Muslimwelt

Wissen schafft Frieden

Hört auf zu heucheln!

Posted by muslimwelt - September 27, 2007

Unter dem Deckmantel der Satire und der Pressefreiheit wurden wieder einmal der Islam und die Muslime beleidigt.Ende September 2005 veröffentlichte die dänische Tageszeitung „Jyllands-Posten“ zwölf Karikaturen, die den Propheten Muhammad (s.a.w.) darstellen sollten. Sie zeigten ihn unter anderem als Turbanträger, dessen Kopfbedeckung eine Bombe ist. Das Ziel der Zeitung, die für ihre islamfeindliche Haltung bekannt ist, war von Anfang an reine Provokation und Spott.


Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen

So schreibt „Jyllands-Posten“ am 30. September 2005 in einer Zwischenüberschrift zu der Bilderserie:

„Lächerlichmachung Die moderne säkulare Gesellschaft wird von einigen Muslimen abgelehnt. Sie fordern eine Sonderstellung, wenn sie auf besonderer Rücksichtnahme auf ihre eigenen religiösen Gefühle beharren. Das ist unvereinbar mit der weltlichen Demokratie und Redefreiheit, in der man bereit sein muss, Hohn, Spott und Lächerlichmachung ausgesetzt zu sein. Das ist bestimmt nicht immer sympathisch und schön anzusehen, und es bedeutet nicht, dass religiöse Gefühle zu jedem Preis verspottet werden sollen, aber das ist in diesem Zusammenhang untergeordnet.“ (Jyllands-Posten, 30. September 2005 *1)

Die Autoren wussten also genau, worauf sie sich einließen. Es war ihnen bewusst, dass sie damit über 1,5 Milliarden Muslime beleidigen würden. Dennoch entschlossen sie sich zu dieser Aktion. Schließlich galt es die Grundpfeiler des „aufgeklärten“ Westens gegenüber den „rückständigen“ Muslimen zu schützen.

Die schwedische Tageszeitung „Dagens Nyheter“ enthüllte einen Teil der Hintergründe zur Entstehung der umstrittenen Karikaturen. Dort ist unter anderem zu lesen: „Ich hatte den Eindruck, das sei eine Situation, in der man nur verlieren kann“, sagte einer der Cartoonisten. „Wenn ich nein sagen würde, wäre ich ein Feigling, wenn ich ja sagte, würde ich Hass gegen den Islam säen.“

Dass sich die Betroffenen kurz nach Beginn der Proteste überrascht zeigten, zeugt also nur von ihrer Verlogenheit.

Der Chefredakteur der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten”, Carsten Juste, erklärte, die Zeichnungen hätten nicht gegen dänische Gesetze verstoßen, aber unzweifelhaft viele Muslime beleidigt. Bei ihnen wolle man sich entschuldigen. Als jedoch seine europäischen Gesinnungsgenossen sich der Beleidigungskampagne anschlossen, relativierte er seine Entschuldigung und begrüßte die zahlreichen Nachdrucke in anderen europäischen Zeitungen.

„…Schon wurde Hass aus ihren Mund offenkundig, aber das, was ihr Inneres verbirgt, ist (noch viel) schlimmer…..“. (Quran, Sure Ali ‚Imran 3, Vers 118)

In Deutschland wollte und musste sich vor allem die pro-zionistische „WELT“-Zeitung hervortun. Sie und die „taz“ veröffentlichten aus Solidarität (und wahrscheinlich gemeinsamer Abneigung gegenüber dem Islam) die Karikaturen.

So ließ der Chefredakteur der WELT, Roger Köppel, verlautbaren:

„Es ist absolut legitim, Karikaturen zu religiösen und auch islamischen Themen zu veröffentlichen. Ich habe die Karikaturen deshalb groß auf der Frontseite der „Welt“ dokumentarisch abgebildet.“

Roger Köppel, Chefredakteur der WELT

Auch andere europäische Zeitung schlossen sich dem „Kreuzzug“ an. Ihr hässliches Verhalten legitimierten sie mit dem notwendigem Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit. Wie sonst hätten sie ihre hasserfüllten Angriffe gegenüber dem Propheten Muhammad (s.a.w.) begründen können?

Es sind die gleichen Menschen, die auf die Barrikaden gehen und sogar Journalisten- sowie Politikerkarrieren vernichten, wenn sie die Interessen des zionistischen Staates gefährdet sehen. Wo sind all die wahren Bekämpfer der Meinungs- und Pressefreiheit, die vor allem dann aktiv werden, wenn es um das sogenannte Existenzrecht Israels geht?

Der Krieg gegen die Muslime im Irak und Afghanistan, die Internierung von Muslimen in Geheimgefängnissen, Organisationsverbote und etliche Haus- und Moscheedurchsuchungen wurden mit dem „Kampf gegen den Terror“ gerechtfertigt. Die Diskriminierung von Muslimen hat auch in Deutschland erschreckende Maße angenommen. Geforderte Gesinnungstests für muslimische Einbürgerungsverfahren, das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen und die Überwachung von Moscheen sind nur die Spitze des Eisbergs.

Das Verbot der türkischen Zeitung „Vakit“ ohne ein rechtskräftiges Gerichtsurteil sowie das letzte Woche bestätigte Betätigungsverbot für die, mit friedlichen Mitteln arbeitende, islamische Befreiungspartei (Hizb-ut-Tahrir) zeigen eindeutig eine antiislamische Rechtsgesinnung und -anwendung.

Aber auch wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Traurig ist, dass wir Muslime aufgrund eines falschen Islamverständnisses sehr emotional und zum Teil widersprüchlich handeln. Das Verbrennen des Quran oder das Anfertigen von Karikaturen über den Propheten Muhammad s.a.w. führen berechtigterweise zu Protestaktionen auf der ganzen Welt. Werden jedoch Muslime durch Besetzung und Krieg direkt getötet oder vertrieben, muss schon einiges geschehen, damit wir aus unserer Lethargie erweckt werden. Ist denn das Töten eines Menschen oder die Besetzung und Unterdrückung unserer Geschwister ein geringeres Vergehen als das Zeichnen von Karikaturen über den Propheten?

So ist Dänemark mit seinen Kampftruppen Teil der brutalen Besatzung im Irak. Dieser nordeuropäische Kleinstaat ist also direkt in militärische Handlungen gegenüber unseren irakischen Geschwistern involviert. Wo waren und sind hier die Proteste und Boykottaufrufe? Und mit welcher Begründung haben die muslimischen Führer hier nicht interveniert? Waren sie es nicht, die diese Kriege durch finanzielle, materielle und logistische Unterstützung möglich gemacht haben? So sehr wir die Aktionen der Ummah in der islamischen Welt begrüßen,- den Protest der dortigen Führer nehmen wir nicht ab, denn er ist nicht echt!

Er dient nur dazu, sich den muslimisch fühlenden und denkenden Massen anzubiedern, nachdem in der Vergangenheit offenkundig wurde, dass sie nicht die Interessen der Muslime, sondern die der Kuffar wahren. Sie fürchten um ihre Stühle und sind daher quasi gezwungen, sich dem Protest unserer Geschwister anzuschließen.

Als Muslime sollten wir wissen, dass die Feinde des Islam ihre Angriffe, welcher Art auch immer, niemals beenden werden, solange sich die Muslime nicht auch politisch zu einer einzigen Ummah vereinigt haben. Ohne Auflösung der vom Westen künstlich geschaffenen muslimischen Nationalstaaten und ihren Zusammenschluss zu einem einzigen Staat, der die Rechte der Muslime mit allen Mitteln weltweit verteidigen kann, werden die Attacken der Kuffar nicht enden. Dies dürfen wir nicht vergessen.

Wir erklären hiermit unsere Solidarität mit unseren weltweit protestierenden Geschwistern. Sie erfüllen uns mit Stolz und führen uns deutlich vor Augen, dass wir trotz der geographischen Teilung eine einzige Gemeinschaft sind,- mit gleichen Emotionen und Vorstellungen gegenüber den Muslimen und dem Islam.

„Und diese eure Gemeinschaft ist eine einheitliche Gemeinschaft, und Ich bin euer Herr. So fürchtet Mich.“ (Quran, Sure al-Mu’minun 23, Vers 52)

An unsere Geschwister in Deutschland gerichtet, appellieren wir:

– Verhaltet euch bitte friedlich und übertretet in eurem Protest und den Boykotten nicht die hiesigen Gesetze.

– Tretet ein in den Gespräche mit allen friedliebenden und toleranten Nichtmuslimen, welche die Angriffe auf unsere Werte genauso missbilligen wie wir. Klärt sie darüber auf, dass der Gegenstand unseres Zorns nicht die Meinungs- oder Pressefreiheit ist, sondern einzig und allein die Beleidigung unseres geliebten Propheten Muhammad, Allahs Friede und Segen seien mit ihm.

– Schreibt die Regierungen der muslimischen Länder an und fordert sie auf, diplomatische und wirtschaftliche Kontakte zu jenen Ländern abzubrechen, in denen die Karikaturen veröffentlicht wurden.

– Klärt eure Familien und muslimischen Geschwister darüber auf, dass die Ereignisse uns zeigen, dass wir alle, ungeachtet unserer Sprache und unserer Herkunftsländer, eine einzige Ummah sind, die es verdient, in einem einzigen Staat wieder vereinigt zu sein.

Lasst uns dafür beten, dass diese Vorstellung keine Utopie, sondern schon bald eine Realität sein wird.

Der Prophet Muhammad (s.a.s.) sagte: „Keiner von euch glaubt (ist gläubig) bis er mich mehr liebt als seine Kinder, Eltern und alle Menschen.“ (Überliefert von Bukhari und Muslim)

Muslim§Recht 04.02.2006

(1) Übersetzung Wikipedia

Nachfolgend veröffentlichen wir unkommentiert einige Pressemitteilungen und Zitate:

– Der Vorsitzende des Deutscher Journalisten-Verbandes, Michael Konken, jedoch widersprach und verteidigte den Nachdruck: „Der Nachdruck der Karikaturen in deutschen Zeitungen ist ein notwendiger Beitrag zur Meinungsbildung, dessen Ziel nicht die Verletzung religiöser Gefühle gewesen ist.“„ Zugleich verurteile der DJV-Vorsitzende die Entlassung des Chefredakteurs von France Soir scharf und forderte dessen Wiedereinstellung.

– „Welt“-Chefredakteur Roger Köppel schrieb in einem Kommentar auf der Titelseite: „Es gibt kein Recht auf Satireverschonung im Westen.“ Köppel sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es entspreche seinem journalistischen Selbstverständnis, dass Medien dann einschreiten müssten, „wenn wesentliche Grundpfeiler unserer Kultur in Frage gestellt werden, wie es hier der Fall ist“.

– Käßmann: Muslime bestätigen die Karikatur

Die evangelische Bischöfin Margot Käßmann hingegen schreibt in einem Beitrag für den Berliner „Tagesspiegel“, sie könne zwar verstehen, „dass durch die Mohammed-Karikaturen religiöse Gefühle aufgewühlt“ seien. Allerdings ist „die Resonanz absolut unangemessen und meines Erachtens durchaus gezielt gesteuert“. Der Islam müsste sich der Frage stellen, „was es denn eigentlich bedeutet, wenn diese Religion immer mehr mit Terror gleichgesetzt wird. Eigentlich müssten Muslime dagegen aufbegehren, dass in ihrem Namen Gewalt verübt wird. Aber im Moment bestätigen sie ja die Karikatur„, so die Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover.

– Zwar könnten durch den Nachdruck religiöse Gefühle verletzt werden, sagte der SPD-Medienexperte Jörg Tauss der Netzeitung. „Im Zweifel bin ich aber für die Meinungs- und Informationsfreiheit.“

– Der Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte der Netzeitung: „Muslime müssen genau so wie die christlichen Kirchen und Juden Kritik und Satire ertragen.“ Die Meinungsvielfalt gelte auch in der Auseinandersetzung mit religiösen Dingen. Nicht alles, was ungestraft bleibe, müsse man schon für geschmackvoll und akzeptabel halten. „Wer wegen einer unangemessenen Mohammed-Karikatur mit Bombe im Turban mit Bombendrohung reagiert, gibt denen recht, die dieses Bild für eine Beschreibung des Islam halten“, ergänzte er.

– In den Niederlanden legte der islamkritische Parlamentsabgeordnete Geert Wilders die Mohammed-Karikaturen auf seiner Internet-Seite aus.

– Dänemark überprüft Aufenthaltsgenehmigungen von Imamen

Quelle: Muslimrecht

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