007

Heute hat die Islamfeindliche Stimme, die Gunst der Situation genutzt um mal erneut gegen den Islam zu wettern. Da kam ihnen die Sensation der britischen Lehrerin, die festgenommen wurde, weil sie Kindern erlaubte, ihren Teddy Mohammed zu nennen, gerade recht. Es ist natürlich Unsinn wegen eines Namens, sei es der unseres Propheten so einen Wind zu machen, und der Frau Gotteslästerung vorzuwerfen. In Europa ist es sowieso normal selbst Tieren menschliche Namen zu geben, was in islamischen Ländern nicht der Fall ist. magical-snap-20071205-1642-002.png

 

Das man seinen Hund Moses nennen würde, wie in einen bekannten Kinofilm, ist in islamischen Ländern undenkbar. Man muss aber dennoch auf dem Teppich bleiben. Es hätte gereicht die Frau freundlich darauf hinzuweisen, dass man so was in ihren Kulturkreis nicht macht. Danach würde sie ihren Fehler erkennen, und den Teddy keine Menschliche Namen, oder Namen von heiligen Personen geben, und die Sache wäre gegessen. Was mir einzig suspekt an der ganzen Sache ist, dass es sich hier um eine Lehrerin in einer christlichen Schule handelt. Wie kommt man dann auf den Namen Mohammed, welchen man ja eindeutig als islamisch identifiziert. Vielleicht war das auch der Grund der Aufregung und man verstand es als versteckte Provokation. Aber ich will auch nicht spekulieren. Alles im allen hat die Sache zwar hohe Wellen geschlagen, ist aber glimpflich ausgegangen.

 

 

Die Islamfeindliche Stimme spekuliert dagegen nun freudigst auf weitere Proteste, wie sie im Karikaturenstreit ausarteten. Die Islamfeindliche Stimme hat nun bereits Parolen der Art „Tod den Ungläubigen“ in Khartum bestellt. Ich fürchte die Muslime werden euch enttäuschen.

 

 

 

magical-snap-20071205-1641-001.png Vielleicht sollte jemand dort hinfahren und zu Demonstrationen aufrufen, damit die Islamfeindliche Stimme auch was zu schreiben hat, und ihre blühende Fantasie in Erfüllung geht.

 

 

 

Die Islamfeindliche Stimme hat eine ganz andere Theorie. Kein Teddy, oder Tier soll Mohammed heißen weil sie ihn als Verbrecher…und Wörter die ich nicht hier aufschreiben will verunglimpfen. Und nun ist endlich Platz für die Hetze der Islamfeindliche Stimme. Behauptungen über Behauptungen, Hauptsache es hört sich grausam genug an.

Zum Schluss wird noch der Koran Opfer ihrer Behauptungen und Lügenstricke.

 

So kann man aus einem Fall, der schon geklärt ist doch noch das widerlichste daraus machen, die Islamfeindliche Stimme macht es vor, wie man richtig polemisiert. Ich bedauere euch.

 

 

Liebe Islamfeindliche Stimme, bevor das Wort Muhammed Frieden sei mit Ihm aus Euren Munde kommt dann rate ich euch erstmal die Zähne zu putzen. Das Wort hat um einiges mehr Wert als eure Hetztiraden.

 

 

Ein Beispiel unseres Geliebten Propheten, der wahrlich ein Gutes Vorbild war.

 

Abu Huraira berichtete: „Ein Wüstenaraber(nicht-Muslime) stand auf und urinierte an der wand der Moschee. Als die Leute nach ihm griffen, sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu ihnen: »Laßet ihn, und gießt einen Eimer Wasser oder etwas mehr – auf seinen Urin; denn eure Aufgabe besteht darin, es (den Menschen) leichter zu machen, nicht es (ihnen) zu erschweren!«“ (Bukhari). So war der Prophet erzogen.

 

Hier war weder die Rede von 15 Tagen Haft noch von 40 Peitschenhieben.

 

 

Liebe Islamfeindliche Stimme, wenn Ihr etwas über den Propheten Mohammed behauptet, dann gebt uns Beweise, wenn nicht dann haltet lieber euer bösartiges Mundwerk.

6 Antworten to “Islamfeindlische Stimme erstmal die Zähne putzen”

  1. rational said

    Grüß Dich, ya sahibi,
    vielleicht verstehts Du, dass ich vor Deinem Kommentar sitze, ihn lese, und still vor mich hin lächle. Nicht wg. „Gegenstimme“, da kannst Du nicht anderes erwarten. Nein, ich denke an unsere Diskussionen über Gottes Wort, sein „Gefangensein“ in Raum und Zeit, an Interpretationen parallel oder neben dem Koran, Traditionen. Beispiele kommen schneller als gedacht. Hier ist ein typisches.
    Du zitierst ein Hadith von Buchari, der schlicht aussagt, dass Mohamed dieses Beispiel (urinieren) völlig unwesentlich ansah, und Schwamm drüber.
    Nun, so frage ich Dich, woher kommt diese unsäglich lächerliche Reaktion im Sudan, islamisch begründet, wg. Benennung eines Teddies mit dem Namen „Mohamed“? Zwischen „undenkbar“ (wg. Tradition“ oder irgendeiner Auslegung, und Gefängnisstrafe, zusätzlich 1000er Demonstranten, die eine Hinrichtung fordern, gibt es wohl einen Unterschied. Die müssen das doch irgendwoher haben!
    Hoffentlich verstehst Du jetzt, was ich mit dem „Gefängnis Raum und Zeit“ sagen wollte. Auch der Islam kommt da nicht herum das einzugestehen.
    Vielleicht hatte der Ulama aus Marokko doch nicht so Unrecht mit dem was er sagte?

  2. muslimwelt said

    Hallo,

    Ich weiß es nicht genau. Erstens möchte ich etwas verdeutlichen. Sie reden von 1000 Demonstranten, das ist was die deutschen Medien berichten. Ich habe einen französischen Artikel über den Fall gelesen. Dort war die Rede von 100 Demonstranten und nicht 1000.

    Auf deine Frage kann ich nicht genau antworten.
    Es könnten viele Gründe sein. Erstens könnte es ein Mangel von Religion und Wissen sein. Man weiß dort nicht, wie man mit solchen Fällen umgehen soll.
    Mann muss ein Sudaner sein und dort leben, um ein bisschen verstehen zu können, warum so etwas dort passieren kann.

    Der zweite Grund könnte auch Politisch sein. Die britische Regierung hat gerade erst die Auslieferung zweier Vertreter des Regimes gefordert, die wegen Kriegsverbrechen in Darfur vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht werden. Im Vorfeld der geplanten Entsendung von UN-Blauhelmen in die Krisenregion schürt die Regierung in Khartum zudem schon seit Wochen eine antiwestliche Stimmung. (Reuters/Marc Engelhardt, DER STANDARD – Printausgabe, 30. November 2007)
    Die EU plant Sanktionen gegen Sudans Ölindustrie zu verhängen. Großbritannien und Deutschland unterstützen diese Sanktionen. Der internationale Druck auf die Regierung im Sudan wächst Tag für Tag. Die Sudanesen fühlen diesen Druck mehr als wir, denn wir leben nicht den Alltag der Sudanesen.

    Die Sudanesen sind Leute, die richtig an Ihrer Religion festhalten, das ist alles was sie haben und das einzige was man Ihn nicht wegnehmen kann. Wenn eine Lehrerin aus England in eine Christliche Schule nur den Namen des Propheten findet für ihren Teddybär, dann schien dass für die Menschen dort vielleicht als Provokation. Diese Menschen können nichts tun gegen die Sanktionen, das ist so eine Art Brief, in dem man sagt, Alles außer unserer Religion und unseren Propheten. Sie denken wenn die Regierung nicht hart mit der Situation umgeht, wird jeder sich erlauben, so weiter zu machen. Hier in Europa ist es ja nichts ungewöhnliches Jesus für alles Mögliche zu ge(miß)brauchen. Wir wissen schon wie respektvoll, viele hier im Westen gegenüber Heiligtümern ist.

    Weißt du, ich lebe schon seit einiger Zeit hier in Deutschland und ich habe bemerkt dass es Leute gibt. Wenn Ihre Eltern von jemanden beschimpft werden, lässt sie das weder kalt noch warm. Ihnen ist es vollkommen egal.

    In islamischen Ländern kenne ich das nicht. Dort sind die Eltern sehr geächtet. Aber der Prophet noch mehr.

    Liebe zum Propheten ist was die Gläubigen unterscheidet in der Vervollkommnung ihres Glaubens – imaan. Nach einem authentischen hadith, überliefert bei Bukhari und Muslim, sagte der Prophet :
    „Keiner von euch glaubt (ist gläubig) bis er mich mehr liebt als seine Kinder, Eltern und alle Menschen.“
    Nach einem anderen hadith bei Bukhari sagte er:
    „Keiner von euch glaubt (ist gläubig) bis er mich mehr liebt als sich selbst.“ [1]

    Es könnte also auch mit unterschiedlichen Vorstellungen von Respekt zu tun haben in einer angespannten Lage. Sudan ist kein Land wie Deutschland, oder ein europäisches Land. Es ist ein Land zerrissen von Krieg. Man wächst dort nicht in geordneten Verhältnissen auf, so wie wir uns das vorstellen. Wenn man auf die Regierung vertraut, dann muss man schon genauso korrupt oder blind sein wie jene. In Khartum sitzen Menschen, die ihre Bevölkerung für ihre Zwecke missbrauchen. In Khartum sitzen die Personen, die wegschauen, und Hilfe leisten, während Regierungstruppen mit Rebellen zusammen, die afrikanisch stämmigen Sudanesen verjagen, töten, oder wie sie es nennen ethnisch säubern.

    Eines haben sie gemeinsam. Sie sind allesamt Muslime. Nun sind sie aber in erster Stelle arabischer Sudanese oder Afrikanischer Sudanese. Das erste was sie jedoch sein sollten sind Muslime.

    Der Prophet Muhammad „Allahs Segen und Frieden auf ihm“ sagte: {Oh ihr Menschen! Euer Gott ist Einer und euer Stammvater (Adam) ist einer. Ein Araber ist nicht besser als ein Nicht-Araber, und ein Nicht-Araber ist nicht besser als ein Araber, und ein roter (d.h. weiß mit rötlichem Schimmer) Mensch ist nicht besser als ein schwarzer Mensch und ein schwarzer Mensch ist nicht besser als ein roter Mensch,3 außer in der Frömmigkeit.}

    Es ist beschämend, wenn man bedenkt dass unsere Brüder so handeln. Es ist schon eine verkehrte Welt, wenn man bei einem Teddy namens Mohammed aufschreit, andererseits Dörfer niederbrennt und Muslimische Zivilisten tötet. Jedenfalls dient es der Regierung um sich zu profilieren, ihre scheinbare Religiosität zu wahren.

    [1]http://www.livingislam.org/lp_d.html

    MFG

    Muslimwelt

  3. rational said

    Guten Morgen ya sahbi,
    Deine Antwort befriedigt mich leider nicht. Klar, dass der Sudan voller politischer/wirtschaftlicher Probleme steckt, ist offensichtlich. Dies ist die eine Seite. Die andere ist jedoch der Glaube. Aber auch hier gilt es zu trennen: dem „Demonstranten“ nehme ich seine Handlung nicht besonders übel. Der ist im Notfall dumm, ungebildet, aufgehetzt. Aber da ist doch noch die offizielle Justiz, die anscheinend völlig legal die Engländerin bestraft hat. Woher nimmt das sudanesische StGB diese §§ her? Die sind doch nicht vom Himmel gefallen, oder? Da nicht nur im Sudan, sondern in vielen islamischen Ländern solche „Religionsparagraphen“ in den Gesetzbüchern stehen, gibt es dafür eine religiöse Begründung. Dein zitierter Hadith von Buchari ist es mit Sicherheit nicht. Du siehst, die Interpretation religiöser Basisschriften ist keinesfalls gesichert und einhellig, eben, das Gefängnis „Raum und Zeit“ schlägt brutal zu. Da Du noch jung, wirst Du wahrscheinlich das „böse“ Erwachen in der islamischen Welt noch erleben.

  4. muslimwelt said

    Grüß dich,

    Sie reden von einem Sudanesischen Gesetz“Religionsparagraphen”, dass ich nicht kenne. Vieleicht könnten sie ja den entsprechenden Paragraphen bringen, dann kann man darüber diskutieren, ob dieses mit relgiöser Begründung zu tun hat, oder ob es sich um eigene Vorstellungeen der sudanesischen Regierung handelt.

    Schade, dass du unter der islamischen Welt nur das Wort „Böse“ versteht und siehst.

  5. rational said

    Grüß Dich,
    für Dein Deutschverständnis: das „böse Erwachen“ ist eine Redewendung. Sie bezieht sich auf das Erwachen und will sagen, dass derjenige der erwacht, erwartet hat, etwas anderes, ihm genehmes vorzufinden. Er ist deswegen „böse“ erwacht. Es bezieht sich nie und nimmer auf die islamische Welt, „Du wirst das böse Erwachen….“.

  6. […] Im Fall des Teddybären namens Mohammed, habe ich bereits einen Artikel in meinen Blog verfasst. Link […]

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