Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Podiumsdiskussion mit Ralph Giordano und Mina Ahadi über das Kopftuch(verbot)

Posted by muslimwelt - Dezember 3, 2007

Hier geht es nicht um ein Kopftuchverbot sondern um ein Islamverbot.

 

Eine Podiumsdiskussion wird zur Provokation gegen Muslime. Thema des Gesprächs war „Aufklären statt verschleiern! Islam in Deutschland“ die von der Giordano Bruno Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Ex-Muslime und Günter Wallraf veranstaltet wurde.

In der Podiumsdiskussion laut rundschau-online betonte die Islamgegenerin Mina Ahadi „Religion muss Privatsache bleiben“,[1] Ich weiß nicht, was die Islamgegnerin damit meint. Also wenn eine Frau ein Kopftuch trägt, dann ist die Religion nicht mehr privat. Ein Muslim der Bart trägt, soll er sich rasieren, damit die Religion Privatsache bleibt? Die Gruftis tragen Kleider die nicht jeder trägt. Wir finden Grufties in Schulen, im Supermarkt, in Bibliotheken. Es gibt Leute die Tattoos tragen, und sie der ganzen Welt zeigen. Frauen die halbnackt herumlaufen um ihren Körper zu zeigen. Sind ihre Weltanschauungen nicht auch Privatsache. Diese scheinen kein Problem zu sein, nur die Muslimas rücken ins Lichtfeld der Konfrontation, die sich bedecken wollen. Frauen die ihre Schönheit bewahren wollen vor den Blicken fremder. Dass sieht Frau Ahadi als ein Grosses Problem.

 

Sie sagt weiter “Kinder, die unter diesen Voraussetzungen erzogen werden, haben kaum eine Chance, sich in der modernen Gesellschaft zu integrieren“ [1]

 

So einen Quatsch habe ich selten erlebt. Wenn sie von Erziehung spricht, prangert sie nicht das Kopftuch an, sondern die komplette Erziehung innerhalb der Familien. Also doch Islam verbieten oder die Kinder ins Heim verfrachten? Jeder erzieht sein Kind nach eigenen Vorstellungen, so sind manche katholisch geprägt andere haben Hippies als Eltern und wieder andere folgen der Rudolf Steinerschen Theorie. Wichtig ist das wir den Kindern beibringen, in dieser Gesellschaft zu leben, und mit Menschen ganz unterschiedlicher Art zusammen zu leben. Die Glaubensansichten sind dabei ganz individuell. Das Glauben Privatsache ist bedeutet, dass der Glauben keine Staatsgewalt innehat. Und das man niemanden aufgrund seines anderen Glauben zu verurteilen hat noch das man hinduistisches oder islamisches Recht spricht. Unser Recht und Gesetz, was uns gemeinsam vereint, ist das Grundgesetz. Was darüber hinaus ist, ist Privatsache. Es heißt aber nicht den Glauben zu verstecken, damit man ja niemanden konfrontiert mit anderen Vorstellungen. Nein tagtäglich treffen wir auf andere Weltanschauungen, es werden Religionsdebatten geführt und Bürgerbewegungen finden statt. Religion und Weltanschauungen haben einen wichtigen Platz in unserer Pluralistischen Gesellschaft. Es hilft nicht den Glauben zu verstecken, man soll sich offen begegnen, und trotz der Unterschiedlichkeit miteinander auskommen. Wo es um Glauben geht soll, auch über Glauben gesprochen werden. Wo es aber um Mathematik oder Bankwesen geht, soll es auch darum gehen, und nicht um Religion. Ich wüsste nicht, dass einen das Kopftuch behindert mathematische Aufgaben zu lösen, noch dass mir die Religion vorschreibt einen anderen Rechenweg zu nehmen. Ein Kopftuch geht nur die tragende Frau etwas an. Und nur sie kann entscheiden ob es ihr hilft, ob es ihr wichtig ist, oder ob es ihr schadet es zu tragen. Ein Kopftuch heißt nicht hey, ich will euch missionieren, oder aber über meine Religion reden, noch hey, ich werde unterdrückt und nächstes Jahr zwangsverheiratet. Es ist einfach ein normales Bild in unserer Landschaft geworden. Wir sehen in den Großstädten, Menschen mit unterschiedlichen religiösen Symbolen, damit werden wir konfrontiert. In den Schulen wollen wir unseren Kindern etwa eine andere Welt vorgaukeln? Eine Einheitswelt, die beweist, wer zuviel religiöses offenbart, ist ein Aussenseiter, der ist schlecht. Nur sollen davon ja nur die Muslime betroffen sein, da macht es ja nichts, solang es einen nicht selbst betrifft.

 

Aber in einem Punkt, hat Mina Ahadi Recht. Wie viele Muslimische Frauen, die Ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, in fast allen Domänen, sei es Medizin, Recht oder Ingenieurswesen. Sie haben kaum eine Chance auf einen Arbeitsplatz, weil sie ein Kopftuch tragen. Wer ist schuld daran sind es Muslimische Arbeitgeber oder Intolerante Deutsche? Wer macht das Kopftuch zu einem Zeichen von Rebellion und Unterdrückung? Sind es die Musliminnen selbst oder sind es Außenstehende und Islamgegner, die meinen sie kennen die Musliminnern besser als sie selbst zu glauben gedenken? Allhamdulilah, gibt es trotz dem Muslimische Frauen mit Kopftuch die es schaffen sich zu verwirklichen, trotz aller Schwierigkeiten.

 

Sie sagt „Die Forderung eines Verbots sei nicht als Provokation zu verstehen, es gehe darum, Normalität in Schule und Alltag zu schaffen.“ [1]

Noch eine Begründung, die ich irrwitzig irrsinnig finde. Wenn es um die Bekämpfung von Gewalttätigen Schülern geht, die andere Schüler unterdrücken und prügeln oder sogar auf Lehrer losgehen, und mit Veröffentlichung ihrer Taten unter Youtube hausieren gehen. Wenn es darum geht den Verkauf von Drogen oder den Besitz von Waffen zu bekämpfen, um die Normalität in den Schulen wieder herzustellen. Dann bin ich damit einverstanden. Was hat bitte das Kopftuch mit Unnormalität zu tun? Ich weiß nicht, ob diese Leute überhaupt wissen was sie hier sagen. Mir ist nichts bekannt von kopftuchprügelnden Mädchen, noch dass diese ihren Schulabschluß nicht schaffen aufgrund des Tuches, das angeblich ihren Verstand benebelt. Im Allgemeinen ist bekannt, dass Muslimische Schülerinnen besser abschneiden als ihre männlichen Muslimischen Mitschüler. Da fällt mir ein Ausspruch einer Jungen Muslimischen Frau ein, die Jura studiert und Kopftuch trägt: Sie sagte „Wir sind sehr ehrgeizig, der Grund dafür ist eine Muslimische Frau muss sich doppelt beweisen. Erstens weil sie eine Frau ist, und Frauen auch hier in unserer modernen Gesellschaft mit Vorurteilen zu kämpfen haben, und Zweitens weil sie eine sichtbare Muslimin ist, und man nun auch mit den Vorurteilen zu kämpfen hat, die das Muslimsein mit sich bringen.“

 

Sie sagt auch „Ziel der Kampagne ist es, vor allem junge Schülerinnen davor zu schützen, dass sie zum Tragen eines Kopftuchs gezwungen werden können. Dies sei in autoritären Elternhäusern nicht selten.“ [1]

Selbst verständlich war negative Propaganda immer schon eine Waffe um den Islam zu bekämpfen. Ziel ist nicht die Mädchen zu schützen, denn ihr Anliegen ist die Religion der Frauen und Mädchen zurückzudrängen und schlecht zu machen. Islam soll entweder versteckt sein, oder man soll sich nicht dazu bekennen Muslim zu sein. Sie wollen nicht den Jungen Frauen helfen, nein denn sie hören gar nicht hin, was die Probleme der Frauen sind. Sie gehen nicht in Schulen oder fragen Muslimische Frauen zu ihren Ansichten.

 

Angriffsziel ist der Islam. Da lässt man schon mal das Kopftuch zu einem Symbol der Unterdrückung mutieren, dann kann man auch getrost darauf schießen. Was die Betroffenen dazu sagen, ist nicht so wichtig. Sie sind nur Mittel zum Zweck, sie sollen nur Emotionen bedienen.

 

Frau Ahadi redet weiter über Kleiderordnung in einer „offenen Gesellschaft“ Aber vielleicht weiß sie nicht, das eine offene Gesellschaft nicht etwas mit offenem Dekollete oder offenen Röcken, oder offenen Haaren die im Winde wehen noch mit offenen Kleidern zu tun hat.

 

Der Islamgegner Giordano begründete seine Zustimmung zu dem Verbot damit, dass das Kopftuch eine Entwürdigung der Frau bedeute.

 

Wenn wir von Entwürdigung reden, dann müssen sie sich selbst den schwarzen Peter zuschieben. Ihr seid diejenigen die unsere Muslimischen Schwestern entwürdigen zu versuchen mit euren Scheinheiligen und Sinnlosen Zielen fördert ihr nur Intoleranz in unserer Gesellschaft. Ihre Intoleranz ist entwürdigend. Ein Herr Ralph Giordano will die Frauen retten in dem er sie als Pinguine degradiert. Ja da erblüht ja einer muslimischen Frau geradezu das Herz voller Vertrauen, wie rührend.

 

Rundschau-online beschreibt die Diskussion als sehr emotionsgeladen und teilweise wenig sachlich. Das ist immer die gleiche Masche. Ein Herr Giordano setzt auf Emotionen und Schockierungen anstatt mit schlichten Argumenten zu überzeugen. Sie wollen sich für ein Gesetz stark machen, dass auf Vorurteilen aufbaut.

 

Ich gebe Ralph Giordano und co. Einen Rat. Wenn ihr über Religion und Kopftuch reden wollt dann bleibt bei der Religion und schiebt nicht scheinheilige Motive vor, den Muslimischen Frauen helfen zu wollen. Ihr verachtet den Islam, doch benutzt nicht uns Muslime dafür.

 

Wenn euch wirklich was an den Frauen und Mädchen liegt, dann kümmert euch um sie. Und diskriminiert sie nicht wegen ihres Glaubens. Geht in soziale Einrichtungen oder redet mit den Eltern. Fördert ihre Individuellen Wünsche, dazu gehört auch sich für ein Kopftuch zu entscheiden. Kämpft für die Selbstbestimmung. Kämpft gegen Intoleranz und Gewalt an Schulen, oder für bessere Lehrer. Gebt den muslimischen Frauen Respekt wie ihr es von ihren Männern verlangt. Ihr versucht nicht unsere Gesellschaftlichen Probleme zu lösen, ihr wollt der Gesellschaft nur einen Sündenbock bieten. Und das soll der Islam sein.

 

Ralph Giordano hat seine Kritik wiederholt am Bau der Moschee in Ehrenfeld.

 

Es ist klar, dass die Rede sich nicht allein um das Kopftuch dreht. Denn hier geht es nicht prinzipiell um Kopftuch sondern um den Islam. Diese Leute träumen von einen Tag, an dem der Islam nicht mehr existieren wird. Ich sage dazu na dann träumt weiter.

 

Lasst die Muslimischen Schwestern in Frieden. Lasst sie weiter Studieren, denn sie werden eher weiter Kopftuch tragen, als sich ihre Würde von euch nehmen zu lassen.

 

(Muslimwelt)

 

 

[1]http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1196582774155.shtml

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