Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Der „Stern“ und sein Mitleid…

Posted by muslimwelt - September 30, 2007

Wieder eine Medienattacke auf den Islam .‘’Stern“ schreibt sehr geschickt im Untertitel dick und deutlich “Weil er einen Jugendlichen im Streit getötet hat, soll ein zwölfjähriger Saudi geköpft werden….“ . Hier verstehen wir sofort das es sich um einen Zwölfjährigen Jungen handelt, der keköpft wird , augenscheinlich ganz schnell vergessen was weiter unten im Artikel steht:“Die Familie des Opfers hat ihm drei Jahre Zeit gegeben…“ eine Geldstrafe zum Ausgleich zu bezahlzen. Hier sieht man wie die Sachen verdreht werden.

In Saudi Arabien sagt das Gesetz, dass man für einen Mord den Tod erfährt oder Blutgeld für das Opfer (ein Mord kann auch mit lediglich einer Geldstrafe geahndet werden )bezahlt, also ein Ausweg für den Täter. Dies jedoch nur dann, wenn der Täter volljährig ist . Und Gott Allein weiss was passieren wird.
Im Stern Artikel steht die Mutter bittet nun laut „Al Riyadh“ um Spenden für ihren Sohn.
Ich habe in der Al Riyadh Zeitung gesucht, und habe nichts zu diesem Fall gefunden oder über den Spendenaufruf.

Wenn es Stern.de so Leid tut, warum stellen sie nicht das Konto für die Spende zur Verfügung? Damit wir nicht nur Mitleid haben sondern auch spenden? Nein es geht doch nicht , denn der Artikel ist 7 Jahre alt. Der Abschnitt aus dem urspruenglichen Artikel, der dies belegt ist bei Stern.de einfach herausgeschnitten worden.

Zu „Stern.de“…..

stern.JPG

Zum Vergleich „der Standard“ :

amnesty.JPG

Dies berichtet „der Standard“ und „Amnesty“ »Bis zum 18. Lebensjahr war er in einer Jugendstrafanstalt untergebracht und wurde anschließend in das Gefängnis von Taif verlegt. Im Mai dieses Jahres hatte er ein Gnadengesuch an die Familie des Mordopfers gerichtet, welches jedoch offenbar zurückgewiesen wurde. «

« Noch im Januar 2006 hatten die saudischen Behörden dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, welcher die Einhaltung und Umsetzung der Bestimmungen des UN-Überein kommens über die Rechte des Kindes durch die einzelnen Vertragsstaaten überwacht, versichert, dass seit Inkrafttreten des Übereinkommens in Saudi-Arabien im Februar 1996 niemand wegen einer Straftat exekutiert worden sei, die im Alter unter 18 Jahren begangen wurde. »

« Der UN-Ausschuss forderte die saudischen Behörden mit Nachdruck auf, dafür Sorge zu tragen, dass tatsächlich keine minderjährigen Straftäter zum Tode verurteilt werden. »

Ich habe verschiedene deutsche Zeitungen gelesen, und es ist wirklich interessant wie einer vom anderen abschreibt. Man sollte besser recherchieren, um auch den ganzen Kontext dieses Falles zu verstehen . Hier war es wohl weniger das Ziel zu informieren sondern vielmehr sensationsluesternde Klischees zu bedienen.

In vielen Ländern gibt es Hinrichtungen. In der USA, ein Land dass auf die Demokratie schwört, wird ein Mörder im ElektrischenStuhl hingerichtet. Dort gibt es kein Blutgeld, keinen Ausweg wenn der Richter mit dem Tot urteilt. Und was ist wenn das Opfer seine Famillie ernährt, was hat die Familie von dem Tot des Täters, nichts aber mit diesem Blutgeld kann die Fammilie das Geld nutzen um weiter zu leben , in diesem Fall wären es drei Millionen Rial (576.000 Euro) .

Was sagt nun der Koran und unser Prophet Friede sei mit Ihm zum Vergeltungsrecht ?

Der Koran empfiehlt dem Opfer sich angesichts der drei offenen Wahlmöglichkeiten-Vergeltung, Entschädigung und vorbehaltlose Vergebung-für ein Übereinkommen mit dem Täter zu entscheiden oder ihm zu vergeben. Die geschädigte Partei (der Klagende oder der nächste Verwandte des Opfers) darf dem Täter ganz verzeihen oder ein „Übereinkommen“ mit ihm schließen(Heyd 1973, S.339), Vergeltung aber bleibt sein Recht.

Das Opfer wird nicht daran gehindert, sein legitimes Recht einzufordern. Stattdessen wird an sein Gewissen und seine Frömmigkeit appelliert, Vergebung zu üben: „Sag denen, die glauben, sie sollen denen vergeben, die nicht erwarten, die Tage Gottes zu erleben.“ Die Gläubigen werden im Koran als die beschrieben, die „die schweren Sünden und die schändlichen Taten meiden, und wenn sie in Zorn geraten, vergeben.“ „Wenn ihr verzeiht, nachsichtig seid und vergebt, so ist Gott voller Vergebung und barmherzig.“ „Sie sollen verzeihen und Nachsicht üben. Liebt ihr es denn nicht, wenn Gott euch vergibt?“

Unabsichtliches Töten (angenommen der Junge haette ohne Absicht getoetet)

Im Islam muss es für die Familie des Opfers eine Wiedergutmachung geben. Das gilt nicht nur für Muslime, sondern auch wenn das Opfer ein Nichtmuslim ist.

Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet: so soll er einen gläubigen Sklaven befreien und Blutgeld an seine Erben zahlen, es sei denn, sie erlassen es aus Mildtätigkeit. War er (der Getötete) aber von einem Volk, das euer Feind ist, und war er (der Getötete) gläubig: so soll er einen gläubigen Sklaven befreien; war er aber von einem Volk, mit dem ihr ein Bündnis habt: so soll er Blutgeld an seine Erben zahlen und einen gläubigen Sklaven befreien. Wer (das) nicht kann: so (soll er) zwei Monate hintereinander fasten – (dies ist) eine Vergebung von Allah. Und Allah ist Allwissend, Allweise.[4:92]

Absichtliches Töten (wenn beide Personen im Kampf einander nach dem Tode trachten)

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: >Wenn zwei Muslime mit dem Schwert gegeneinander kämpfen, werden beide, der Tötende und der Getötete, in das Höllenfeuer gehen.< Als Abu Bakr fragte: >O Gesandter Allahs! Das ist für den Tötenden, doch warum für den Getöteten?<, da antwortete er: >Auch dieser hatte sehr ernst den Vorsatz, seinen Gefährten zu töten!< [Buchari:20]

Kritiker des Islam stellen sich fälschlich vor, dass täglich in großem Maße Strafen geahndet werden müssen. Auch glauben sie, dass islamische Gesellschaften täglich Zeuge von Prügelstrafe, Hand-Abschneiden, Steinigung bis zum Tod seien. In Wirklichkeit aber wurden solche abschreckenden Strafen nur selten angewandt ein klarer Beweis dafür, dass solche Strafen eher dazu dienen, Verbrechen zu verhindern(Siddiqi 1979, S.40).

In hiesigen Ländern werden Frauen und kleine Kinder vergewaltigt und sexuell missbraucht, was passiert, der Mörder bzw. Täter gerät in die Opferrolle. Er kommt in eine Nervenheilanstalt oder erhaelt eine niedrige Haftstrafe, und nach ein paar Jahren ist alles wieder vergessen. Auch muss man sich fragen ob die Strafen überhaupt noch eine abschreckende Wirkung erzielen. Kritik an den Strafgesetzen wäre auch bei uns angebracht. (Muslimwelt)

http://www.fontaene.de/archiv/nr-10/rechte_von_opfern04.htmhttp://derstandard.at/?url=/?id=3038038
http://www.amnesty.at/urgentaction/urgent/2007/ua116_07_01_saudiarabien.html
http://www.alriyadh-np.com/2007/09/18/section.local.html

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Eine Antwort to “Der „Stern“ und sein Mitleid…”

  1. schwizermuslima said

    Subhanallah, genau das ist die Taktik um uns Muslime schlecht darzustellen.

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