Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Der Islam ist nicht die Quelle des Terrorismus, sondern seine Lösung

Posted by muslimwelt - November 16, 2007

Wir verurteilen aufs schärfste die grausamen Terrorakte, die auf unschuldige Menschen in den Vereinigten Staaten abzielten.

Besonders während der letzten zwei Jahrzehnte ist das Konzept „des islamischen Terrors“ häufig behandelt worden. Nach den Terrorangriffen auf Ziele in New York und Washington am 11 September, die den Tod von Tausenden unschuldiger Zivilisten zur Folge hatten, wurde dieses Konzept erneut zum Hauptthema der internationalen Diskussion.

Als Muslime verurteilen wir voll und ganz diese Angriffe und bekunden den Amerikanischern unser Beileid.

In diesem Artikel erklären wir, warum der Islam auf keinen Fall die Quelle dieser Gewalttätigkeit ist und weisen nach, dass Gewalttätigkeit im Islam keinen Platz hat.

Am Anfang sollte betont werden, dass die Identität der Täter der Terrorakte, welche die Vereinigten Staaten zum Ziel hatten, noch nicht festgestellt wurde. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass dieser schreckliche Angriff das Werk ganz unterschiedlicher Gruppierungen sein kann. Es könnte eine kommunistische Organisation sein, die Wut und Hass gegen amerikanische Werte hegt, oder eine faschistische Organisation, die sich der Bundesregierung oder einer geheimen Partei in einem anderen Staat widersetzt. Obwohl die Flugzeugentführer muslimische Identitäten haben, werden die Fragen danach, von wem und zu welchem Zweck diese Menschen eingesetzt wurden, vermutlich ein Geheimnis bleiben.

Tatsache ist jedoch, dass selbst dann, wenn die Terroristen muslimischer Religionszugehörigkeit waren, der Terror, den sie verübt haben, nicht als „islamischer Terror“ bezeichnet werden kann, ebenso wenig wie man von „jüdischem Terror“ oder „christlichem Terror“ sprechen würde, wenn die Täter Juden oder Christen wären.

Denn – wie wir in den folgenden Seiten nachweisen werden es ist unannehmbar, unschuldige Menschen im Namen der Religion zu ermorden. Wir müssen hierbei immer berücksichtigen, dass unter denen, die in Washington oder New York getötet wurden, Menschen waren, die Jesus (Christen), den Propheten Moses (Juden) liebten und die Muslime sind. Gemäß dem Islam ist es eine große Sünde, unschuldige Menschen zu ermorden, die Qualen in der Hölle bringt, es sei denn Allah verzeiht ihnen.

Folglich kann eine frommer Mensch, die Furcht vor Allah hat, eine solche Tat nie begehen.

Tatsächlich könnten die Attentäter diese Gewalttaten begangen haben, um die Religion anzugreifen. Es ist durchaus möglich, dass sie diese Gewalttaten verübten, um die Religion in den Augen der Menschen als ein Übel darzustellen, Menschen von der Religion völlig zu entfremden und Hass und Übergriffe gegen fromme Menschen zu bewirken. Infolgedessen ist jeder Angriff, der amerikanischen Bürgern oder anderen unschuldigen Menschen gegenüber hinter einer „frommen“ Fassade auf auftritt, in Wirklichkeit ein Angriff gegen die Religion.

Alle drei theistischen Religionen gebieten Liebe, Gnade und Frieden. Der Terror ist das Gegenteil der Religion; er ist grausam, gnadenlos, fordert Blutvergießen und erzeugt Elend. Während folglich für einen Terrorakt ein Täter gesucht wird, sollte man die Quelle nicht in der Frömmigkeit sondern der Religionslosigkeit suchen. Menschen mit einer faschistischen, kommunistischen, rassistischen oder materialistischen Lebensauffassung sollten als mögliche Täter vermutet werden. Der Name oder die Religionszugehörigkeit des Terroristen ist bedeutungslos. Wer unschuldige Menschen ermordet, ohne mit der Wimper zu zucken, ist ein Ungläubiger, kein Gläubiger. Er ist ein Mörder, der Allah nicht fürchtet und dessen Hauptehrgeiz darin besteht, Blut zu vergießen und Schaden anzurichten.

Aus diesem Grund ist „islamischer Terror“ ein völlig fehlerhaftes Konzept, das der Botschaft des Islams widerspricht. Denn die Religion des Islam duldet keinen Terror. Im Gegenteil sind Muslime dazu aufgerufen, Terrorakte zu verhindern und der Welt Frieden und Gerechtigkeit zu bringen.

Die Werte des Quran fordern Güte, Gerechtigkeit und Frieden

Die allgemeine Bedeutung des Terrors ist Gewalttätigkeit, die für politische Zwecke gegen nicht-militärische Ziele verübt wird. Anders ausgedrückt sind die Ziele des Terrors völlig unschuldige Zivilisten, deren einziges Verbrechen darin besteht, in den Augen der Terroristen „die andere Seite“ zu sein.

Es ist eine Tat, die jeder moralischen Rechtfertigung entbehrt. Terror, wie ihn Hitler oder Stalin mit ihren Massenmorden begangen haben, ist ein Verbrechen, das gegen die „Menschheit“ verübt wird.

Der Quran ist ein Buch, das den Menschen gegeben wurde, um als Führer zum richtigen Weg zu dienen, und in diesem Buch befehlt Allah den Menschen, ein beispielhaftes moralisches Leben zu führen. Diese gebotene Tugendhaftigkeit basiert auf Konzepten wie Liebe, Mitleid, Toleranz und Gnade. Allah ruft alle Menschen auf, die islamische Moral anzunehmen, durch die Mitleid, Gnade, Frieden und Toleranz auf der ganzen Erde Verbreitung finden können:

O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe, er ist offenkundig euer Feind. (Sure al-Baqara: 208)

Die Werte des Quran gebieten jedem Muslim, alle Menschen, seinen es Muslime oder nicht-Muslime, freundlich und gerecht zu behandeln, die Schwachen und Unschuldigen zu schützen und die „Verbreitung des Unheils“ zu verhindern. Das Unheil umfasst alle Formen der Anarchie und des Terrors, die Sicherheit, Ruhe und Frieden in der Welt bedrohen. Wie Allah in einem Vers sagt, „Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften“. (Sure al-Qasas: 77)

Eine Person grundlos zu ermorden ist eines der offensichtlichsten Beispiele des Unheils. Allah wiederholt im Quran ein Gebot, das er bereits zuvor den Juden im alten Testament auferlegt hatte:

Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels angeordnet, dass wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und zu ihnen kamen Unsere Gesandten mit deutlichen Beweisen; aber selbst dann waren viele von ihnen (weiterhin) ausschweifend auf Erden. (Sure al-Ma’ida: 32)

Wie der Vers erklärt, begeht eine Person, die auch nur einen einzigen Mensch tötet, „ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat“, ein Verbrechen, als ob er die ganze Menschheit ermordet hätte.

Infolgedessen ist es ganz offensichtlich, welch große Sünden Morde, Massaker und Angriffe sind, die populär unter dem Namen „Selbstmordattentat“ bekannt und von Terroristen verübt worden sind. Allah offenbart uns im folgenden Vers, wie dieses grausame Gesicht des Terrorismus im Jenseits bestraft wird:

Vorwurf trifft nur die, welche die Menschen unterdrücken und auf Erden ohne jede Rechtfertigung Gewalttaten verüben. Ihnen steht schmerzliche Strafe bevor. (Sure asch-Schura: 42)

All dies zeigt eindeutig, dass organisierte Terrorakte gegen unschuldige Menschen dem Islam vollkommen fremd sind und kein wahrer Muslim solche Verbrechen verüben würde. Im Gegenteil sind Muslime dazu aufgerufen, diese Menschen zu stoppen, „das Unheil von der Erde“ zu beseitigen und allen Menschen überall auf der Welt Frieden und Sicherheit zu bringen. Ein Muslim zu sein kann nicht mit Terror versöhnt werden. Ganz im Gegenteil, der Islam ist die Lösung und dient der Verhinderung des Terrors.

Wie ist es dann zu erklären, dass der populäre Begriff „islamischer Terror“ auftauchte?

Unsere bisherige Darstellung zeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem sog. „islamischen“ Terror in die Irre führt. Eine genauere Untersuchung der Eigenschaften der Täter zeigt dagegen klar und deutlich, dass dieser Terror nicht ein religiöses, sondern ein soziales Phänomen ist.

Kreuzfahrer: Barbaren, die ihre eigene Religion mit Füssen getreten haben

Ein Kreuzfahrerhelm

Die wahre Botschaft einer Religion oder eines anderen Glaubenssystems kann bisweilen von ihren sogenannten Anhängern verdreht werden. Die Kreuzfahrer, eine dunkle Episode der christlichen Geschichte, stellten ein gutes Beispiel dafür dar.

Kreuzfahrer waren europäische Christen, die am Ende des 11. Jahrhunderts Expeditionen unternahmen, um das heilige Land (das Gebiet von Palästina) von den Muslimen zurückzuerobern. Sie machten sich mit einem sogenannten „frommen Ziel“ auf den Weg, dennoch verübten sie überall Grausamkeiten und verbreiteten Angst und Schrecken. Sie verübten Massaker an Zivilisten und plünderten viele Dörfer und Städte.

Ihre Eroberung von Jerusalem, wo Muslime, Juden und Christen unter islamischer Herrschaft in Frieden lebten, wurde zur Szene eines unermesslichen Blutvergießens. Sie ermordeten alle Muslime und Juden. Der Barbarismus der Kreuzfahrer war so übertrieben, dass sie während des 4. Kreuzzuges Istanbul, das damalige Konstantinopel, eine christliche Stadt, plünderten und die goldenen Kultobjekte aus den Kirchen stahlen.

Kein Zweifel, dieser Barbarismus widersprach völlig der christlichen politischen Lehre. Denn das Christentum ist nach den Worten der Bibel ein „Evangelium der Liebe“. Im Mathäus-Evangelium heißt es, dass Jesus zu seinen Anhängern sagte: „Liebet eure Feinde und bete für die, die Euch belästigen“ (Mathäus, 5/44). Im Lukas-Evangelium heißt es, dass Jesus sagte: „wenn jemand euch eine Ohrfeige gibt, reicht ihm die andere Wange“ (Lukas, 6/29). Zweifellos gibt es im neuen Testament gibt keinen Hinweis auf die Legitimität von Gewalttätigkeit, unschuldige Menschen zu ermorden ist unvorstellbar. Sie können das Konzept des „Massakers an Unschuldigen“ auch in der Bibel finden; jedoch nur im grausamen Versuch des jüdischen Königs Herod, Jesus zu töten, als er noch ein Baby war.

Obwohl das Christentum eine Religion der Liebe und des Pazifismus ist, schlachteten die Kreuzfahrer unschuldige Menschen im Namen des Christus hin. Sie missverstanden ihre Religion.

Wenn doch das Christentum eine Religion ist, die auf Liebe basiert und für Gewalttätigkeit keinen Platz hat, wie kamen die christlichen Kreuzfahrer dann dazu, die grausamsten Gewalttaten in der Geschichte zu verüben? Der Hauptgrund dafür ist, dass die Kreuzfahrer hauptsächlich aus unwissenden Menschen bestanden, die besser als „Pöbel“ definiert werden könnten. Diese Massen, die fast nichts über ihre Religion wussten, die die Bibel in ihrer Lebenszeit nicht einmal gelesen oder selbst gesehen hatten und die folglich nicht von den moralischen Werten der Bibel wussten, gaben sich dem Barbarentum auf Grund von Slogans der „Kreuzfahrer“ wie „Gott will dies so“ hin.

Es ist erwähnenswert, dass in diese Periode, die östlichen Christen – die Bevölkerung von Byzanz zum Beispiel, die den westlichen Christen kulturell überlegen waren – menschliche Werte unterstützten. Sowohl vor wie nach den Eroberungen der Kreuzfahrer gelang es orthodoxen Christen, zusammen mit Muslimen zu leben. Laut Terry Johns, einem BBC-Kommentator, begann „zivilisiertes Leben mit dem Rückzug der Kreuzfahrer aus dem Mittleren Osten wieder und die Mitglieder der drei monotheistischen Glaubenssysteme kehrten zur friedlichen Koexistenz zurück“. [1] Das Beispiel der Kreuzfahrer weist auf ein allgemeines Phänomen hin: Je mehr die Anhänger einer Ideologie unzivilisiert, intellektuell unterentwickelt und „unwissend“ sind, desto mehr nehmen sie Zuflucht zur Gewalttätigkeit. Dieses gilt auch für Ideologien, die mit der Religion nichts zu tun haben. Alle kommunistischen Bewegungen der Welt sind für Gewalttätigkeit anfällig. Dennoch waren die grausamsten und blutdürstigsten aller Kommunisten die Roten Khmer von Kambodscha, weil sie die Unwissendsten waren.

Ebenso wie unwissende Menschen durch Ideologien, die zur Gewalt aufrufen, so weit gebracht werden können, Wahnsinnstaten zu begehen, kann auch ein gewaltfreies Gedankensystem (oder ein Glaubenssystem, eine Religion) von gewalttägigen Ansichten betroffen werden. Auch der Islam hat derartige Fälle erlebt.

Der Beduinencharakter im Quran

Zur Zeit unseres Propheten gab es zwei grundlegende Sozialstrukturen in Arabien. Die Stadt-Bewohner und die Beduinen (Wüstenaraber). Eine hoch entwickelte Kultur herrschte in den arabischen Städten. Handelsbeziehungen verbanden die Städte mit der äußeren Welt, was zur Ausbreitung „des zivilisierten Lebens“ unter den Arabern beitrug, die in den Städten wohnten. Sie hatten ihren ästhetischen Geschmack verfeinert und erfreuten sich an Literatur und insbesondere Gedichten. Die Wüstenaraber waren andererseits Nomadenstämme, die in der Wüste lebten und eine sehr grobe Kultur hatten. Ohne Künste und Literatur entwickelten sie einen rohen Charakter.

Der Islam wurde Mekka, der wichtigsten Stadt der Halbinsel, geboren und hat sich unter seinen Einwohnern entwickelt. Als sich der Islam jedoch auf der Halbinsel verbreitete, nahmen alle Stämme in Arabien ihn an. Unter diesen Stämmen waren auch Wüstenaraber, die problematisch waren. Ihr geringer intellektueller und kultureller Hintergrund hinderte sie am Verstehen der Tiefe und des vortrefflichen Geistes des Islams. Davon spricht Allah in dem folgenden Verse:

Unter den arabischen Beduinen sind manche (besonders) verstockt in Unglauben und Heuchelei. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie die Vorschriften, welche Allah durch Seinen Gesandten hinabgesandt hat, nicht kennen. Und Allah ist wissend und weise. (Sure at-Tauba: 97)

Die Wüstenaraber, das heißt, Sozialgruppen, die „in Unglauben und Heuchelei verstockt“ waren und dazu neigten, Allahs Befehle nicht zu gehorchen, wurden zu Lebenszeiten des Propheten ein Teil der islamischen Welt. In seinen letzten Jahren wurden sie zu einer Quelle für Probleme in der islamischen Welt. Eine als „Kharijis“ benannt Sekte, die unter den Beduinen auftauchte, war ein Beispiel hierfür. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dieser eigensinnigen Sekte war ihre extrem vulgäre, wilde und fanatische Natur. Die „Kharijis“, die kein Verständnis für das Wesen des Islams oder der Tugenden und der Werte des Quran hatten, führten Krieg gegen allen anderen Muslime und begründeten diesen Krieg mit einigen koranischen Versen, die sie in verzerrter Weise deuteten. Außerdem führten sie „Terrorakte“ durch. Ali (a.s.), einer der engsten Begleiter des Propheten und von ihm als das „Tor der Stadt des Wissens“ beschrieben, wurde durch einen Kharijite ermordet.

Später tauchten „Hashashis“ (Attentäter) auf, eine andere brutale Organisation. Dies war eine „terroristische Organisation“, die aus unwissenden und fanatischen Kriegern bestand., denen ein gründliches Verständnis des Wesens des Islams fehlte und die durch einfache Slogans und Versprechen leicht zu beeinflussen waren.

Das heißt, gerade als die Kreuzfahrer das Christentum verzerrten und als eine Anweisung zur Brutalität missdeuteten, legten einige pervertierte Gruppen, die in der islamische Welt auftauchten, den Islam falsch aus und nahmen Zuflucht zu Gewalttätigkeiten. Was diese religiösen Bekenntnisse und die Kreuzfahrer gemeinsam hatten, war ihre „Beduinen-“ Natur. Das heißt, sie waren unwissende, ungeläuterte, ungebildete, vulgäre Menschen mit einem engen geistigen Horizont. Die Gewalttätigkeit, die sie verübten, waren nicht die Folge der Religion, der anzugehören sie behaupteten, sondern die Folge dieser Sozialstruktur.

Die tatsächliche Quelle des Terrorismus:Der „Dritte Welt“- Fanatismus

Diese Beispiele aus der Geschichte bieten ein besseres Verständnis des Phänomens, des sogenannten „islamischen Terrors“, der heutzutage erneut auf der Tagesordnung der internationalen Politik steht. Der Grund dafür ist darin zu finden, dass Terrorakte im Namen des Islams durchgeführt werden, und diejenigen, die solche Taten unterstützen, diesem Glauben angehören. Es handelt sich zweifellos nur um eine Minorität in der Welt des Islams und ihre Motivation entstammt dem „Beduinen-Charakter“, nicht dem Islam. Sie können das Wesentliche des Islams nicht verstehen und versuchen, den Islam, der im wesentlichen eine Religion des Friedens und der Gerechtigkeit ist, in ein Werkzeug des Barbarismus umzudeuten. Dies ist ein Resultat ihrer sozialen- und kulturellen Struktur. Der Ursprung dieses Barbarismus, der als „Dritte Welt-Fanatismus“ bezeichnet wird, ist die Unvernunft der Menschen, die keine Liebe für andere Menschen empfinden.

Anti-westlicher Radikalismus stützte sich früher auf die kommunistische Ideologie, um seine Gewalttätigkeit zu begründen. Jetzt versucht er es mit frommen Begriffen.

Es ist eine Tatsache, dass die Muslime überall in der islamischen Welt in dem letzten Jahrhundert durch westliche Kräfte und ihre Befürworter Gewalttätigkeiten ausgesetzt waren und noch immer sind. Die kolonialistischen europäischen Staaten, die lokalen repressiven Regimes oder die Kolonialisten, die durch den Westen (Israel, zum Beispiel) unterstützt werden, verursachten den Muslimen großes Leid. Jedoch für Muslime ist dieses eine Situation, die sie gemäß dem Quran verstehen, interpretieren und auf die sie dementsprechend reagieren sollen.

In keinem Teil des Quran befiehlt Allah den Gläubigen, „auf Gewalttätigkeit mit Gewalttätigkeit zu reagieren“. Im Gegenteil befiehlt Allah den Muslimen, „auf Übel mit Güte zu reagieren“:

Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich. Wehre (das Böse) mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem und dir Feindschaft war, dir wie ein echter Freund werden. (Fussilat: 34)

Es ist zweifellos ein gesetzmäßiges Recht der Muslime, auf Grausamkeit zu reagieren. Jedoch sollte sich diese Reaktion nie in einen blinden Hass, eine ungerechte Feindschaft verwandeln. Allah warnt davor im folgenden Vers: „… Der Hass gegen Leute, die euch von der unverletzlichen Moschee abhalten wollen, verleite euch nicht zu Verfehlungen. Helft einander zur Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und nicht zur Sünde und Feindschaft. Und fürchtet Allah…“ (Sure al-Ma’ida: 2)

Infolgedessen ist es auf keinen Fall mit Islam vereinbar, gegen unschuldige Menschen anderer Nationen unter dem Vorwand, „die unterdrückten Nationen der Welt zu vertreten“, Terrorakte durchzuführen.

Außerdem, und dies ist ein weiterer Punkt, der hier eine spezielle Erwähnung verdient, kann die ganze westliche Welt nicht für die oben erwähnten kolonialistischen (oder neo-kolonialistischen) Gewalttätigkeiten und die Unterdrückung gegen Muslime verantwortlich gemacht werden. Tatsächlich sind die materialistischen und areligiösen Philosophien und Ideologien, die im 19. Jahrhundert vorherrschten, für diese trostlosen Taten verantwortlich. Der europäische Kolonialismus entstand nicht aus dem Christentum. Im Gegenteil, antireligiöse Bewegungen, die sich den Werten des Christentums widersetzen, führten auf den Weg zum Kolonialismus. An den Wurzeln der größten Brutalitäten des 20. Jahrhunderts liegt die sozial-darwinistische Ideologie.

In der westlichen Welt gibt es heute noch grausame, boshafte und opponierende Elemente sowie eine Kultur, die von friedlichen Elemente beherrscht wird, die ihre Wurzeln im christlichen Glauben haben. In Wirklichkeit besteht der Hauptwiderspruch nicht zwischen dem Westen und dem Islam. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung besteht er zwischen den religiösen Menschen des Westens und der muslimischen Welt auf der einen Seite und den Menschen, die sich der Religion (wie Materialisten und Atheisten) widersetzen, auf der anderen Seite.

Ein weiteres Indiz dafür, dass der „Dritte Welt“-Fanatismus nichts mit dem Islam zu tun hat, ist die Kennzeichnung dieses Fanatismus als kommunistischer Ideologie, die noch bis vor kurzem Gültigkeit hatte. Wie bekannt, wurden ähnliche anti-westliche Terrortaten in den sechziger und siebziger Jahren von kommunistischen Organisationen durchgeführt, die von den Sowjets unterstützt wurden. Da die Auswirkung der kommunistischen Ideologie verblasst ist, haben einige der Sozialstrukturen, die kommunistische Organisationen hervorgebracht haben, ihre Aufmerksamkeit dem Islam zugewendet. Diese „Brutalität unter dem Deckmantel der Religion“, die durch die Vereinigung einiger islamischen Konzepte und Symbole in die ehemalige kommunistische Rhetorik formuliert wird, widersprich völlig den wesentlichen moralischen Werten des Islams.

Eine letzte Anmerkung dazu: der Islam nicht einer bestimmten Nation oder einer Geographie eigen. Im Widerspruch zur dominierenden westlichen Auffassung ist der Islam keine „östliche Kultur“. Der Islam ist die letzte offenbarte Religion, die der Menschheit als Führer zum wahren Weg dienen soll. Die Muslime sind dafür verantwortlich, die wahre Religion, an die sie glauben, allen Menschen aller Nationen und Kulturen mitzuteilen und sie näher an den Islam heranzuführen.

Infolgedessen gibt es eine eindeutige Lösung für Menschen und Gruppen, die im Namen des Islams Zuflucht zum Terror nahmen oder unterdrückerische Regime errichten und diese Welt in einen schrecklichen Ort verwandeln, statt sie zu verschönern: den wahren Islam aufdecken und ihn so mitteilen, damit die Massen ihn verstehen und danach leben können.

Zusammenfassung: Empfehlungen an die westliche Welt

Heute ist die westliche Welt wegen Organisationen beunruhigt, die Terror unter dem Deckmantel des Islams verüben. Diese Besorgnis ist unangebracht. Es liegt auf der Hand, dass diejenigen, die Terror ausüben und ihre Symphatisanten, nach internationalen Rechtskriterien bestraft werden sollten. Ein wichtigerer Punkt, der hier zu betrachten ist, betrifft die langfristigen Strategien, die für tragfähige Lösungen zu diesen Problemen aufgestellt werden müssen.

Die Einschätzungen oben decken auf, dass der Terror keinen Platz im Islam hat. Sie zeigen weiter die widersprüchliche Natur des Begriffes „des islamischen Terrors“. Dies führt uns mit einem wichtigen Gesichtspunkt:

1) Die westliche Welt, besonders die Vereinigten Staaten, wird sicher abschreckende Maßregeln treffen, um mit dem Terror fertig zu werden und sie hat das Recht dazu. Jedoch sollte sie dabei ausdrücklich betonen, dass dies kein Krieg gegen den Islam und Muslime ist, sondern im Gegenteil eine Maßregel zum Vorteil des Islams. „Kampf der Kulturen“, dieses gefährliche Szenarium, das in den neunziger Jahren vorgestellt wurde, sollte um jeden Preis verhindert werden.

2) Die Unterstützung sollte für die Verbreitung „des wahren Islams“, der eine Religion der Liebe, der Freundschaft, des Friedens und der Bruderschaft ist, sorgen und die islamischen Gesellschaften sollten für sein wahres Verständnis sorgen. Die Lösung für radikale Parteien in den islamischen Ländern sollte nicht „erzwungene Säkularisation“ sein. Eine solche Politik hat im Gegenteil eine Gegenreaktion der Massen zur Folge und lädt zum Radikalismus ein. Die Lösung ist die Verbreitung des wahren Islams und die Vorstellung eines muslimischen Modells, das die koranischen Werte wie Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, moralisches Verhalten, Wissenschaft und Ästhetik fördert und der Menschheit Glück und Segen bringt.

3) Die Quelle des Terrorismus ist Unwissenheit und Intoleranz und die Lösung ist Bildung. Den Kreisen, die Sympathie für den Terror empfinden, sollte gesagt werden, dass der Terror dem Islam völlig widerspricht, und dass der Terror dem Islam, den Muslimen und der Menschheit großen Schaden zufügt. Außerdem müssen diese Menschen eine Bildung erhalten, um diesen Barbarismus zu überwinden. Die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu solch einer Bildungspolitik wird zweifellos sehr positive Resultate bringen.

Wir hoffen, dass diese Maßregeln der Welt helfen werden, um den Terrorismus und alle anderen intoleranten, brutalen und barbarischen Strukturen zu beseitigen. Mit seiner christlichen Kultur und Bevölkerung sind die Vereinigten Staaten, die sich als „Nation unter Gottes Gnade“ definieren, tatsächlich ein wahrer Freund der Muslime. Im Quran lenkt Allah die Aufmerksamkeit auf diese Tatsache und erklärt uns, dass Christen diejenigen sind, die „den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen“. (Sure al-Ma’ida: 82)

In der Geschichte konnten einige unwissende Menschen (zum Beispiel, Kreuzfahrer) diese Tatsache nicht verstehen und verursachten Konflikte zwischen diesen beiden großen Religionen. Um die Wiederholung dieses Szenariums zu verhindern, müssen wahre Christen und Muslime zusammenkommen und zusammenarbeiten.

1- Alan Ereira, David Wallace, C r u s a d e s : Terry Johns Tell the Dramatic Story of Battle for Holy Land, BBC World Wide Ltd., 1995

 

von HARUN YAHYA

http://www.harunyahya.de

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Eine Antwort to “Der Islam ist nicht die Quelle des Terrorismus, sondern seine Lösung”

  1. silke said

    Es soll kein Angriff sein und barakallhu fiekum für die Zeit und Mühe die ihr euch für diese Seite nahmt. Ich weiß nicht wie ihr so rosa rot denken könnt. 1. ist die Behauütung, der Terrorismus stecke hinter dem 11. September, mehrfach widerlegt. 2. wie könnt ihr über Menschen urteilen die Wut im Bauch haben und verzweifelt sind da sie stets und ständig verwandte verlieren, in Folge von Kriegen die unter FALSCHER FLAGGE geführt werden.

    WasSalamu alaikum wa rahmatullah

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