Österreichischer Minister fordert Kopftuchverbot
Verfasst von muslimwelt am April 28, 2008
Der österreichische Wissenschaftsminister und zugleich Wiener ÖVP-Landesparteichef, Johannes Hahn, erklärte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“, dass das Kopftuch eine Abwertung der Frau bedeute und forderte deshalb ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst.
Hahn sieht beim Kopftuch ferner eine Abschottung der muslimischen Frau aus der Gesellschaft. Ein säkularer Staat habe aufklärerisch zu wirken. Die Zahl der Frauen, die ein Kopftuch tragen, nehme jedoch zu. Hahn forderte zudem ein Burka-Verbot im öffentlichen Raum, da die Videoüberwachung ansonsten nicht funktioniere.
Die Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zeigt sich „sehr verwundert“ über die Aussagen Hahns und erklärte, dass die muslimischen Frauen durch ein Kopftuchverbot aus der offenen Gesellschaft hinausgedrängt würden.
Auf einer Gedenkveranstaltung islamischer Organisationen in Wien beschwor Hahn hingegen das Miteinander unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen und garantierte ihnen Religionsfreiheit. Seine Forderung nach einem Kopftuchverbot brachte er dort nicht zu Wort. (sa)
Quelle: igmg.de